Pazifistisches-Manifest.de

#1 von Markus Rabanus , 09.02.2018 03:00

Zwecks besserer "Kampagnenfähigkeit" registriete ich im Januar die Domain www.pazifistisches-manifest.de

Somit stellt sich der UNO-Pazifismus nicht bloß als weitere Spielart unter vielen dar, sondern gewollt frech-anmaßend als "Manifest".
Außerdem besah ich mir inzwischen endlich auch Einstein genauer, denn seiner pazifistischen Sprüche bediene ich mich reichlich und am liebsten, aber war immer schlechten Gewissens, ob aus dem Kontext gerissen - und nicht legitim.

Jetzt aber gründlich studiert - und: Wir durften - absolut sicher! Ich mag ihm sogar einen ausdrücklichen "Einstein-Pazifismus" zuschreiben, dem der UNO-Pazifismus allenfalls um Erläuterung behilft, die Heilige Kuh des Selbstverteidigungsrechts auf ihrem Glatteis zu zeigen.

Vielleicht kennt Ihr es ja, das Buch mit all den Briefen und Reden von Einstein und dem vielsagenden Titel: "Frieden - Weltordnung oder Weltuntergang"

Für jeden Weltbürger mindestens mit seinen späteren Schriften ein Hochgenuss. (und gebraucht bestellt total günstig)

>> www.inidia.de/einsteinpazifismus.htm

>> www.pazifistisches-manifest.de


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zuletzt bearbeitet 09.02.2018 | Top

RE: Pazifistisches-Manifest.de

#2 von Albero , 09.02.2018 14:53

Ich habe den Beitrag hier hin verschoben, da er eher zum Thema Frieden passt, als zu deiner Vorstellung der Person. Noch ein Manifest? Bitte nicht! Wir sollten uns besser Gedanken darüber machen, wie man diese wichtigen Schlussfolgerungen - mit oder ohne Einstein - in ein politisches Konzept gießen kann, mit dem man sie z.B. auf die Agenda für eine UNO-Reform 2020 bekommt.

Meint Albero


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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RE: Pazifistisches-Manifest.de

#3 von Markus Rabanus , 12.02.2018 13:23

Ja, @Albero, der "Manifeste" überdrüssig. Drum ist es knapp und im Umsetzungsteil diskussionsoffener, aber immerhin mit Vorschlag.
Indes fehlt - und das sehe auch ich, wer auf welche Weise zu entscheiden hätte.
Das jedoch glaube ich auf der Wegstrecke der schrittweisen Gewaltmonopolrealisierung selbst, denn die Akzeptanz hängt von der demokratischen Legitimität ab. - Okay, ich ahne den Widerspruch. Es bedarf der Ausarbeitung ;-)


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UN-Friedensschutz

#4 von Richard Maxheim , 13.02.2018 00:23

Die demokratische Legitimität käme idealerweise in dem Fall von einem demokratisch gewählten Weltparlament. Da kümmern sich bereits kompetente Leute drum. Aber gehen wir realistisch davon aus, dass es ein solches nicht so bald geben wird. Die Frage wäre, in wie weit ein UN-Gewaltmonopol bereits auf der Grundlage der UN-Charta entwickelt werden könnte. Das wäre der erste Schritt bei der Ausarbeitung eines Konzeptes zur schrittweisen „Gewaltmonopolisierung“.

Konkret würde ich die Ausarbeitung eine Plans zur Einrichtung einer ständigen UNO-Eingreiftruppe, mit entsprechender Ausbildung und der erforderlichen Ausrüstung, eines UN-Friedensschutzes, wie ich das nennen würde, vorne anstellen. Bestimmt gibt es dazu bereits fachliche Überlegungen. Daran müssten auch die fünf Vetomächte Interesse haben, ohne gleich auf ihre Heilige Kuh Selbstverteidigung verzichten zu müssen. Wenn erst einmal ein solches Instrument vorhanden ist, funktioniert und Staaten beginnen, sich offiziell unter den Schutz eines solchen Friedensschutzsystems zu begeben, wird auch ein UNO-Gewaltmonopol an Boden gewinnen.

Das wäre eine wichtige Aufgabe für uns Mondialisten, denn von der Friedensbewegung ist das kaum zu erwarten. Damit könnten wir bei der Initiative zu einer UN-Reform 2020 einsteigen. Das müsste nur jemand federführend in die Hand nehmen, der bereits in der Materie bewandert ist. Alle Augen schauen auf dich, Markus.

Richard


 
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UN-Friedensschutz und mehr

#5 von Markus Rabanus , 13.02.2018 19:47

@Richard, exakt so spukt es auch mir im Kopf herum, dass die schrittweise Gewaltmonopolisierung ein Hebel für weltföderative Demokratisierung wäre, zunächst womöglich nur kleinere Ganoven-Armeen zu entzaubern und in der Hoffnung, dass der Druck auf die Großen zunimmt, sich dann ebenfalls auf zivilisiertes Streiten abzurüsten, zumal auch deren politische Stabilität unter der rivalisierenden Selbstverteidigung leidet.

Exakt die selbe Widrigkeit sehe auch ich, dass der Gewaltmonopol-Ansatz ausgerechnet oder typischerweise "bei Großteilen der nur noch kleinen Friedensbewegung" nicht auf spontane Gegenliebe stößt, obgleich niemandem das Recht auf Kriegsdienstverweigerung, Hungerstreik und Vorbildlichkeit bestreitend.

Sicherlich tun wir uns im Müsli-Umfeld leichter, wenn auch wir von "UN-Friedenstruppen" statt von "UN-Streitkräften" reden, zumal die UNO ihrerseits von "Friedenstruppen der Vereinten Nationen" spricht, von "Peacekeeping" - http://peacekeeping.un.org/en

Die organisatorischen Probleme der sehr wichtigen UNO-Friedenstruppen finden sich recht gut bei Wikipedia skizziert und so auch Reform-Ideen provozierend, http://de.wikipedia.org/wiki/Friedenstru...einten_Nationen

Aber leichter ist ja nicht immer richtiger, denn schlussendlich geht es um mehr als Friedensschutz, so bspw. auch um erforderlichenfalls militärische Niederringung, Ergreifung von Völkerrechtsbrechern und Rückabwicklung völkerrechtswidriger Gewinne.
Drum scheint aufrichtiger, am Begriff "Streitkräfte" festzuhalten. Auch der Polizist genügt nicht als "Schutzmann", sondern ist z.B. Hilfsbeamter der Staatsanwaltschaft, Vollstreckungsbeamter usw.

Völkerrechtlich hängen wir uns nicht zu weit aus dem Fenster, wenn wir sagen, dass das "völkerrechtliche Gewaltmonopol per UNO-Charta den Vereinten Nationen zugestanden gilt und durch den Weltsicherheitsrat vertreten wird". - Vielleicht sollte solcher Satz klarer in den Erläuterungsteil. - Woran es dem Völkerrecht an Ausdrücklichkeit fehlt, ist also die "schrittweise Schlachtung" ;-) der Heiligen Kuh, aber angelegt ist es immerhin, worauf wir uns stützen können.

Denn auch das hatte die UNO-Charta auf dem Schirm, denn der Generalstabsausschuss ( http://inidia.de/unogeneralstabsausschuss.htm ) sollte sich der Abrüstung annehmen und zuständig für militärische Erforderlichkeiten werden. Das war sogar Initiative der Vetomächte selbst, "Resolution Nr.1", bis heute durch Tatenlosigkeit glänzend.
Ausgerechnet UNO-Generalsekretär Kofi Annan wollte ihn wegreformieren. http://www.ag-friedensforschung.de/theme...rm2005-baf.html - glücklicherweise ist das nicht geschehen, weil die Schwellenländer aus allerdings anderen Gründen Annans Reformvorschläge ablehnten, die von den NATO-Staaten und Japan Billigung erfahren hätten.

Zu Deinen weiteren Anforderungen nehme ich im unter UN-Reformgipfel 2020 - ein Aufruf Stellung.


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