16.-18.Feb.2018 - Friedenskonferenz München

#1 von Richard Maxheim , 13.02.2018 00:47

Internationale Münchner Friedenskonferenz
Frieden und Gerechtigkeit gestalten - NEIN zum Krieg (wie originell )

P R O G R A M M


 
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RE: 16.-18.Feb.2018 - Friedenskonferenz München

#2 von Markus Rabanus , 14.02.2018 03:24

Wie immer kommt die NATO schlecht weg, wat gewiss nicht unverdient ist, aber Anmerkung würde schon noch Sinn machen, dass eine Welt von Putin oder KimBumms dominiert nicht irgendwie netter sei.

Erstaunlich gut formuliert >> "6. Sicherheitskräfte der Vereinten Nationen" http://www.friedenskonferenz.info/index.php?ID=50

Wenn es dort "leicht bewaffnet" heißt, ist es zwar Müsli, denn welche Waffen es braucht, sollten sie durchaus stärker sein dürfen als diejenigen von marodierenden Milizen, aber vielleicht bringen sie Müsli, damit genügend Müslis teilnehmen.

Insgesamt jedenfalls nicht schlecht. Drum überlege ich, dat Ding zu unterschreiben.


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RE: 16.-18.Feb.2018 - Friedenskonferenz München

#3 von Albero , 14.02.2018 13:04

Da fehlt nur noch der Drewermann, wollte ich schon sagen.
Aber gut, man könnte das als Einstieg versuchen, den Müslis schonend klar zu machen, dass man Peacekeeper nicht mit Blümchen in den Läufen ihrer Steinschlossflinten in den Einsatz schicken kann. Und was da noch alles dahinter stecken muss, Mondialismus und der ganze Komfort.


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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RE: 16.-18.Feb.2018 - Friedenskonferenz München

#4 von Markus Rabanus , 14.02.2018 14:44

@Albero, ich fragte soeben in Drewermanns Facebook: "Lieber Herr Drewermann, haben Sie eine Meinung zu www.pazifistisches-manifest.de ?"

Mal schauen, ob wat kümmt ;-)


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RE: 16.-18.Feb.2018 - Friedenskonferenz München

#5 von Markus Rabanus , 22.02.2018 00:10

Drewermann Facebook von einem Fan moderiert. Da wird also zu meiner PazMan-Anfrage nichts kommen.

In Facebook der DFG/VK werde ich mir nachstehenden Kommentar nicht verkneifen, wenn Ihr mir nicht abratet:

Lieber Clemens Ronnefeldt,

WIR müssen "miteinander reden":

Die Webseite der "Friedenskonferenz München" lässt bislang ein Ergebnisprotokoll vermissen. Ein Bericht in der SZ beschäftigt sich leider nicht mit den im Konferenz-Manifest unter 6. erörterten UNO-Sicherheitskräften, sondern titelt: "Lehrer und Pflegekräfte sind wichtiger als Waffen". - Hmm, Brot, Wasser, heiles Dach über dem Kopf sicherlich auch, was niemandem sonderlich neue Erkenntnis ist.

"Miteinander reden" sei der Ansatz. - Die in meinen Häusern untergebrachten syrischen und jesidischen Flüchtlinge werden von solchem Tipp wenig halten, denn als der IS anmarschierte, war die Flucht sinniger, weil die "Gotteskrieger" nicht kamen, um zu diskutieren.

"In einigen syrischen Dörfern sei es gelungen, friedliche Strukturen durch Dialog herzustellen". Wenn diese "Friedensinseln" nun vernetzt würden, könne ein "ganzes Stabilitätszentrum geschaffen" werden, hoffe die Zitierte, aber welche Dörfer gemeint sind und wer dort mit wem welche Argumente so erfolgreich auszutauschen wusste - und welcher Art die friedlichen Strukturen sind, erschließt sich aus dem Artikel nicht ansatzweise.

Mir klingt es wie "Republik Freies Wendland", aber nicht nach syrischer Realität, zumal sich fragt, ob es denn auch Assad, Erdogan, Putin und Brüssel gefällt, um den "Friedensinseln" keine Bomber zu schicken, sondern "Lehrer und Pflegekräfte".

Naja, vielleicht werden präzisere Konferenzberichte nachgereicht. Aus Perspektive von Geschichte und Friedensforschung enden Kriege und Bürgerkriege jedenfalls nicht, weil die Bevölkerung zur Einsicht gelange, dass "Miteinander reden" besser sei als einander zu morden, sondern weil sich kriegerische Kräfte erschöpfen oder eine Konfliktpartei kapituliert - und/oder weil von dritter Seite Frieden moderiert und diktiert wird.

Genau daran fehlt es noch immer z.B. in Syrien. Und solange wird Krieg sein. Und immer wieder, so oft kriegerischen Kräften Leine gelassen wird - mit Aussicht auf Erfolg, durch Gewalt zu gewinnen und behalten zu dürfen, was durch "Miteinander reden" nicht zu erringen wäre.

Solange sich die Friedensbewegung vorgaukelt, dass die Friedfertigkeit Basis des Friedens sei, ignoriert sie das Wesen des Krieges, namentlich die Austragung von Rivalitäten im Wege der Selbstjustiz mit militärischen Mitteln.

Dem Kriegerischen hat die bloße Friedfertigkeit so wenig entgegen zu setzen, wie der freundliche Bankangestellte gegenüber dem Bankräuber.
Und jeder Friedfertige weiß das, weshalb sich nach der Konzeptaufrichtigkeit fragt, wie sie nur christlichen Friedensfreunden zugestanden werden dürfte, dann jedoch als Jesuismus statt Pazifismus - und man gebe den Mantel dem geraubten Rock hinzu.
Alle Achtung vor christlicher Haltung, aber sie mag sich nur leisten, wem das Hoffen auf Paradiese im Jenseits wichtiger ist als Hab, Gut und Leben.

Deshalb kritisiere ich es scharf, die Friedfertigkeit als "Pazifismus" zu bezeichnen, denn Pazifismus ist
- das Streben nach Rechtsstaatlichkeit sowohl im Innern von Staaten als auch zwischen den Staaten weltweit,
- dass also Rivalitäten auf zivile Wege notfalls gezwungen werden.

Die zivilen Wege können verschieden sein: Demokratische Entscheidung, diplomatische Einigung, gerichtliches Verfahren.
Jede dieser Varianten setzt voraus,
a) dass die Konfliktparteien keine Waffen haben, mit denen sich der Streit selbstjustiziell führen ließe,
b) dass ein staatliches Gewaltmonopol (Polizei, Justiz) bzw. ein überlegenes UNO-Gewaltmonopol (WSR, Streitkräfte, IGH und sämtlich reformiert) jegliche Selbstjustiz bannt und strafverfolgt.

Das ist Pazifismus und mit UNO-Charta war erster Schritt, leider kein weiterer, weil Kalter Krieg, Nationalismus und dessen Heilige Kuh mit Namen Selbstverteidigungsrecht, obgleich es die Stärkeren privilegiert, das Wettrüsten schürt und die Selbstjustiz, also den Krieg.

Albert Einstein definierte 1952 wie folgt: "Das Ziel des Pazifismus ist nur durch eine übernationale Organisation erreichbar.
Die bedingungslose Befürwortung dieses Zieles ist das Kriterium des wahren Pazifismus."

Bitte nicht missverstehen, denn ich freue mich über jeden Friedensappell, über jeden Beitrag zur Konfliktbeilegung, aber nennt es nicht "Pazifismus", sondern bspw. "Friedfertigkeit", "Gewaltlosigkeit" und "Friedensarbeit". Das sind schöne Eigenschaften zwar auch des Pazifismus, aber dessen Markenkern ist die rechtsstaatliche Unterdrückung der Selbstjustiz.

LG

Mein Tipp: www.pazifistisches-manifest.de


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RE: 16.-18.Feb.2018 - Friedenskonferenz München

#6 von Albero , 22.02.2018 12:13

Sehr gut, das kannst du dem ruhig schreiben.


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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Münchner Sicherheitskonferenz

#7 von Markus Rabanus , 22.02.2018 12:24

Ach, ich lasse sie in Ruhe. Ab und an muss man sich einfach mal abreagieren und sieht es am nächsten Tag entspannter.


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RE: Münchner Sicherheitskonferenz

#8 von Markus Rabanus , 22.02.2018 12:31

Okay, @Albero, unsere Posts haben sich überschnitten, weil ich zwischendurch über die Münchner SiKo schrieb.
Also schicke die Kritik mal ins FB der DFG/VK.


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Friedenskonferenz

#9 von Markus Rabanus , 24.02.2018 17:23

Ich hatte schon vermutet, dass ich zum "Miteinander reden" erst nach Syrien reisen müsse ;-) , aber inzwischen wurde per Privat-Mitteilung nett reagiert. Ich könne mich an den Interviewten direkt wenden. - Stimmt. Das kann ich. Und werde es vielleicht auch noch tun, wobei es gescheiter wäre, auch öffentlich zu diskutieren.

Jedenfalls lautete meine Antwort:

"DANKE !!! Werde ich tun, aber auch die anderen Berichte anschauen, sobald veröffentlicht, denn "Wir müssen reden" 😉
2020 sollen Beratungen zur UNO-Reform gipfeln.
Der Atomwaffenverbotsvertrag v. 7.7.2017 zeigte emanzipatorische Kraft von zunächst immerhin 122 Befürworterstaaten. Ich hoffe sehr, dass sich auch in Bezug auf den Weltsicherheitsrat etwas tun wird, um das völkerrechtliche Gewaltmonopol der Vereinten Nationen gegenüber den nationalistischen Egoismen zu stärken. LG"


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