Ein Manifest für globale Demokratie

#1 von Richard Maxheim , 28.07.2016 17:19

Schon etwas mehr als zwei Jahre alt ist dieses Manifest, welches von dem britischen Politikwissenschaftler David Held initiiert wurde. Professor Held selbst war wegen seiner Beziehung zur libyschen Gaddafi-Stiftung in die Kritik geraten. Ich möchte auf das Manifest hinweisen, denn es enthält wesentliche Aussagen.

Zitat
Deshalb fordern wir die Gründung neuer globaler Kommissionen, die auf nachhaltige, stabile und faire Entwicklung spezialisiert sind, sowie Abrüstung, präventiven ökologischen Schutz und die schnelle Umsetzung einer demokratisch-globalen Regierungsform, die sich all jener Themen annimmt, für die gegenwärtige zwischenstaatliche Gipfel nachweislich keine Lösung finden konnten. …...

Die existierenden nationalstaatlichen Organisationen müssen Teil einer breiteren und besser koordinierbaren Struktur werden, welche regionale demokratische Institutionen aller Kontinente einschließt und eine Reformierung des Internationalen Gerichtshofes, einen gerechteren und ausgewogeneren Internationalen Strafgerichtshof und eine parlamentarische Versammlung der Vereinten Nationen als Keim für eine künftige Weltregierung beinhaltet. …...

Autonomie und Selbstbestimmung sind nicht nur auf lokaler und nationaler Ebene geltend. Aus diesem Grund verfechten wir das Prinzip des Rechts auf Partizipation in globalen Entscheidungsprozessen, die unser Leben direkt beeinflussen. Wir möchten Weltbürger sein, nicht nur Weltbewohner. Deswegen fordern wir nicht nur eine lokale und nationale Demokratie, sondern eine globale Demokratie, verschreiben uns dieser Entwicklung und rufen alle politischen, intellektuellen und zivilgesellschaftlichen Führungspersönlichkeiten, als auch alle demokratischen Organisationen, Parteien und Bewegungen und alle Personen demokratischer Überzeugungen dazu auf, aktiv an ihrer Entstehung teilzunehmen.


Manifest für eine globale Demokratie

Richard


 
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RE: Ein Manifest für globale Demokratie

#2 von Albero , 29.07.2016 06:36

Das ist natürlich alles richtig, was da steht, und ich kann es unterschreiben. Eine überragende intellektuelle Leistung ist das Manifest allerdings nicht gerade. Das hätte ich auch so hingekriegt. Getrübt wird das ganze durch die Tatsache, dass dessen Initiator Geld von einem ausgemachten Wolf im Schafspelz angenommen hat. Die Umstände sind alles andere als seriös. Aber der Professor ist nicht der einzige, der derart auf dem Holzweg war. Siehe z.B. Jean Ziegler.

Schon 1982 glaubten namhafte Grüne mit Gaddafi reden zu können und folgten seiner Einladung. Vielleicht hat der angebliche Dritte Weg seines Grünen Buches sie dazu verleitet. Und warum musste die WCPA 2006 ihr Weltparlament ausgerechnet in Tripolis abhalten? Als wenn es dafür zu der Zeit keine besseren Plätze auf der Welt gegeben hätte. Die Deklaration von Tripolis, in der Gaddafi als "großer Führer" bezeichnet und gleichzeitig sein Name falsch geschrieben wurde, dokumetiert welches Maß an politischer Naivität und Dummheit dahinter steckte.


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
Albero
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zuletzt bearbeitet 17.08.2017 | Top

   

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