Heimatland: Erde - Garry Davis Biografie

#1 von Albero , 05.09.2018 12:17

Unbestätigten Gerüchten zufolge soll demnächst die Autobiografie von Garry Davis in deutscher Sprache erscheinen. Ob sie eine verlässliche Quelle zur Aufarbeitung der Weltbürgergeschichte ist, wird sich ja dann herausstellen.


Glaubt ihr etwa alles, was n i c h t in den Zeitungen steht?

 
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Autobiografie von Garry Davis

#2 von Richard Maxheim , 05.09.2018 22:02

Ich kann bestätigen, dass das kein Gerücht ist.

Die Autobiographie von Garry Davis gibt es als deutsche Übersetzung aber schon länger zu kaufen, bei Stephan Mögle-Stadel als kopiertes Manuskript für 20 Euro. Auf seiner Seite kündigt SMS die Herausgabe als Buch an, und zwar bei dem der Anthroposophie nahe stehenden Amthor-Verlag.



Aber die Sache ist wohl anders gelaufen. Lassen wir uns überraschen.

Richard


 
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RE: Autobiografie von Garry Davis

#3 von Richard Maxheim , 08.11.2018 15:15

Das Buch soll nun mit dem Titel "Heimatland: Erde" am 19. d.M. im Angelika Lenz Verlag in Neu Isenburg erscheinen:
https://www.lenz-verlag.de/p_d-NEUERSCHE...e-35-21122.html


Pfeil beachten!

Es wird wohl nicht mehr die reine Übersetzung der Autobiografie von Garry (Sol?) Davis sein. So wie man aus dieser Seite schließen kann, hat Stephan Mögle-Stadel da kräftig rein gemischt, natürlich nicht, ohne seine Person wieder in den Vordergrund zu rücken.
http://www.weltdemokratie.de/033d3a9c470...tland_Erde.html

Man kann daraus auch deutlich die Verbindung mit dem World-Passport-Geschäft erkennen.

Richard


 
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RE: Autobiografie von Garry Davis

#4 von Renate Beck , 10.11.2018 07:41

Na wunderbar !
Da ist ja das Geschäft mit den Flüchtlingen. Wie vermutet.
Film über Garry Davis - The World is my Country
LG Renate

 
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RE: Autobiografie von Garry Davis

#5 von Albero , 10.11.2018 15:02

Den Buchtitel gibt es bereits: Heimatland Erde, von Edgar Morin, allerdings ohne Doppelpunkt. Ansonsten ist das, was Mögle-Stadel als Buchvorstellung auf der Verlagsseite bringt, ziemlicher Käse. Völliger Unsinn die Idee, die Performance von Garry Davis und Konsorten am 19. November 1948 bei der UN-Generalversammlung in Paris wäre ausschlaggebend für den Beschluss der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte am folgenden 10. Dezember gewesen. Das stand schon lange vorher fest und war ja auch nur eine unverbindliche Symbolhandlung, ohne wirkliche Konsequenzen für die unterzeichnenden UNO-Mitglieder. Garry Davis hatte da gar nichts „erkämpft“. Piep-piep.

Am 19. November 1948 hatte auch keine „Weltbürger-Bewegung“ die UNO-Vollversammlung „besetzt“ und keine „Hunderte“ hatten die Eingänge „blockiert“. Die Aktion war vielmehr konspirativ geplant und der Kreis der Eingeweihten überschaubar. Sonst wäre das vorher bekannt geworden und man hätte Garry Davis, der ja schon bekannt war wie ein Bunter Hund, erst gar nicht in das Gebäude eingelassen. Es fand lediglich eine zeitlich begrenzte Störung der Sitzung statt, etwas Theater, Text: Albert Camus, Regie: Robert Soulage, Hauptdarsteller: Garry Davis. Mehr dazu hier ab Seite 13.

Zitat
Eine Bewegung, wie aus dem Nichts der Vernichtungskriege des Natio-nal(sozial)ismus aufgestanden, landete auf den Titelseiten von LE MONDE, NEW YORK TIMES und SPIEGEL.


Das war keine Leistung, denn viele der Kriegsverbrecher aus diesem „Nichts“ kamen damals auf die Titelseiten. Die Presse war stets für Eklats und Sensationen dankbar. Mit dieser „Bewegung“ war es dann auch schnell wieder vorbei. Ja, und dann diese unsägliche Bauernfängerei mit dem Garry-Davis-Spielzeug-Pass:

Zitat
Heute reisen etliche der Kriegs- und Hungerflüchtlinge aus Afrika mit seinem maschinenlesbaren Weltbürgerpass Richtung Europa.


Hier wird es zugegeben: Da werden Migranten mit bis zu 400 USD für solch ein wertloses Papier abgezockt, im guten Glauben, sie kämen damit ins gelobte Land. Es gibt auf dem Markt der Nepper, Schlepper und Bauernfänger noch mehr solche tollen Papiere. Die Gallup-Clique getraut sich das aber nicht in Mittelamerika, denn dort beherrscht die mexikanische Mafia das Geschäft mit der Identität. Und man will ja auch keinen Ärger mit der US-Heimatschutzbehörde. Gut, dass wir uns als Mondialisten davon distanziert haben.

Ganzheitlich gesehen dürfte das Buch mal wieder ein echter „UNmögle-Stadel“ sein. Und dann diese Sprache: „Flüchtlingsmassenströme“, nicht mehr weit entfernt von der Asylantenflut, die uns Europäer hinweg spülen wird. Hätte man damals doch nur auf Garry Davis gehört und sich seiner privaten Weltregierung unterworfen. „Back in New York“, da hat SMS aber wieder mal etwas gebacken. Nein, ich werde mir dieses Machwerk nicht kaufen, sondern die 19,90 € lieber versaufen.

Also sprach Albero


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RE: Autobiografie von Garry Davis

#6 von Richard Maxheim , 11.11.2018 08:52

Mögle-Stadel gibt auf seiner Website an:

Zitat
Heute reisen etliche der Kriegs- und Hungerflüchtlinge aus Afrika mit einem maschinenlesbaren Weltbürgerpass Richtung Europa, den sie von der WSA-Weltbürgerorganisation zumeist kostenfrei erhalten, um sich aus Katastrophengebieten zu retten.


Das hat zwar einen sozialen Touch, ändert aber nichts an den realen Problemen für gutgläubige Passinhaber und an den Möglichkeiten des Missbrauchs mit falschen Identitäten. Da können selbst lesende Maschinen nichts dran ändern, auch wenn das vielleicht ein Trick ist, um Grenzkontrollen zu übertölpeln. Jemand, der sich aus einem Katastrophengebiet retten will, hat gewiss auch noch Zeit, einen Pass bei dieser selbsternannten Weltautorität - das ist keine gemeinnützige Weltbürger-Organisation, sondern eine Firma, die angeblich keinen Profit macht - in Amerika zu beantragen. Ich halte die Einlassung deshalb für eine reine Schutzbehauptung. Es ist keine Kunst, solche Märchen zu zerlegen.

Aber darum geht es hier nicht so sehr. Interessant ist vielmehr die Autobiografie von Garry Davis. Er räumt z.B. selbst die immer wieder die in Medien auftauchende Geschichte von seiner deutschen Gefangenschaft nach dem Abschuss in Peenemünde aus dem Weg. So gibt es vielleich weitere Aufhellungen der damaligen Geschehnisse. Ich will deshalb nicht gleich den Eimer mit dem Hering ausschütten und mir lieber eine Rezensionsexemplar des Buches besorgen.

Richard


 
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RE: Autobiografie von Garry Davis

#7 von Albero , 29.11.2018 23:03

Der Dachverband Freier Weltanschauungsgemeinschaften DFW, dem der Angelika Lenz Verlag nahe steht, veröffentlicht auf seiner Internetseite einen Bericht über eine Veranstaltung am 19. November in Stuttgart, mit Ernst Ulrich von Weizsäcker und Stephan Mögle-Stadel, in dem es wieder so viel Falsches zu lesen gibt:
http://www.dfw-dachverband.de/berichte.html
„Die Geschichte des Mannes, der 1948 die Erklärung der Menschenrechte in Paris erkämpfte“, piep-piep.

Trotz aller Bemühungen, seine Mitautorenschafte des Buches hervorzuheben, offenbart sich Mögle-Stadel gegenüber dem „Weltbürger Nr. 1“, der auch nicht mehr war als ein exzentrischer Schauspieler ohne berufliche Perspektiven, in seiner „Stuttgarter Rede“ selbst als Nullnummer.
http://www.weltdemokratie.de/pdf/Stuttga...20Krise.pdf.pdf

Zitat
Im kommenden Jahr 2019 gehen der kleinen Dependance der einstigen Weltbürgerbewegung hier in Deutschland nach 25 Jahren die finanziellen Geldmittel aus.


Wer um alles in der Welt hätte nach solch einem wirren Rundumschlag noch „finanzielle Geldmittel“ (piep-piep) übrig, um die „kleine Dependance“ des Stephan Mögle-Stadel zu unterstützen?

Das fragt sich allen Ernstes Albero


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RE: Autobiografie von Garry Davis

#8 von Renate Beck , 03.12.2018 01:28

Das ist alles nur noch peinlich.
LG Renate

 
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