1. September Antikriegstag – Kundgebung in Berlin

#1 von Richard Maxheim , 24.08.2017 21:03

16 bis 18 Uhr am Brandenburger Tor

Die Initiative „Neue Entspannungspolitik JETZT!“ veranstaltet – gemeinsam mit den NaturFreunden, den Friedensorganisationen IPPNW und ICAN, sowie mit DGB Berlin-Brandenburg und den Gewerkschaften ver.di Berlin/Brandenburg, IG-Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen und GEW-Berlin – die o.g. Kundgebung zur Erinnerung an den Beginn des 2. Weltkrieges, der vor nunmehr 78 Jahren mit dem Überfall Hitlerdeutschlands auf Polen begann.

Aufruf zur Kundgebung in Berlin (PDF)

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RE: 1. September Antikriegstag – Kundgebung in Berlin

#2 von Albero , 25.08.2017 00:17

Na prima, der Berliner Querfront-Klüngel scheint hier keinen Einfluss zu nehmen. Das ist schon mal entspannend. Dann am 17. September eine Kundgebung auf dem Platz des Roten Friedens in Moskau, und die Aktion ist perfekt. Das war ja damals auch Stalinrussland, mit dem heutigen Russland nicht vergleichbar.


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
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RE: 1. September Antikriegstag – Kundgebung in Berlin

#3 von Renate Beck , 25.08.2017 06:23

Richtig !!!
Die Russen hatten damals bei der Sauerei mitgemacht. Natürlich war Deutschland dabei der Anführer. Aber eine öffentliche Erinnerung in Moskau wäre trotzdem nicht mehr als richtig. Ich glaube aber dass man damit dort die größten Probleme bekommen würde.
Putin ist nicht Stalin. Aber er hat durch seine aggressive Politik viel Vertrauen in Russland zerstört. Jetzt versucht er durch faule Tricks und Lügen die Meinung im Westen zu manipulieren. Das zerstört noch mehr Vertrauen.
Man sollte es trotzdem mit Entspannung versuchen auch wenn es schwer fällt. Es wird eine Zeit nach Putin geben. Ich habe gelesen dass er viele Freizeitvergnügen hat bei denen man sich bestens den Hals brechen kann.
LG Renate

 
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RE: 1. September Antikriegstag – Kundgebung in Berlin

#4 von Albero , 25.08.2017 12:37

Deshalb hier nochmals ein treffender Kommentar vom letzten Jahr, in dem es abschließend heißt:

Zitat
Es ist eigentlich überflüssig, das zu sagen, aber hier nochmal zum Mitschreiben: Nein, man darf nicht wieder in das alte Wettrüsten verfallen. Ja, man muss die Gesprächskanäle mit Moskau weiter ausbauen. So wie gerade beim Nato-Russland-Rat. Die Frage ist aber, wie man die Verhandlungen führt. Gespräche sind die Grundlage, doch der Gegendruck darf nicht fehlen.
Beim Thema Russland-Diplomatie mag Deutschland auch über 70 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg besonders in der Pflicht stehen. Wer sich deshalb aber zum Sprachrohr eines demokratiefeindlichen Moskaus macht, hat wohl irgendetwas falsch verstanden.


Aber eins muss man auch ganz deutlich sagen: Dazu braucht man keine Atombomben. Die nukleare Abschreckung ist ein gemeingefährliches Hirngespinst.

Meint Albero


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
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RE: 1. September Antikriegstag – Kundgebung in Berlin

#5 von Richard Maxheim , 31.08.2017 00:11

Man muss leider sehen, dass die gegenwärtige Politik Russlands von irrationalem Nationalstolz geprägt ist, zu dem auch der ganze militärische Popanz gehört. Da darf man sich nichts vormachen. Um die eigene Position zu stärken, versucht die russische Propaganda alles, um die westliche Staatenwelt zu destabilisieren und den Antiamerikanismus zu schüren. Dabei hat sie einen hervorragenden Verbündeten direkt in Washington: Trump ist Trumpf.

Trotz allem ist weiter Entspannungspolitik angesagt. Dabei kann man ruhig zeigen, dass man sich nicht verarschen lässt. Aber an einer Politik der progressiven Vernunft führt kein Weg vorbei. Ich bin davon überzeugt, dass es in hohem Maße der nachhaltigen Wirkung der Entspannungspolitik Willy Brandts der 70er zu verdanken ist, dass sich – trotz NATO-Nachrüstung der 80er – die Wende nicht so entwickelt hat, wie in dem Szenario dieses Films dargestellt.


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RE: 1. September Antikriegstag – Kundgebung in Berlin

#6 von Markus Rabanus , 01.09.2017 13:04

Angeguckt. Sehr beruhigend ;-) , dass die Nato immer nur in Sachen Verteidigung unterwegs ist.

Zum Szenario 1.Phase:
Mit Panzer-Tempo 70 über die Demarkationslinie zu tuckern, hätte es schwer, die Sperrfeuer der Nato zu durchdringen, zumal "flexible response" (seit 1959) schon dafür taktische Atomwaffen vorsah.
Und es ist sehr wahrscheinlich, dass es dazu dann auch gegen den Überlebenswillen Deutschlands gekommen wäre, jedenfalls aus Sicht nicht nur der drei Atommächte USA, Frankreich und Großbritannien, sondern aller westlichen "Verbündeten":

Dass zunächst "konventionell" gekämpft werde, dafür spricht zwar die Personalstärke und auch die Panzerbewaffnung beider Seiten jener Tage, aber ich hielt es für eine entweder (wenngleich sehr teure) Symbolik oder für "Befreiungsvorhaben", die sodann auch nicht ohne Besatzungsarmeen auskommen würde.

Jedenfalls entlockte ich "meinen Genossen in DDR-Uniform" öfter mal Bedenken, dass "der rasche Vormarsch zum Rhein" vermutlich schon in Braunschweig wegen defekter Panzerketten ins Stocken gerate. Und dass es lohnt, sich auch mal mit Wahlergebnissen zu befassen, denn vom Stimmungsbarometer hängt die Qualität einer Party ab.

Scherzhaft und "unter Genossen" gab es mehr Wahrheit als in hart geführten Abrüstungsverhandlungen, deren Beobachter ich mitunter war, 17. MBFR-Verhandlungen in Wien. Nur Lug und Trug gegenseitiger Art.
Aber mir blieb eben unter dem Strich das Wissen über wirtschaftliche Kräfteverhältnisse, über die wettbewerbliche Ineffizienz der sozialistischen Planwirtschaften - und den Schlussfolgerungen des Westens daraus, den Osten "totrüsten" zu können und auch zu wollen.

Zum weiteren Szenario:
Umgekehrt kam die "Befreiung Berlins" in der Fiktion ein bisschen schlank rüber. Zum Feiern wäre in meiner Stadt, falls angekommen, sicherlich keine Gelegenheit gewesen.

"Planspiele" - und alles kommt anders, weil Eigendynamik mitmischt - und für Bündnisse nichts anderes gilt als für jedes militärische Unterfangen: Die Vordersten haben die schlechtesten Karten.
Eine Schlussfolgerung daraus hätte lauten können: Die beiden Deutschlands - ob Teil der Bündnisse oder neutral - hätten demilitarisiert sein müssen, denn je weiter gegnerische Kampfverbände auseinander, desto schwerer tut sich ein "Überfall".

Zwar wären die beiden militärisch neutralen Deutschlands im Konfliktfall ebenfalls "Schlachtfeld" und abgemurkst worden, aber ein konventioneller Krieg wäre wegen des zuvor genannten Argumentes unwahrscheinlicher gewesen.

Warum war das kein Thema in jenen Tagen?

1. Für die DDR kam es nicht in Betracht, weil die SED genau diesen Militarismus zur Aufrechterhaltung der Macht benötigte.
2. Die Bundesrepublik Deutschland von Adenauer bis Brandt, Schmidt und Kohl war zu bekloppt.
3. Die Großmächte waren zu bekloppt, die Entspannungs-Vorteile einer entmilitarisierten Zone zu verstehen.

Lohnt nachträgliches Lernen? "Prinzipiell JA", aber konkret muss ich mal in Ruhe überlegen ;-)

Die Realität des Kalten Krieges - und auch heute: Es wird dauernd provoziert. Auf See und in der Luft werden Scheinangriffe geführt, zwar sehr anfänglicher Weise, aber zwecks Prahlerei, "was man sich traut".
Wer gelegentlich RiaNovosti besucht, bekommt vom Spiel mit dem Feuer reichlich mit. Und reichlich plump. Mit etwas Sensibilität für solche Belange findet man es auch umgekehrt in Dokus von ZDF-History.
Das Provokationssproblem werde ich mir mal vornehmen müssen und mit Quellen unterlegen, denn hat wirklich große Bedeutung. Auch für die notorisch unterschätzte "Versehentlichkeit".

Notorisch unterschätzt, weil wenn man die "Restrisiken" ernstnehmen wollte, nämlich auf der Ebene von Hauptrisiken anerkennt, dann wären daraus Schlussfolgerungen zu ziehen, die das gesamte Regime rivalisierender Doktrinen und Rüstungen in Frage stellen.

So, das Leitpsoting ist mit dem Antikriegstag und Demoaufruf getitelt.

Selbstverständlich ;-) haben wir das auch auf den entsprechenden Titelseiten: www.antikriegstag.de und www.friedensdemonstration.de


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Die Antikriegstag-Rede von Frank Bsirske

#7 von Markus Rabanus , 02.09.2017 21:35


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Antikriegstag-Rede von Alex Rose

#8 von Markus Rabanus , 04.09.2017 13:18

In die Facebook-Gruppe schob ich noch die Rede des IPPNW-Vorsitzenden hoch. Für Youtube müsste ich wegen der 15-Minuten-Grenze entweder zweiteilen oder einkürzen. Vielleicht mache ich das noch, denn sie hat viel Substanz.


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Antikriegstag-Rede von Alex Rose

#9 von Markus Rabanus , 04.09.2017 20:30

Upload hat nun doch geklappt.


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RE: Antikriegstag-Rede von Alex Rose

#10 von Richard Maxheim , 04.09.2017 23:05

Beide Reden sind gut, die zweite ist sehr gut. Danke für die Dokumentation.

Leider ist die Anzahl der Teilnehmer auf dem Platz in der Hauptstadt nicht so berauschend. Aber die Macht der Straße ist für die Friedensbewegung sowieso schon lange vorbei. Es müsste – spätestens nach der Bundestagswahl – mit anderen Aktionen losgehen. Wir hatten zum Atomwaffenverbotsvertrag eine Idee:

Atomwaffenfreie Welt – und was dann? (2)

Richard

Nachtrag: Die Rede von Alex Rosen ist jetzt auch bei ICAN-Deutschland auf Facebook.


 
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RE: Antikriegstag-Demo Berlin

#11 von Markus Rabanus , 05.09.2017 23:01

@Richard, in Anbetracht des guten Programms war zu wenig mobilisiert.
Und dort hätte ich ooch ruhig mal Eigenwerbung mit selbstgedruckten DIN-A6-Flyern machen können, bspw. http://unsere.de/unopazifismus2017kurzversion.jpg

Freut mich, dass ICAN unser Smartphone-Video entdeckte und auf die Seite genommen hat.
Im Abspann steht u.a. www.uno-pazifismus.de und dort dann sicherlich auch der Link zum Thema "Weltrepublik" und Forum hier. Millionen werden kommen ;-)


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RE: Antikriegstag-Demo Berlin

#12 von Richard Maxheim , 06.09.2017 15:02

Der Flyer ist prima. Kurz und eingängig.
Ich habe ihn noch auf meine Seite "Atomwaffenverbot" (klick Banner unten) gesetzt.

Gruß
Richard


 
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Minimalkonsens der Friedenspolitik

#13 von Markus Rabanus , 09.09.2017 14:30

@Richard, ja, war schön knapp, aber jetzt doch zwei Zeilen mehr, weil FRECHER ;-) , wenn es als "Minimalkonsens" gefordert wird - und nicht bloß als weitere Spielart von Friedensbewegung. Auch die Titelseite entmüllt plus Textglättung.

Falls keine Veränderung sichtbar, dann "Seite neu laden" >> www.inidia.de/unopazifismus.htm

LG


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