Auf dem Weg zur demokratische Weltföderation

#1 von Albero , 19.05.2016 23:45

„Das Ziel der politischen Einigung der Menschheit muss die ökologische und demokratische Weltföderation sein. Der Weg dort hin führt über die schrittweise Demokratisierung und Weiterentwicklung der Vereinten Nationen. …... Auch wollen wir keinen zentralistischen Weltstaat mit einer mächtigen Weltregierung, der dann entstehen könnte, wenn der Druck der Probleme so ansteigt und die Ereignisse sich dermaßen überstürzen, dass bei dem nun unumgänglichen Einigungsprozess hektischer Aktionismus statt ruhige Vernunft das Geschehen bestimmt. Wir wollen Weltbürger sein, keine Weltuntertanen. Wir streben den Weltfrieden an, nicht die Fortsetzung der Kriegsgeschichte durch Weltbürgerkriege. Deshalb setzen wir uns schon heute für eine ökologische und demokratische Weltföderation ein, auch wenn viele das noch als Utopie ansehen.“



Hier haben wir eine klare Aussage für den Weltföderalismus. Natürlich ist das noch eine Utopie, aber sie muss ja nicht falsch sein. Vieles was heute selbstverständlich ist, wurde früher als utopisch belächelt. Durch intelligente Planung der Zukunft, auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, ließe sich diese Utopie in wenigen Jahrzehnten in eine positive Realität umwandeln.

Albero


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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RE: Auf dem Weg zur demokratische Weltföderation

#2 von Richard Maxheim , 24.05.2016 21:12

Ossip K. Flechtheim schrieb Ende der 60er Jahre in seinem Werk „Futorologie – Der Kampf um die Zukunft“ (Seite 37):

Zitat
Das Ergebnis der Überlegungen dieses Bandes vorwegnehmend, sei aber schon hier das Vorausdenken von drei Schemata oder Alternativen angedeutet, das zur Erhellung der Zukunft beitragen mag. Das erste und vielleicht nicht einmal unwahrscheinlichste Modell wäre in der Tat das Ende der Menschheit oder zumindest der Untergang der modernen Zivilisation als Folge verheerender Kriege. Das zweite Modell liefe dagegen auf eine relative Stabilisierung bürokratisch-technokratischer Regime der Rüstung und Raumfahrt hinaus, die mit dem Begriff Neo-Cäsarismus umschrieben werden könnten. Die dritte und vielleicht sogar wenigst wahrscheinliche Variante der Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert wäre eine solidarische Weltföderation mit Planung der Zukunft der Menschheit im Dienste von Frieden, Wohlfahrt und Kreativität.


Ich hatte 1980, anlässlich einer Vortragsveranstaltung im Rahmen der damaligen Friedensbewegung, die Gelegenheit mit Prof. Flechtheim kurz über das Thema Weltföderalismus zu sprechen. Er meinte sinngemäß, dass die Friedensbewegung nicht für diese Zukunftsperspektive zu gewinnen sei, da es sich bei ihr um eine Anti-Bewegung gegen den geplanten Schub in der Atomrüstung handele. Dieser Widerstand sei sehr wichtig, für den Weltfrieden existenziell und möglichst nicht durch utopische Ideen zu zerstreuen. Außerdem würde die Gegenseite sogleich das Schreckgespenst einer „Sozialistischen Weltrepublik“ ins Feld führen.

Nach mehr als 30 Jahren hat sich die geopolitische Gefahrenlage ja etwas verschoben. Das ganze läuft tatsächlich – sollte es nicht doch noch zu einem dritten Weltkrieg kommen – auf diesen Neo-Cäsarismus hinaus. Und der wäre auf Dauer wirklich keine ideale Voraussetzung für eine positive Zukunft der Menschheit. Ich denke, dass es heute an der Zeit ist, sich für die dritte Variante nach Flechtheim verstärkt einzusetzen. Es geschieht dafür auch schon einiges, muss aber noch mehr werden. Vor allen Dingen brauchen wir klare Zukunftsperspektiven, ohne uns dabei von den Störungen und Zwängen der Tagespolitik allzu sehr einschränken zu lassen. Die gefährlichste Nation ist die Resignation.

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RE: Auf dem Weg zur demokratische Weltföderation

#3 von Richard Maxheim , 15.02.2017 21:12

Treffpunkt Weltföderation

Heute habe ich bei Facebook die Gruppe „Treffpunkt Weltföderation“ eröffnet, zu der ich alle Weltbürger einladen möchte, die ebenfalls eine demokratische Weltföderation befürworten.

https://www.facebook.com/groups/168218663678731

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