Stephen Hawking: Wir müssen Weltbürger werden

#1 von Albero , 14.03.2018 13:29

Heute verstarb einer der Größen der Menschheit. Stephen Hawking war ein Prophet des Wissens. Der Nachrufe gibt es viele. Hier nur ein Spotlight: Im Jahr 2015 wurde im Programm einer Welttournee der Popgruppe U2 die mittels eines Computers verständlich gemachte Stimme Stephen Hawkings eingeblendet:

Zitat
Wenn wir die Erde vom Weltraum aus sehen, sehen wir uns als Ganzes. Wir sehen die Einheit, aber nicht die Spaltungen. Ein Planet, eine menschliche Rasse. Wir sind hier zusammen, und wir müssen mit Toleranz und Respekt zusammenleben.
Unsere einzigen Grenzen sind die Art und Weise, wie wir uns selbst sehen, die einzigen Grenzen sind die Art und Weise, wie wir einander sehen. Wir müssen Weltbürger werden. Unsere Stimmen sind wichtig. Wir geben unseren gewählten Amtsträgern ihre Macht, aber wir können sie ihnen nehmen.
Wir sind alle Zeitreisende, die gemeinsam in die Zukunft reisen. Aber lasst uns diese Zukunft zu einem Ort machen, den wir besuchen wollen.
Seid tapfer!
Seid entschlossen!
Überwindet die Schwierigkeiten!
Es ist machbar.



Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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zuletzt bearbeitet 14.03.2018 | Top

RE: Stephen Hawking: Wir müssen Weltbürger werden

#2 von Markus Rabanus , 14.03.2018 14:54

Stephen Hawking ist tot. Ehre seinem Andenken!

Wie bei Albert Einstein versetzten mich auch seine wissenschaftlichen Leistungen und Theorien in Erstaunen, ohne letztere hinreichend zu begreifen, aber sie sind hinreichend Bestätigung für den menschlichen Erkenntnisoptimismus.

Anders hinsichtlich seiner politischen Prognosen, denn so einig in Analysen, so kam es mir bei seinen Prognosen oft so vor, als möchte er von der Menschheit Widerspruch hören und erleben, ein "Wir schaffen es! Und zwar hier!",
um nicht darauf angewiesen zu sein, ferne Planeten erreichen und wahrscheinlich dann auch "erobern" zu müssen,
denn das scheint mir ferner als ein Auskommen mit diesem Planeten, wozu es viel weniger technischen Fortschritts bedarf und die Mittel politischer Vernunft ausreichen sollten, die globalen Probleme zu lösen: Durch Eindämmung und Umsteuerung von Rivalitäten, durch Eindämmung inflationärer Lebensweisen - einschließlich der fortdauernden Menschheitsvermehrung.

Zwar bin ich skeptisch, dass die Vernunft obsiegt, wie auch Hawkins die Gefahr erkannte, wie sehr die Experten gegenüber den Populisten das Nachsehen haben könnten, aber der moralische Preis ist zu hoch, um deshalb zu kapitulieren und auf Ausweichszenarien setzen zu dürfen, die weiterhin über Leichen gehen und unsere Unvernunft universalisieren.

(habe mir erlaubt, es auch im FB-Treffpkt. zu posten)


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RE: Stephen Hawking: Wir müssen Weltbürger werden

#3 von Markus Rabanus , 14.03.2018 15:42

noch mal umformuliert, damit das Weltbürgerliche Platz greift


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Stephen Hawking ist tot. Ehre seinem Andenken!

#4 von Markus Rabanus , 14.03.2018 15:42

Wie bei Albert Einstein versetzten mich auch seine wissenschaftlichen Leistungen und Theorien in Erstaunen, ohne letztere hinreichend zu begreifen, aber sie sind Bestätigung für den menschlichen Erkenntnisoptimismus.

Anders hinsichtlich seiner politischen Prognosen, denn so einig in Analysen, so kam es mir bei seinen Prognosen oft so vor, als möchte er von der Menschheit Widerspruch hören und erleben, ein "Wir schaffen es! Und zwar hier!",
um nicht darauf angewiesen zu sein, ferne Planeten erreichen und wahrscheinlich dann auch "erobern" zu müssen,
denn das scheint mir ferner als ein Auskommen mit diesem Planeten, wozu es viel weniger technischen Fortschritts bedarf und die Mittel politischer Vernunft ausreichen sollten, die globalen Probleme zu lösen:
Durch weltbürgerliches Bewusstsein - nicht bloß als Gefühlsduselei, sondern mit politischer Konsequenz in Reform und Stärkung der Vereinten Nationen zur Eindämmung und Umsteuerung von Rivalitäten,
durch Eindämmung inflationärer Lebensweisen - einschließlich der fortdauernden Menschheitsvermehrung.

Zwar bin ich skeptisch, dass die Vernunft obsiegt, wie auch Hawkins die Gefahr erkannte, wie sehr die Experten gegenüber den Populisten das Nachsehen haben könnten, aber der moralische Preis ist zu hoch, um deshalb zu kapitulieren und auf Ausweichszenarien setzen zu dürfen, die weiterhin über Leichen gehen und unsere Unvernunft universalisieren.


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RE: Stephen Hawking ist tot. Ehre seinem Andenken!

#5 von Richard Maxheim , 14.03.2018 19:52

Ein trauriger Anlasse. Aber schnell reagiert. So mag ich das.
Ich habe es auch schon bei Change.org gepostet, in allen 5 Sprachen.

Richard


 
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