Joseph E. Schwartzberg gestorben

#1 von Richard Maxheim , 01.10.2018 13:54

Wie ich leider heute erfahren musste, ist am 19. September Joseph. E. Schwartzberg im Alter von 90 Jahren gestorben. Er war ein herausragender Weltbürger und sehr aktiver Unterstützer der Bewegung der Weltföderalisten. Sein Buch „Transforming the United Nations System“ gehört zu den wegweisenden Standardwerken. Hier ein Nachruf seiner Familie:
http://www.startribune.com/obituaries/de...oe-schwartzberg

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zuletzt bearbeitet 01.10.2018 | Top

RE: Joseph E. Schwartzberg gestorben

#2 von Albero , 05.10.2018 22:49

Schwartzberg, Joseph E.
Transforming the United Nations System: Designs for a Workable World.
Tokyo United Nations University Press, 2013
und ders.: Die Transformation des Systems der Vereinten Nationen: Entwürfe für eine funktionale Welt
Institute for Global Policy/Workable World Trust, 2017.
https://www.workableworld.org/book-description.html

Zitat
Transformation des Systems der Vereinten Nationen: Entwürfe für eine funktionierende Welt
von Dr. Joseph E. Schwartzberg, Distinguished International Professor Emeritus,
Universität von Minnesota, USA

Globale Probleme erfordern globale Lösungen. Die Vereinten Nationen in ihrer jetzigen Form sind jedoch nicht in der Lage, viele globale Probleme wirksam anzugehen. Die Entscheidungsfindung in den meisten UN-Agenturen mit einer Stimme spiegelt nicht die Machtverteilung in der Welt wider, während die Machtverteilung im Sicherheitsrat sowohl unfair als auch anachronistisch ist. Daher zögern die Nationen, den Vereinten Nationen die Autorität und die Ressourcen zu geben, die sie brauchen. Eine umfassende Reform ist unerlässlich.

Diese Analyse wurzelt in der These, dass die Gestaltung von Entscheidungssystemen deren Legitimität und Wirksamkeit stark beeinflusst. Joseph Schwartzberg schlägt zahlreiche systemische Verbesserungen des UN-Systems vor, vor allem durch gewichtete Abstimmungsformeln, die die Bedürfnisse von Aktionären und Interessengruppen in verschiedenen Agenturen in Einklang bringen. Es zeigt Wege auf, wie die Interessen der Regionen die der Nationen ergänzen können, während auch Stimmen von Nichtregierungsorganisationen und einfachen Bürgern Gehör finden. In zahlreichen Kontexten fördert sie die Leistungsgesellschaft und die Gleichstellung der Geschlechter.

Das Ziel des Buches ist es nicht, eine unrealistische Utopie zu schaffen, sondern eine funktionierende Welt zu schaffen, in der die Kraft des Gesetzes das Gesetz der Gewalt verdrängt; eine Welt, die sich der Gerechtigkeit und einer kontinuierlichen, aber nachhaltigen Entwicklung verpflichtet fühlt. Der Autor argumentiert, dass angesichts der vielen existenziellen Bedrohungen, denen unser Planet heute ausgesetzt ist, der Zeitrahmen für entschlossenes Handeln kurz ist. Die Aufgabe ist gewaltig, und der Erfolg ist nicht garantiert, aber angesichts der Dringlichkeit unserer Situation können wir Wege finden, den Willen, die Vorstellungskraft und die Ressourcen für die Arbeit aufzubringen.


Übersetzung mit Hilfe von www.deepl.com


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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