Supranational Democracy

#1 von Richard Maxheim , 01.05.2018 19:48

Susanna Cafaro, Professorin an der Universität von Salento in Lecce/Italien, betreibt seit Februar 2015 den Blog
„Supranational Democracy“:

Zitat
Beginnend mit dem Warum

Die globalen Herausforderungen und Sorgen, vor denen wir heute stehen, sind bekannt: das friedliche Zusammenleben der Staaten und die Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen, der Klimawandel und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung, die Bedrohung der Finanzstabilität, die tragischen Ungleichheiten in Bezug auf Wohlstand und Demokratie auf der ganzen Welt.

Wir müssen etwas tun. Und zunächst müssen wir darüber nachdenken, was zu tun ist.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen und globale öffentliche Güter zu garantieren, hat die internationale Gemeinschaft nach dem Zweiten Weltkrieg eine Reihe von internationalen Organisationen gegründet, die für die Verfolgung spezifischer Ziele zuständig sind und denen mehr oder weniger angemessene Kompetenzen und Instrumente zur Verfügung gestellt wurden.

Sind diese Organisationen demokratisch? Sind sie effizient? Wenn die Antwort nein (oder nicht genug) ist, wie könnten sie verbessert werden?

Dies ist das Thema, das hier behandelt werden soll.

Antworten werden angeboten, Kommentare und Beiträge sind willkommen. Das Ziel ist die Aufnahme eines fruchtbaren Dialogs, denn - wie uns die Geschichte lehrt - die Demokratie ist das Ergebnis eines Sozialpakts: Wir alle sind beteiligt.

Demokratie kann heutzutage nicht nur national sein, da die Probleme und Herausforderungen immer globaler werden. Das ist Globalisierung, Baby.

Um der Herausforderung gerecht zu werden, habe ich mich entschlossen, mich auf das zu konzentrieren, was (zumindest für mich!) die drei Hauptbestandteile einer modernen Demokratie sind: Legitimität, Verantwortlichkeit, Inklusivität. Ich habe auf ihnen ein Paradigma für Demokratie in internationalen Organisationen aufgebaut, das ich demokratisches Experimentieren nannte.

Da der Einzelne ein wesentlicher Bestandteil der Demokratie ist, bin ich der Meinung, dass die demokratische internationale Organisation supranational sein oder zu fortgeschritteneren Formen der Supranationalität übergehen sollte. Aber wie können Individuen auf einer globalen Bühne interagieren, globale Institutionen legitimieren, sie zur Verantwortung ziehen? So einfach ist das nicht.

Sie können als Zivilgesellschaft oder auch als informierte öffentliche Meinung interagieren. Das Internet spielt eine wichtige Rolle, wenn es ihnen ermöglicht wird, Weltbürger zu werden, wenn (und wo) der Zugang zum Internet gewährleistet ist.

So viele Themen zu diskutieren, so wichtig, um die Analyse zu vertiefen und Lösungen anzubieten. Die Debatte ist offen und Sie sind alle willkommen!


Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator

Es dürfte sich auf jeden Fall lohnen, den Blog zu beachten. Auch wenn das alles Englisch ist, mit DeepL kein Problem, Baby.

Richard


 
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zuletzt bearbeitet 01.05.2018 | Top

RE: Supranational Democracy

#2 von Albero , 06.05.2018 14:40

Die Professorin bringt das in ihrem Blog sehr persönlich. Mit religiös-spirituell befeuertem Sendungsbewusstsein hält sie sich selbst für eine Visionärin bzw. auf dem rechten Weg, um eine solche zu werden. Nun braucht es zum Thema „Supranationale Demokratie“ aber keine Visionen mehr: Die Europäische Union ist eine. Wissenschaftlich ausgedrückt findet also bereits ein langfristiger Feldversuch statt.

Zu der von ihr kürzlich veranstalteten Konferenz „Supranational Democracy Dialogue 2018“ gibt es ein Abschlusspapier, sogar ein „Manifesto“ (PDF-Datei).

Zitat
Concerned about the future of Mother Earth and of the Human Family;


Zum einen ist die Erde keine Mutter und zum anderen die Menschheit keine Familie.

Wovon ich nichts sehe ist die Frage: In wie weit kann die supranationale Demokratie der EU beispielgebend für die ganze Welt sein? Das hätte ein wichtiger Punkt in der Konferenz sein können, denn Susanna Cafaro ist ja auch Professorin für Europäisches Recht. Aber davon steht da leider nichts.


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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RE: Supranational Democracy

#3 von Markus Rabanus , 09.05.2018 16:24

@Albero, auch ich weiß mit vielen Metaphern wenig anzufangen und denke notorisch an die Unstimmigkeiten. "Muttererde" statt "Mutter Erde" macht jedoch im Garten Sinn ;-) Bis zum nächsten Vulkanausbruch unseres leider mitunter doch so unzärtlichen Planeten.
Und die Menschheit als "Familie"? Ja, da ist genetisch was dran, weshalb ich gelegentlich vom Russen, Juden, Franzosen, Hindu, Afrikaner "in mir" zu sprechen pflege, aber es ist auch kein Garant für Positives, wie Erbfolgekriege und Brudermord zeigten.

Mag sein, dass Menschen nicht ohne romantisierende Metaphern glücklich werden. Und es stört mich auch nicht, solange das Hauptanliegen erkennbar bleibt: Die "Supranationale Democracy" nicht als Selbstzweck, sondern zwecks Universalisierung und Priorisierung des Rechts gegenüber der Selbstjustiz zur Lösung globaler Probleme.


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