The Guardian - Mondialists, unite!

#1 von Richard Maxheim , 21.07.2017 00:24

20. Juli 2017 - The Guardian

Mondialists, unite! The forgotten story of a global pacifist movement
In postwar France, two men had a bold, even utopian idea: a peace-loving network of ‘world cities’. Is it time to give mondialism another chance?

Englischer Presseartikel über die Weltbürgerbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg.

Als Reaktion auf eine fast einstündige Radiosendung von France Culture vom April dieses Jahres, veröffentlichte die britische Tageszeitung „The Guardian“ einen Artikel über die Ereignisse bei der französischen Weltbürgerbewegung von 1948 bis 1950. Eine zentrale Rolle dabei spielte die südfranzösische „Stadt der Welt“ Cahors. Die Journalistin Isabelle Mayault recherchierte vor Ort und erhielt im Museum Henri Martin wie auch im Rathaus Einblick in die Geschichte.

Quelle: http://www.citoyensdumonde.fr/


 
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RE: The Guardian - Mondialists, unite!

#2 von Richard Maxheim , 22.07.2017 17:09

Ich hatte zunächst den Eindruck, dass es sich hier um einen Lückenfüller im journalistischen Sommerloch handelt. Es ist aber ein gut recherchierter, interessanter Artikel. Deshalb will ich versuchen, ihn – so gut sich das mittels Promt bewerkstelligen lässt – sinngemäß zu übersetzen. Ich erlaube mir dazu auch einige Anmerkungen.

Zitat
Mondialisten, vereinigt euch! Die vergessene Geschichte einer globalen, pazifistischen Bewegung
Im Nachkriegsfrankreich hatten zwei Männer eine kühne, sogar utopische Idee: ein friedliches Netz von „Weltstädten“. Ist es Zeit, um dem Mondialismus eine weitere Chance zu geben?


Titelfoto: Eine Delegation des Departement Lot stellt einen Wegweiser vor der Kathedrale Notre Dame in Paris auf, um die globale Gemeinsamkeit von Städten zu symbolisieren.

Der Begriff „Mondialismus“ ist im deutschen Sprachraum kaum bekannt. Vielleicht muss man dem einen oder anderen noch erklären, dass das nichts mit „Peterchens Mondfahrt“ zu tun hat. Streng übersetzt bedeutet er „Weltismus“. Ein Mondialist ist also ein „Weltist“. Das klingt merkwürdig, also bleiben wir lieber beim Weltbürger. Man könnte Mondialismus auch mit Globalismus gleichsetzen. Nur ist dieser Begriff inzwischen durch die Globalisierung dermaßen negativ besetzt, so dass ich hier lieber den „Mondialismus“ verwende, da er auch ausdrücklich einen positiven Hintergrund besitzt.

Richard


 
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RE: The Guardian - Mondialists, unite!

#3 von Albero , 09.10.2017 20:46

Der Artikel von Isabelle Mayault ist vor einem Monat auch in einer deutschen Zeitung erschienen, in „der Freitag“ (Das Meinungsmedium) Ausgabe 31/2017:

Ein Feld für eine Welt

Ziemlich kraftlos. War doch alles nur Utopie.


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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RE: The Guardian - Mondialists, unite!

#4 von Renate Beck , 11.10.2017 06:12

Die Überschrift verstehe ich nicht. Soll sich das reimen
Und immer dieser blöde World Passport. Als wenn das der Kern der Geschichte wäre.
LG Renate

 
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RE: The Guardian - Mondialists, unite!

#5 von Richard Maxheim , 12.10.2017 08:47

Nicht meckern, schreiben!

Mein Leserbrief im Freitag:

Zitat
Vieles, was für uns heute selbstverständlich ist, war einmal Utopie. Schauen wir mal, was vor 100 Jahren in Europa los war. Frieden und Freundschaft zwischen Franzosen und Deutschen? Unmöglich. Da musste es erst noch eine Runde dicker kommen, bis man sich endlich ernsthaft ans Werk machte, eine positive Utopie zu verwirklichen.

Der Artikel handelt allerdings weniger von Utopie, sondern eher von Nostalgie. Das Strohfeuer einer mondialistischen Weltbürgerbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg ist längst Geschichte. Von den 200.000 seit der Zeit beim Pariser Weltbürgerregister eingeschriebenen Weltbürgern weilen heute noch die wenigsten unter den Lebenden. Der Zuwachs ist kaum relevant. Der World Passport von Garry Davis ist nur noch ein amerikanisches Geschäft mit einer Kuriosität. In Cahors sorgt derweil eine Hand voll Unentwegter, dass die große Zeit von damals nicht in Vergessenheit gerät. Auf ihre Aktionen wurde die Autorin durch einen Radiobericht in einem französischen Regionalsender aufmerksam. Ihr Artikel in The Guardian war mit „Mondialists, unite! The forgotten story of a global pacifist movement“ überschrieben.

Mondialisten, vereinigt euch! Dieser Ruf ist gegenwärtig aktueller denn je. Mondialisten, das sind die Menschen einer globalen Zivilgesellschaft, die eine bessere, politische geeinte Welt in einer positiven Zukunft wollen. Utopie? Selbstverständlich. Was muss noch geschehen, bevor man sich ernsthaft ans Werk macht?

Die Mondialisten - Weltbürger für die Einheit der Menschheit


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