Victor Hugo – unserer Zeit weit voraus

#1 von Mondialist , 19.03.2019 00:38

Von dem französischen Schriftsteller Victor Hugo, der sich damals schon – insbesondere bei den Friedenskongressen 1849 in Paris und 1869 in Lausanne – für ein geeintes Europa und darüber hinaus für eine vereinte Welt ausgesprochen hatte, stammt das folgende Zitat:

Zitat
„Ich vertrete eine Partei, die noch nicht existiert: die Partei der Revolution der Zivilisation. Diese Partei wird das zwanzigste Jahrhundert machen. Daraus werden zunächst die Vereinigten Staaten von Europa, dann die Vereinigten Staaten der Welt hervorgehen.“


Aus dem Werk „Océan – Tas de pierres“ (1842)



Bei meiner Recherche nach genaueren Hintergründen bin ich bei Zeit-Online auf einen nun schon fast 60 Jahre alten Artikel von Friedrich Heer gestoßen, der m.E. bis heute nicht an Aktualität verloren hat:

Die höheren Formen des Drachenkampfes - Gegen einen Pessimismus, der uns verbieten will, an die Zukunft zu glauben

Eine besonders markante Aussage auf Seite 4:

Zitat
In unseren Landen fällt das Wagnis schwer, sich mit gutem Gewissen und bestem Wissen in die Zukunft hinein zu engagieren. Uneingestanden ist uns nämlich das rationale Bedenken, das vernünftige Planen verpönt. Es wird Schwärmern, Chiliasten, Spekulanten, Wirrköpfen und politischen Falschmünzern überlassen, da es wissenschaftlich, geistig und religiös als höchst verdächtig erscheint. Die Zukunft ist eine Sache der "Vorsehung", des ganz Irrationalen.


Könnte darin der Grund liegen, weshalb die allermeisten, die sich für Frieden, Gerechtigkeit, überhaupt für eine bessere Welt engagieren, einschließlich unsere gut meinenden Politiker, kaum Weitsicht erkennen lassen, dass sie wenig Mut zur Zukunft zeigen und lieber alles mit an den Haaren herbeigezogenen Bedenken zerreden?

Richard


 
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zuletzt bearbeitet 19.03.2019 | Top

   

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