RE: 16.-18.Feb.2018 - Friedenskonferenz München

#16 von Albero , 22.02.2018 12:13

Sehr gut, das kannst du dem ruhig schreiben.


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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Münchner Sicherheitskonferenz

#17 von Markus Rabanus , 22.02.2018 12:24

Ach, ich lasse sie in Ruhe. Ab und an muss man sich einfach mal abreagieren und sieht es am nächsten Tag entspannter.


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RE: Münchner Sicherheitskonferenz

#18 von Markus Rabanus , 22.02.2018 12:31

Okay, @Albero, unsere Posts haben sich überschnitten, weil ich zwischendurch über die Münchner SiKo schrieb.
Also schicke die Kritik mal ins FB der DFG/VK.


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Friedenskonferenz

#19 von Markus Rabanus , 24.02.2018 17:23

Ich hatte schon vermutet, dass ich zum "Miteinander reden" erst nach Syrien reisen müsse ;-) , aber inzwischen wurde per Privat-Mitteilung nett reagiert. Ich könne mich an den Interviewten direkt wenden. - Stimmt. Das kann ich. Und werde es vielleicht auch noch tun, wobei es gescheiter wäre, auch öffentlich zu diskutieren.

Jedenfalls lautete meine Antwort:

"DANKE !!! Werde ich tun, aber auch die anderen Berichte anschauen, sobald veröffentlicht, denn "Wir müssen reden" 😉
2020 sollen Beratungen zur UNO-Reform gipfeln.
Der Atomwaffenverbotsvertrag v. 7.7.2017 zeigte emanzipatorische Kraft von zunächst immerhin 122 Befürworterstaaten. Ich hoffe sehr, dass sich auch in Bezug auf den Weltsicherheitsrat etwas tun wird, um das völkerrechtliche Gewaltmonopol der Vereinten Nationen gegenüber den nationalistischen Egoismen zu stärken. LG"


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Ostermärsche 2018

#20 von Albero , 02.04.2018 15:46

Nach Durchsicht der 40, bei der „Friedenskooperative“ veröffentlichten Ostermarsch-Aufrufen kann ich sagen, dass auf dieser Schiene kaum Fortschritte in Richtung Weitsicht auszumachen sind. Die Friedensbewegung dreht nach wie vor die übliche Leier von Anklage und Protest, mal mehr, mal weniger zu Recht. Die Forderung nach Abrüstung ist durchgängig (statt Aufrüstung, wie originell). Natürlich will man, dass Deutschland dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitritt und amerikanischen Atombomben aus Büchel verschwinden. Das ist unbestritten richtig. Kritisiert werden deutsche Rüstungsexporte und Auslandseinsätze der Bundeswehr. Eine neue Entspannungspolitik soll her.
Dann wird es immer schwieriger, denn klare Vorstellungen dazu sind nicht erkennbar. Es sei denn, man rollt auf dem Gleis der Putin-Propaganda, so wie Reiner Braun bei der Abschlusskundgebung in München. Die NATO ist der einzige Bösewicht auf dieser Welt, der das arme, wehrlose Russland umzingelt und auch sonst nichts als Krieg im Sinn hat. Solche Reden sind unter aller Sau und diskreditieren die Friedensbewegung nachhaltig.
Ansonsten, örtlich unterschiedlich Probleme mit Militäranlagen oder ähnlichen Einrichtungen, wo Proteste durchaus berechtigt sein mögen, aber keinerlei konstruktive Zukunftsperspektiven. Einzig die Veranstalter des Ostermarsches Rhein-Neckar in Heidelberg treten am Ende ihres Aufrufs für „eine Stärkung der UNO für die friedliche Konfliktbearbeitung“ ein. Da wird wieder nur eine zahnlose UNO gefordert, welche bei zukünftigen Völkermorden – so wie in Ruanda geschehen – wieder nur machtlos zusehen kann. Diesen Müsli-Pazifismus finde ich langsam nur noch zum Kotzen.


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RE: Ostermärsche 2018

#21 von Markus Rabanus , 02.04.2018 18:27

@Albero, "allmählich zum Kotzen" kann es uns kaum sein, denn dafür kennen wir es zu lange.

Dass die Friedensbewegung Dusselszeug redet, liegt auch daran, dass wir nicht mitreden, sondern es vorziehen, durch Vergabe schlechter Noten auch maximal engagierten Aktivisten wie Reiner Braun in den Rücken zu fallen.

Also wenn schon verhindert oder zu bequem, um an solchen Veranstaltungen (auch vorbereitend) und durch Verlautbarungen teilzunehmen, dann halte ich solidarischeren Ton für angebracht, denn wir leben nur einmal und zwar in dieser Welt mit diesen Aktivisten - und mit denen gilt es zu arbeiten, es sei denn, Putin und Trump rufen an und fragen uns höflich um Rat.

Ich hörte mir die Youtube-Übertragung der Rede von Reiner Braun an - und nahm dort in folgender Weise Stellung:

Vieles richtig, aber Russlands Nationalismus und Rolle in Ostukraine, Syrien, Krim-Annexion und im internationalen Waffenhandel auszublenden, weil womöglich als bloße Reflexe auf westliche Bosheit interpretiert, ist falsch.

So dienlich Freundschaft mit Moskau wäre, ist Freundschaft für Kritik keine Voraussetzung, wie es Reiner Braun sagt und in seiner Kritik am Westen zu vermissen wäre.
Für Kritik lauten die Kriterien: a) inwieweit angebracht und b) fair, also doppelte Standards vermeidend.

Die Auslandseinsätze der Bundeswehr betreffend, sollte unterschieden werden zwischen UNO-Mandatierten und Nato-Alleingängen, die sämtlich einzeln zu beurteilen sind und zwar unter Berücksichtigung, dass die Weltpolitik noch immer antiquiert selbstjustiziellen Konzepten folgt, während das Völkerrecht in andere Richtung weist, der UNO den Vorrang und die Letztentscheidung einzuräumen.

Eine deutsche Sonderrolle wäre mir gleichwohl lieb, denn nach zwei angezettelten Weltkriegen wäre Veranlassung genug, anderen Staaten das Militärische zu überlassen und die Welt mit deutscher "Katastrophenwehr.de statt Bundeswehr" zu beglücken - und auf die Durchsetzung der UNO-Charta nebst sinnvollen Reformen zu drängen.

So sehr "Abrüstung statt Aufrüstung" zur Entspannung beitragen würde, stimmt die weit verbreitete Vorstellung "Waffen und Feindbilder weg = Frieden" so wenig wie umgekehrtes "Friedenssicherung setzt Kriegsvorbereitung voraus".
Und es gibt da auch keinen Mittelweg, sondern bloß den schrittweisen und schließlich gänzlichen Abschied von der Selbstjustiz hin zu einem globalen UNO-Gewaltmonopol.

Mal knapp skizziert unter >> www.pazifistisches-manifest.de


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RE: Ostermärsche 2018

#22 von Richard Maxheim , 02.04.2018 20:21

Ich würde solchen „maximal engagierten Aktivisten“ auch nicht in den Rücken fallen wollen, sondern ihnen lieber ein Stückchen tiefer einen Tritt versetzen. Sie schaden der Friedensbewegung enorm und vermurksen jede seriöse Friedensarbeit mit ihrer Pseudo-Friedensbewegung. Das ist wie Quacksalberei in einer Unfallklinik. Das lässt sich nicht schön reden. Du hast ja selbst das Falsche aus Brauns Rede erkannt. Das ist gravierend, eigentlich vernichtend. Und es ist tragisch, das die Münchener Friedensorganisationen sich damit selber in den Hintern treten. Nur eine Gruppe hatte dort den MUT, dem zu widersprechen. Alle anderen kann ich nur noch als Friedenspfeifen ansehen, jedenfalls momentan, so leid es mir tut.

Mal gucken, dass ich heute noch einen Artikel zum Thema Ostermärsche auf die Reihe bekommen, mit Kritik – ohne das Braun'sche allzu breit zu treten – und erneutem Hinweis auf den UNO-Pazifismus, als Angebot für eine bessere und effektivere Friedensbewegung. Das wäre dann wieder mal einer unserer Versuche, als Mondialisten bei der Friedensbewegung mitzureden, denn wir haben wesentliche Zukunftsperspektiven. Welche Noten sollen wir denen geben, die sich taub stellen?

Richard


 
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RE: Ostermärsche 2018

#23 von Richard Maxheim , 03.04.2018 17:44


 
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RE: Ostermärsche 2018

#24 von Markus Rabanus , 04.04.2018 00:09

@Richard, die Dussel haben jetzt auch noch die Kommentar-Funktion zum Youtube-Video der Braun-Rede deaktiviert. Mein Kommentar futsch ;-)

Egal, sinnigerweise hatte ich es hier her kopiert und konnte es nun unter das Redemanuskript seines Facebook posten. - Mal schauen.

Demnächst werde ich ihm mal per Privat-Message mitteilen, was ich von seinem Einstein-Buch-Vorwort (2005) halte, denn wenn er "Frieden - Weltordnung oder Weltuntergang" von Einstein jemals gelesen hat, dann durfte er nicht auslassen, dass Einsteins Friedenstexte von A bis Z weltstaatlich sind - und zwar als unbedingte Friedensvoraussetzung.

Auch Gorbatschow, von dem er eine Zuschrift in seinem Buch hat, lobt Einstein zwar gebührend wegen "Neues Denken" usw., aber auch Gorbatschow scheint bloß verfälschende Sekundär-Literatur über Einstein gelesen zu haben.
Sehr schade, denn unter seinem intellektuellen Level - und mir aus den Achtzigern anders in Erinnerung. Muss ich mal prüfen. Aber das Fehlen konsequenter Weltbürgerlichkeit war auch schon in einer Gorbatschow-Veröffentlichung ("Appell an die Welt", 2017) von Franz Alt aufgefallen.


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RE: Ostermärsche 2018

#25 von Renate Beck , 04.04.2018 06:56

Der Artikel ist
Man müsste ihn allen Ostermarschierern schicken damit sie ihn auch lesen.
Sehr geehrte Friedenstaube und -blinde undsoweiter .....
Bei der Friedenskooperative findet man ja die Links zu den Veranstaltern. Ich könnte das heute im Nachtdienst erledigen.
Die MUTmacher muss ich mir merken.
LG Renate

 
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RE: Ostermärsche 2018

#26 von Richard Maxheim , 04.04.2018 17:05

Hallo Renate,

lichen Dank für das Angebot, aber ich habe das bereits erledigt. Bei YouTube wurden ebenfalls kurze Hinweise in den Kommentaren hinterlegt:
Die Mondialisten haben zu den bundesweiten Ostermärschen einen kritischen Artikel verfasst:
https://www.openpr.de/news/998782.html
Es gibt auch schon ein paar Reaktionen darauf. Bei der FrieKo waren nicht alle Mailadressen angegeben und einige bereits nicht mehr gültig. Es ist auch fraglich, ob die Nachricht das Fußvolk erreichen wird. Deshalb wäre es vielleicht nicht verkehrt, wenn @Markus das noch bei den Facebook-Gruppen der Ostermarschierer posten könnte.

Hallo Markus,

ich leite dir Mails von der Friedenskoordination Potsdam weiter. Wie du siehst, besteht da Klärungsbedarf. Vielleicht möchtest du das übernehmen, denn du hast ja entsprechende Alternativvorschläge parat.

Richard


 
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RE: Ostermärsche 2018

#27 von Renate Beck , 04.04.2018 23:42

Da warst du mal wieder zu schnell.
Dann mache ich halt bei meiner Mailaktion weiter. Knapp die Hälfte habe ich schon geschafft.
LG Renate

 
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Offener Brief an die Friedensbewegung 2018

#28 von Markus Rabanus , 05.04.2018 20:38

Im Moment bloß Entwurf:

Da bekanntlich alle Aufrüster und Kriegstreiber die eigene Friedfertigkeit geloben, deren militärische Selbstverteidigung angeblich beabsichtigt sei, hätte die schlüssigste Forderung der Friedensbewegung zu lauten:
"Wenn Ihr alle so friedlich seid, dann unterstellt doch endlich all' Eure Militärs den Vereinten Nationen und streitet Euch nur noch demokratisch, diplomatisch und vor Gerichten, wie es sich für friedliche Regierungen gehört."

Wenn die Friedensbewegung ernsthaft pazifistisch und nicht bloß entrüstet sein will, dann bedeutet die "radikale Alternative" zur Kriegspolitik nicht die Rückkehr zur Steinschleuder, sondern die Abkehr vom antiquierten Konzept der Selbstverteidigung hin zum Gewaltmonopol der reformiert Vereinten Nationen.

Wer den Nationalismus bloß einzudämmen versucht, ihm aber nicht mit der Konsequenz abschwört, dass einzig und allein die Weltorganisation zur höchsten Entscheidung internationaler Konflikte berufen ist, kann zwar weiterhin Mahner für Entspannung und Abrüstung sein, aber stellt die Weiche nicht in Richtung Weltfriedensordnung um, so dass der "Krieg Fortsetzung von Politik" gegeneinander "Ultima ratio" bleibt - und folglich auch das Wettrüsten antreibt.

"Das Ziel des Pazifismus ist nur durch eine übernationale Organisation erreichbar. Die bedingungslose Befürwortung dieses Zieles ist das Kriterium des wahren Pazifismus."
Albert Einstein, Brief an A. Morrisett vom 21. März 1952

Überdies und nur dann wäre die Friedensbewegung mit solch' Bekenntnis zum UNO-Gewaltmonopol auf einen Schlag sämtliche Probleme mit nationalistischen Trittbrettfahrern los.

Markus S. Rabanus / Berlin

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RE: Offener Brief an die Friedensbewegung 2018

#29 von Albero , 06.04.2018 01:12

Und da werden sich die Trittbrettfahrer aber vehement dagegen wehren, denn das würde sie ja ausgrenzen aus der Friedensbewegung. Also werden sie uns als Spalter hinstellen, die nichts anderes im Kopf haben, als diese schöne, wunderbare und so prima agierende Friedensbewegung kaputt zu machen. Also bitte mal den Ball flach halten! Es geht darum, dass die Friedensbewegungung selber damit beginnt, sich um Sicherheitsfragen zu kümmen. Wir können da unsere Vorstellung unterbreiten, sollten aber nicht davon ausgehen, dass sie 1 zu 1 übernommen werden. Wir haben viel Idee, bei denen sicherlich auch Pferdefüsse zum Vorschein kommen werden. Das alles muss auf jeden Fall ein demokratischer Prozess werden, ohne dass da jemand als neunmalkluger Bestimmer auftritt.

Meint Albero


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RE: Offener Brief an die Friedensbewegung 2018

#30 von Richard Maxheim , 06.04.2018 08:22

Was wir vorschlagen sind Lösungsansätze, keine Patentrezepte. Frieden ohne Sicherheit ist nicht von Dauer. Selbstverteidigungsfrieden ist eine Illusion und wird sich von innen zersetzen, da Kanonen mehr kosten als Brot. Frieden unter dem Schutzschild einer einseitigen Macht ist trügerisch. Wenn man einen machhaltigen Weltfrieden möchte, kommt man an einer allgemeinen, globalen Übereinkunft nicht vorbei.

Die UNO ist dafür prädestiniert, aber noch nicht bereit. Sonst ist keine andere globale Organisation in Sicht, die dafür in Frage käme. Die Arbeitsrichtung dürfte also klar sein. Das muss man den Friedensaktivisten ohne Umschweife sagen. Jedenfalls denen, die vielleicht ein Ohr dafür haben. Wer das nicht begreift, soll weiter sein Friedensmüsli mümmeln oder den Putinisten hinterher laufen. Das ist irrelevantes Tutti-Frutti, welches man vergessen kann. Wenn ich mich mit all den „Argumenten“, die mir jetzt ins Postfach leiern, ernsthaft auseinandersetzen würde, käme ich zu sonst nichts mehr.

Richard


 
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