RE: Missbrauch der UNO

#16 von Albero , 07.06.2016 00:40

Die „Geisteskranke Hierarchie“ des Lucis Trust bei der UNO

LUCIS TRUST ist ein regelrechter New-Age-Konzern mit verschieden Organisationsformen und Netzwerken, von denen der „Weltumfassende Gute Wille“ WGW als NGO beim Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen registriert ist. Das ganze geht zurück auf die Theosophin Alice Bailey. Die Angebote aus einem Gemenge von Gemeinplätzen, Pseudowissenschaft, Psycho-Quacksalberei, Esoterik und gequirltem Buddhismus sind umfangreich und weit gefächert. Hier lässt sich praktisch fast jede esoterische Heilslehre integrieren.

Die Informationen dazu in deutscher Sprache sind spärlich. Einen kleinen Einblick mag dieser Bericht aus Genf vom November 2015 vermitteln:
https://www.lucistrust.org/uploads/docum...nava2105-DE.pdf
Auf der Seite einer Schweizer Beratungspraxis kann man einiges über die so genannte „Geistige Hierarchie“ nachlesen.

In den 70er und 80er Jahren war das Angebot an Schriften in deutscher Sprache, welche vom WGW in Genf herausgegeben wurde, ziemlich groß. Der deutsche Markt ist dann wohl auf Grund der esoterischen Konkurrenz über das Internet eingebrochen und es war nicht mehr so viel Geld zu machen. Das ist nämlich der einzige Grund, warum es diesen Lucis Trust noch gibt. Es geht hauptsächlich um den Verkauf von Büchern und sonstigem Firlefanz. Die Möglichkeiten als NGO im Vorfeld der UNO werden zur Werbung genutzt. Da trifft man auch viele ähnliche Gruppierungen und Gleichgesinnte.

Braunschillernde Verschwörungsphantasten sehen das natürlich anders. Das besondere – von ihnen auch aufgebauschte – Interesse von Lucis Trust an der UNO haben sie als Teil der jüdisch-freimaurerischen Weltverschwörung ausgemacht. Ganz klar, hier geht es um die Weltherrschaft. Der von Lucis Trust verbreitete Unsinn kommt diesem Schluss auch sehr entgegen. Man braucht nur zu googlen, dann findet man das Zeug, auch Filmchen bei Youtube. So machen die kommerziellen Verschörungstheoretiker auch noch ihren Schnitt bei der Geschichte.

Währen die Aktivitäten des Lucis Trust in New York nur einen unbedeutenden Teil im dortigen NGO-Theater ausmachen, können sie in der Provinz bedenklichen Auswüchse annehmen. So geschehen bei der „Neuen Gruppe der Weltdiener“. Da ist wohl einiges aus dem Ruder gelaufen und hätte einem Kind fast das Leben gekostet. Bei so einer großen und offenen Gummizelle wie dem Lucis Trust kann das leicht passieren.


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RE: Missbrauch der UNO

#17 von Albero , 07.06.2016 14:48

Zitat von Renate Beck im Beitrag #6
Diese schleimige Scheinheiligkeit. Das ist ja widerlich. LG Renate

Hallo Renate,

das ist der übliche Umgangston in der Scharlatan- und Esoterikszene. Aber wehe, es kommt ihnen mal jemand bei ihrer Geldmacherei ernstlich in die Quere. Dann kannst du erleben, wie sie sich aufführen.

Liebe Grüße Albero

Ps.: Übrigens, dieser Guru und seine Partnerin sitzen inzwischen ihre wohlverdiente Strafe ab.
https://ratgebernewsblog2.wordpress.com/...dlich-im-knast/


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RE: Missbrauch der UNO

#18 von Renate Beck , 08.06.2016 13:25

LG heißt bei mir Lustige Grüße.

LG Renate

 
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RE: Blaue Tonne

#19 von Richard Maxheim , 08.06.2016 15:24

Noch zu dem Pressebüro Globe von Herrn Mögle-Stadel.

Der Internet-Auftritt wirkt nicht gerade professionell und die angebotenen Dienstleistungen sind diffus und strahlen kaum Kompetenz aus. Es fehlt das gesetzlich vorgeschriebene Impressum mit den gewerbe- und steuerrechtlichen Angaben. Die ganze Schose scheint auch ziemlich veraltet zu sein. Als „permanenter Mitarbeiter“ wird Lennart Grumer angegeben, ein ehemaliger Waldorfschüler, der als „Journalist“ auch für die einschlägige Zeitschrift „ZeitGeist“ schreibt, die man am besten unter der Kategorie „Stusspresse“ einordnen könnte.

Das globige Pressebüro hat auch einen Kanal bei Youtube, wo seit Anfang des Jahres Videos mit Herrn Mögle-Stadel hochgeladen wurden. Alles olle Karmellen. U.a. kann man ihn auch bei Uwe Behnken sehen. Da will wohl jemand unbedingt Medienmogul werden.

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RE: Blaue Tonne

#20 von Albero , 08.06.2016 22:22

Die Weltbürgerstiftung – eine Fata Morgana?

Inzwischen kann ich mich nicht mehr des Eindrucks erwehren, dass das ganze System Mögle-Stadel ein einziges Potemkinsches Dorf ist, mit bröckelnden Fassaden. So wie beim Pressebüro Globe u.s.w. hatte ganz offensichtlich auch bei der Website der World Citizen Foundation WCF jener Dilettantismus Pate gestanden. Die Seiten bieten größtenteils nichts weiter als Bla-bla, Gemeinplätze und Absichtserklärungen.

Wo es ein bisschen konkret wird, z.B. bei der School of Democracy brechen die Aktivitäten Ende 2010 ab. Das wäre natürlich kein Beweis dafür, dass da nichts mehr laufen würde, aber auch die Website dieser Schule weist keine neueren Aktivitäten auf. Es würde mich mal interessieren, wie viele Spenden und Fördermittel da verplempert wurden. Nicht besser sieht es aus beim Schulprojekt Weltbürgerkunde. Viel heiße Luft und Schnee von vorgestern.

Und dann diese Seite: Der famose Weltbürger Stephan Mögle-Stadel mit dem Dalei Lama, der unerschöpflichen Quelle von Kalendersprüchen. Man mag ihn vielleicht als Weltbürger ansehen, aber er ist auch als Oberhaupt des tibetischen Buddhismus führender Vertreter einer feudalen und theokratischen Gesellschaftsordnung. Peter Ustinov war ein netter Weltbürger und als Präsident der Weltföderlisten engagiert. Die Welt kennt ihn eher als Komiker. Und der „Weltbürger Nr. 1“ Garry Davis (Vorname auf der Seite falsch geschrieben); „... dass für ihn kein einzelner Staat und keine Regierung zuständig seien, wurden als Exzentrizitäten eines spleenigen Amerikaners, nicht als Visionen des Propheten eines neuen Zeitalters angesehen.“ (Peter Coulmas, Weltbürger – Geschichte einer Menschheitssehnsucht, Seite 340).

Die WCF ist seit 1998 als private Stiftung im US-Bundesstaat Vermont registriert. Ihr Hauptquartier befindet sich in einer Besenkammer in New York. Die Liste der aufgezählten Persönlichkeiten und Verantwortlichkeiten sollte man nicht so ernst nehmen, denn die ist höchstwahrscheinlich auch nicht mehr aktuell. Was völlig fehlt, aber für eine ordentliche Stiftung selbstverständlich sein sollte: Jährliche Rechenschaftsberichte, oder wenigsten Tätigkeitsberichte mit Ergebnissen. Aber da war wohl seit 2011 nichts mehr.

Nun bin ich an einem Punkt angelangt wo ich mir sage:
Diese Weltbürgerstiftung lässt keinen seriösen Hintergrund erkennen.


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RE: Blaue Tonne

#21 von Richard Maxheim , 09.06.2016 09:41

E. Field Horine, der bei den Oldenburger Weltbürgern aktiv war, erzählte mir damals, dass Peter Ustinov Mögle-Stadel die Verwendung seines Namens mit Androhung von Rechtsmitteln untersagt hätte. In der Folge wurde der von Mögle-Stadel gegründete WFM-Germany e.V. auch nicht von der World Federalist Movement als deutscher Zweig anerkannt. Die guten Leute trennten sich von dem Verein und gründeten das Komitee für eine demokratische UNO KDUN, mit beachtlichem Erfolg.

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RE: Blaue Tonne

#22 von Albero , 16.06.2016 22:03

Da muss ich noch was zeigen. Auf der Website von Mögle-Stadels „Welt Bürger Organisation“ findet man eine Seite zum „Weltbürgerpreis für Menschenrechtseinsatz“. Da steht:

Zitat
Der neue Preis für Menschenrechtler und Menschenrechtsanwälte bzw. Anwälte, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte sowie für Pressefreiheit und eine Weltbürgerzivilgesellschaft engagieren, wird erstmals für den deuschsprachigen Raum am 19. November 2016 verliehen. An diesem Datum besetzten 1948 die Weltbürger Garry Davis, Albert Camus, Robert Sarrazac, Andre Breton u.a. die UNO-Versammlung in Paris. Drei Wochen nach dieser Demonstration wurde am 10. Dezember 1948 doch noch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet.
Der neue Preis besteht zudem aus einem Globus-Pokal und einem Geldpreis in Höhe bis zu 3.000 Euro und kann auch geteilt vergeben werden.


Ist das nicht mal eine noble Sache und so aktuell? Ich würde auf jeden Fall gerne Rechtsanwalt Dominik Storr für den Preis nominieren. Doch, das ist jetzt mein voller Ernst.

Das ist noch nicht alles. Es gibt eine neue Seite, die man von der Startseite aus vergrößern kann, „Fälle juristischer Diskriminierung im österreichischen Familienrecht gesucht“.
http://www.weltdemokratie.de/movies/mrr-promation.jpg
„... unter spezieller Beachtung von Fällen beim Bezirksgericht Graz“. Wieso ausgerechnet Graz? Googled man Mögle-Stadel und Bezirksgericht Graz dann kommt man zu dieser PDF-Datei (10.10.16: Die Seite ist nicht mehr aufrufbar, aber gesichert). Ein Artikel aus der inzwischen eingegangenen Zeitschrift PAPA-YA von 07/2012, von Harald Aschenmayer. Das ist der Betreuungskommissar für die Spielzeug-Weltpässe. Wie in diesem Artikel über eine österreichische Familienrichterin hergezogen wird, ist unter aller Sau. Aber die Richterin wurde ja bereits im Januar 2012 schriftlich gewarnt. Den schon fast erpresserischen Brief kann man hier nachlesen.

Das ist ja wohl eine Angelegenheit von Stefan Mögle-Stadel in eigener Sache, die er jetzt im Rahmen der Weltbürgerstiftung auf seine Art durchboxen möchte. Was hat das mit Weltbürgerarbeit zu tun? Und dafür wird auch noch um Spenden gebeten, die angeblich steuerlich absetzbar sein sollen. Piep-piep.


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RE: Blaue Tonne

#23 von Richard Maxheim , 16.06.2016 23:10

Nein, die Sache mit Graz ist auch schon älter. Sie war nur nicht so leicht zu sehen, weil sie auf der Schlampseite zwischen dem ganzen Krempel zusammengequetscht ist. Da wurde nichts draus, ist ja wohl klar. Es kann sein, dass der damalige Verein WFM-Germany e.V. steuerlich als gemeinnützig anerkannt war. Aber das ist Schnee von gestern. Der Brief an die Richterin, wie auch der Artikel in der Gazette, sind äußerst interessant. Mögle-Stadel hatte mir damals so einen Brief geschrieben, weil ich ihn wegen seiner egozentrischen Allüren kritisiert hatte. Der war genau in diesem Schreibstil verfasst. Mehr brauche ich dazu nicht zu sagen. Aber der Vorschlag mit Dominik Storr ist wirklich gut. Passt wie die Faust aufs Auge.

Richard

Nachtrag:
Hier ist noch eine Website, auf der Herr Mögle-Stadel seinen privaten Clinch mit dem Grazer Famliengericht auf groteske Weise global zu instrumentalisieren versucht:
http://www.hog-ngo.dk/ (10.10.16: Die Seite ist nicht mehr aufrufbar. Albero/Admin]
Da hat er sich aber wohl wegen der ehrverletzenden Veröffentlichungen gegen die Richterin ernsthaften Ärger mit der Justiz eingehandelt.


 
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RE: Blaue Tonne

#24 von Renate Beck , 18.06.2016 13:09

Das ist ja schlimm. Der hat ja fast nur Blendwerk fabriziert und das auch noch auf so primitivem Niveau. Gut zu wissen.
Aber wen wunderts da wenn die Weltbürger manchmal als Spinner angesehen werden.

LG Renate

 
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RE: Blaue Tonne

#25 von Albero , 04.07.2016 21:21

Club of Budapest
Ein New-Age-Krake zwischen Schein und Nichtsein


Es ist doch immer wieder erstaunlich, mit welchen merkwürdigen Vorstellungen manche Leute glauben, die Welt verbessern zu können. In Anlehnung an den renommierten Club of Rome gründete der ungarische Pianist und Pseudowissenschaftler Ervin László im Jahr 1993 den Club of Budapest. Um die Wichtigkeit des Clubs zu unterstreichen ernannte man eine ganze Reihe mehr oder weniger prominente Ehrenmitglieder. Die Seriosität dieser PR-Methode ist zumindest zweifelhaft.

Einen kritischen Überblick über die Aktivitäten des Clubs vermittelt das Psiram-Wiki. Darin werden auch einschlägige Verbindungen in die Esoterik-Szene aufgezeigt, wie z.B. zum Lucis Trust. In der Selbstbeschreibung seines Buches „Die Unteilbarkeit der Erde“ gibt Stephan Mögle-Stadel an, in den 90er Jahren Mitglied des Club of Budapest (er bezeichnet ihn falsch als Tochterorganisation des Club of Rome) gewesen zu sein.

2004 wurde die Kritik gegenüber dem Club of Budapest durch einen Artikel im Spiegel öffentlich. Verflechtungen wurden aufgedeckt, fauler Zauber den viele nicht für möglich gehalten hätten. Sah das alles doch äußerlich so positiv aus. In der Folge trat Generalsekretär Peter Spiegel von seinem Posten zurück und aus dem Club aus. Ebenso löste sich das damals vom Club protegierte KDUN aus dessen Schirmherrschaft. Von der einstigen Kooperation mit dem Club ist heute bei der Global Marshall Plan Initiative nichts mehr zu finden. Auch der im Psiram-Wiki genannte Johannes Heimrath, 2010 bis 2013 Generalsekretär, ist nicht mehr im Namen des Clubs tätig.

Aktuell unterhält der Club of Budapest in Deutschland keine Repräsentanz. In wie weit noch vereinsrechtliche Fragmente existieren ist nicht bekannt. International sieht es mit dem Club nicht besser aus, auch wenn auf dessen Homepage bunte Fähnchen zu sehen sind. Mehr Schein als sein. Die Tentakel des Kraken sterben langsam ab. Und was die Phantasien von Ervin László betrifft: Das ist größtenteils esoterischer Humbug, banaler Psycho-Firlefanz. Mit so etwas lässt sich Wissenschaft nicht verbiegen.
https://www.youtube.com/watch?v=mMwuax4EhyI

Ab damit in die Tonne.


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RE: Blaue Tonne

#26 von Renate Beck , 07.07.2016 13:13

Der alte Mann aus Budapest hat sich eine Parallelwelt zurechtgelegt in der er auch selbst zu leben scheint. Was da als anderer Bewusstseinszustand ausgegeben wird findet nur im Kopf statt und ist nichts weiter als Dösen. Das machen die alten Leute, mit denen ich tagtäglich zu tun habe, andauernd. Anders wäre ihr Zustand nicht erträglich.
Der Zappelfillip mit seinem Mystca TV hat ja lauter solche mysteriösen Gesprächspartner.
Ein ernst zu nehmender Wissenschaftler würde sich doch niemals in solch einen Dunstkreis begeben.
LG Renate

 
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RE: Blaue Tonne

#27 von Richard Maxheim , 07.07.2016 14:41

Hallo Renate,

bei Mystica TV („Wissen und Inspration > sic < für ein bewusstes Leben“, puuuuust) sind etliche knallharte Scharlatane, ja richtig üble Geldmacher zu sehen. Google nur mal die Namen zusammen mit „psiram“! Da hast du das ganze Elend.

Gruß
Richard


 
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