Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#1 von Richard Maxheim , 02.08.2017 18:20

Das Thema wurde HIER abgetrennt. /Albero

Heute eine Nachricht von ICAN erhalten:

Zitat
Das Atomwaffenverbot soll Wahlkampfthema werden!

... am 24. September wählen die Deutschen einen neuen Bundestag. Nur vier Tage zuvor wird der Atomwaffenverbotsvertrag in New York zur Unterzeichnung freigegeben. Für uns ist das die perfekte Gelegenheit, das Thema in den deutschen Wahlkampf einzubringen. Die nächste Regierung sollte dem Abkommen beitreten. Aber das wird nur passieren, wenn sich die Abgeordneten im Parlament dafür stark machen. Daher wollen wir die Kandidaten aller aussichtsreicher Parteien fragen: Werden Sie sich dafür einsetzen, dass Deutschland dem Atomwaffenverbot beitritt? Werden Sie sich dafür einsetzen, dass dafür die US-Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden?

Wir wollen eine Mailaktion starten, sodass jeder Bürger und jede Bürgerin die Bundestags-Kandidaten in seinem bzw. ihrem Wahlkreis anschreiben kann. Doch dafür brauchen wir noch Unterstützung! Wir möchten eine Liste erstellen mit allen Kandidaten und deren Mailadressen. Dazu suchen wir Leute, die etwas Zeit haben und bereit sind, einige Wahlkreise oder eine Partei in einem Bundesland zu übernehmen.

Interesse? Dann melde dich möglichst schnell bei uns zurück, und zwar unter office@ican.berlin . Bitte gib deinen Namen, Mailadresse sowie Telefonnummer an. Außerdem wäre es gut, wenn du schreibst, wieviel Zeit du ungefähr hast. Details zum Ablauf lassen wir dir dann zukommen.

Jede Mithilfe zählt!


Ich habe zugesagt zu helfen, ihnen aber gleich meine Skepsis mitgeteilt, dass das noch zeitlich hinhauen wird. Versuchen kann man es ja.

Richard


 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#2 von Renate Beck , 04.08.2017 07:02

Da hätte ich auch gerne mitgeholfen.
Aber morgen gehts für 2 Wochen nach Irland.
LG Renate

 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#3 von Albero , 04.08.2017 17:18

Renate, dann wünsche ich dir eine gute Reise und besseres Wetter. Und daran denken: Immer schön links fahren!

Da bin ich auch skeptisch, dass man aus dem Thema jetzt noch auf die Schnelle ein Wahlkampfthema machen kann. Die Mehrheit der Deutschen ist zwar laut Umfrage für ein Atomwaffenverbot. Das läuft allerdings unter ferner liefen. Die Konkurrenz ist auch groß: Diesel-Eier und und und. Trotzdem kann man es versuchen. Will man richtigen Druck ausüben, dann muss man den Druck langsam aber stetig aufbauen. Dafür bedarf es einer längerfristigen Kampagne, in der Art, wie das oben vorgestellt wurde. Das hier könnte man als Einstieg in solche ein Kampagne nutzen.

Meint Albero


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#4 von Richard Maxheim , 15.08.2017 20:26

Die Aktion geht los.

Zitat
Schreiben Sie an Ihre Bundestags-Kandidaten!

Atomwaffen werden international verboten. Deutschland soll dem Vertrag beitreten.
Die Vereinten Nationen haben im Juli ein internationales Atomwaffenverbot beschlossen. Ab dem 20. September kann es von Staaten unterzeichnet werden. Setzen Sie sich dafür ein, dass Deutschland mit dabei ist. Schreiben Sie den Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl in Ihrem Wahlkreis!


Einfach nur Postleitzahl hier eingeben!

Richard


 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#5 von Albero , 16.08.2017 13:25

Gute gemacht. Ich hätte allerdings auch die AfD mit dazu genommen, rein formell, der Vollständigkeit halber. Auch wenn diese Kandidaten einem nicht behagen, sollte man bei solch einer Aktion Neutralität walten lassen. Mir missfallen auch viele Grüne, Linke und die meisten Magentas. Man kann sie trotzdem alle fragen, wie sie zu der Sache stehen.


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#6 von Richard Maxheim , 16.08.2017 16:52

Ich habe u.a. auch Listen der AfD in mehreren Bundesländern bearbeitet und die Mailadressen der Kandidaten ermittelt. Da sind nicht wenige Hackfressen dabei. Was die so von sich geben ist streckenweise unerträglich. Von daher kann ich nachvollziehen, weshalb sie bei der Aktion jetzt ausgeklammert wurden. Auf der anderen Seite werden mit hoher Wahrscheinlichkeit einige von ihnen demnächst im Bundestag sein und mit abstimmen. Wenn man berechnende Heuchelei gegen ehrlichem Schwachsinn aufwiegt, dann hätte man auch andere außen vor lassen müssen. Deshalb teile ich deine Meinung.

Richard


 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#7 von Renate Beck , 19.08.2017 10:29

Ist erledigt.
Ich habe den Link noch über unseren Verteiler an alle Eine-Welt-Läden in Bayern geschickt.
LG Renate

 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#8 von Markus Rabanus , 19.08.2017 21:52

Ich hatte den Link am 16.08. an unser WF-Facebook-Gruppe mit folgendem Text weitergereicht und mich zu dieser Problematik prinzipiell positioniert:

"ICAN Germany hat sich diese superpraktische Unterstützungsaktion für den Atomwaffenverbotsvertrag ausgedacht.
Die Aktion ist an die Bundestagskandidat/innen gerichtet, in deren Wahlkreis wir uns befinden.
Man kann einzelne Kandidaten rauspicken, aber ich klickte auf "Alle", denn nicht nur diejenigen, die ich wähle, schulden mir Interessenvertretung, sondern alle, die es durch Kandidatur behaupten."


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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#9 von Richard Maxheim , 20.08.2017 20:29

Ich habe damit begonnen Mails zu verschicken, an alle, die mir gerade so einfallen, hauptsächlich an Adressaten in meinem Wahlkreis.

Zitat
Sehr geehrte Damen und Herren,

mehr als 120 Staaten haben im Rahmen der UNO einen Vertrag zur Ächtung von Atomwaffen beschlossen. Das völkerrechtlich verbindliche Abkommen verbietet neben der Herstellung, dem Einsatz und Besitz auch die Drohung mit einem Nuklearschlag sowie die Stationierung von Atomwaffen in anderen Staaten.
Die Bundesregierung hat an den Verhandlungen leider nicht teilgenommen. Doch es ist noch nicht zu spät: Die kommende Bundesregierung kann dem Vertrag beitreten und so ihre abrüstungspolitische Glaubwürdigkeit wiedererlangen. Offiziell setzt sich Deutschland schließlich für eine Welt ohne Atomwaffen ein.
Ob sich was bewegt, hängt entscheidend von den Wählerinnen und Wählern ab. Schreiben Sie darum den Bundestags-Kandidaten in ihrem Wahlkreis und fragen sie nach, wer sich in der kommenden Legislaturperiode für die Unterzeichnung des Verbotsvertrags einsetzen will.
ICAN Deutschland hat dazu einen Text formuliert, den sie verwenden können. Sie können ihn auch ergänzen oder eine eigene Mail schreiben. Geben sie für die Mailaktion einfach ihre Postleitzahl auf der folgenden Seite ein:

https://nuclearban.de/

Ich würde mich sehr über ihre Teilnahme an dieser wichtigen Aktion für eine atomwaffenfreie Zukunft freuen. Bitte verbreiten sie diesen Aufruf auch weiter!
Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank

Richard Maxheim
http://weltbuerger-forum.xobor.de/


 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#10 von Renate Beck , 26.08.2017 09:45

Das habe ich auch so gemacht.
LG Renate

 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#11 von Richard Maxheim , 14.09.2017 17:07

Newsletter von heute:

Mit einer repräsentativen Umfrage und buntem Protest bringen wir das Atomwaffenthema in die breite Öffentlichkeit.

http://mailchi.mp/e90f64a0ba1e/yougov-um...st?e=45ff6649c0


 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#12 von Renate Beck , 17.09.2017 19:15

Hat Xanthe Hall schon einen Friedenspreis bekommen ?
LG Renate

 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#13 von Richard Maxheim , 20.09.2017 19:25

Bis jetzt habe ich hier in meinem Wahlkreis nichts davon bemerkt, dass das Atomwaffenverbot zum Wahlkampfthema geworden wäre. Auf die Mailaktion hat nur die Direktkandidatin der Linken geantwortet, sogar ziemlich ausführlich:

Zitat
... gerne beantworte ich ihre Frage, wie auch schon ihrer Frau? geantwortet habe.

Selbstverständlich und ohne jeden Zweifel stehe ich konsequent für ein weltweites Verbot von Atomwaffen, gegen eine atomare Teilhabe Deutschlands und werde mich für ein Unterzeichnen des Vertrages zur Ächtung von Atomwaffen stark machen und das unabhängig von möglichen Koalitionsverhandlungen.

Leider hat die Bundesregierung, wie auch die meisten Nato-Mitglieder die Verhandlungen boykottiert.
Die von der Bundesregierung angeführten Argumente des Boykottierens der Verhandlungen, halte ich für vorgeschoben, um sich letztendlich die Option der „nuklearen Teilhabe“ aufrecht zu erhalten.
Die Bundesregierung hat den Atomwaffensperrvertrag 1973 nur unter dem Vorbehalt einer deutschen Mitverfügung über Atomwaffen im Rahmen einer europäischen Militär- und Sicherheitspolitik unterzeichnet.
Gerade im Zuge der verbalen Auseinandersetzung zwischen dem amerikanischen Präsidenten und des nordkoreanischen Machthabers und einer offenen verbalen Drohung eines atomaren Erstschlages, ist es um so wichtiger endlich den Bundestagsbeschluss aus 2010 umzusetzen, der den Abzug aller stationierten Atomwaffen in Deutschland fordert.
Aber nicht nur Büchel bereitet mir große Sorge aufgrund des erneuten "Aufrüstens" des Standortes, sondern auch die "Aufrüstung" der Airbase Rammstein. Rammstein dient auch als Führungs-, Kommando- und Kontrollstützpunkt für das sogenannte Raketenabwehrsystem zur Enthauptung der russischen nuklearen Zweitschlagskapazität. Sie wird aktuell aufgerüstet mit mehr Personal und militärischem Gerät.

Ganz aus dem Focus geraten ist Baumholder. Hier baut die US-Armee ganz massiv ihren Stützpunkt aus. Es soll zum "Nervenzentrums Europas" ausgebaut werden. Bis zu 7000 Soldaten werden neu stationiert. Unter anderem wird dort der Planungsstab für die West-Ost- Achse entstehen, militärisches Trainingszentrum und Ruheraum der zurückkehrenden Soldaten.

Ich werde mich nicht nur für den Abzug der atomaren Waffen in Büchel einsetzen, sondern auch für die Schließung Ramsteins . Die US-Kaserne in Baumholder steht für mich ebenso im Blickpunkt und werde dementsprechende Anfragen im Bundestag stellen.
Diese drei Stützpunkte stellen für mich ein direkten Zusammenhang her, den wir nicht ausser acht lassen sollten.

Dies sehe ich als ganz klaren Auftrag als mögliche Bundestagsabgeordnete des Bürgers an mich.

Ganz persönlich wünsche ich mir eine starke Friedensbewegung, wie in den frühen 80´gern, als wir es durch unseren Protest erreichen konnten, das die Pershing II Raketen nicht stationiert werden konnten.


Auch wenn nicht alles stimmt, was sie geschrieben hat, bekommt sie meine Erststimme. Wenn die anderen Kandidaten zu faul sind um zu der Frage Stellung zu nehmen, bin ich auch zu faul sie zu wählen.

Richard


 
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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#14 von Markus Rabanus , 20.09.2017 21:10

@Richard, die anderen sind "voll im Stress" ;-) Wer einen Listenplatz hat oder Direktkandidat ist, schuldet jetzt vor allem seiner Partei Dauereinsatz. Das ist recht normal und verzeihlich. Umso außergewöhnlicher, beachtlicher, dass die Antwort dieser Direktkandidatin doch recht passabel ausfiel. - Vielleicht lässt sich mit ihr noch mehr veranstalten.


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RE: Atomwaffenverbot als Wahlkampfthema

#15 von Albero , 21.09.2017 13:49

Zitat
Ganz persönlich wünsche ich mir eine starke Friedensbewegung, wie in den frühen 80´gern, als wir es durch unseren Protest erreichen konnten, das die Pershing II Raketen nicht stationiert werden konnten.


Das ist Unsinn. Die Stationierung der Pershing II konnte nicht durch die Proteste der Friedensbewegung verhindert werden. Erst durch den INF-Vertrag wurden sie abgerüstet. Die damalige Stärke der Friedensbewegung reichte nicht aus und ist heute sowieso ein Illusion. Die Kandidatin der Linken vertritt die Position ihrer Partei, die einseitig auf Anti-NATO gebürstet ist.

Zitat
…für das sogenannte Raketenabwehrsystem zur Enthauptung der russischen nuklearen Zweitschlagskapazität.


Mir hat keiner der Kandidaten aus meinem Wahlkreis geantwortet. Natürlich haben die alle jetzt viel zu tun. So eine vorgefertigte Kampagnen-Anfrage fällt dann schnell unter den Tisch. Es gibt sicherlich noch mehr Themen, die in der Art vorgebracht wurden. Es scheint mir auch so, dass der Atomwaffenverbotsvertrag kein Wahlkampfthema ist und auch nicht durch diese kurzfristige Kampagne gemacht werden konnte. Ich habe das auch nicht für möglich gehalten.


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
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