Posting an Ulrichs EineWeltPartei

#16 von Markus Rabanus , 09.03.2017 17:18

Ich habe es in deren Facebook mal mit lieben Worten probiert ;-)

Lieber Ulrich, 

es kann schon sein, dass sich eine mit Liebesschwüren garnierte Kritik bei vielen Menschen, dir und mir leichter tut, um konstruktiver zu scheinen, weniger schmerzlich zu sein, aber der Schmerz vieler Menschen ist oft bloß daraus, nicht genügend Freude an Meinungsverschiedenheit und Korrektur zu haben..

Zur Liebe gehört Frustrationstoleranz. Deshalb nimm meinen Hinweis mal bitte liebevoll mit Humor, dass wenn eine Programmatik auf den menschlichen Liebesbedarf und gar die Selbstliebe fokussiert, es dann eher für Eheberatung, Rudelsex und wohlige Stimmung in jederlei Verein taugt, während die Überlegungen einer "Eine-Welt-Partei" eher darauf zu richten wären, welcher Ordnung die Welt bedarf, um die weltpolitischen Verhältnisse eben auch in Fällen unzureichender Liebe bis hin zu rivalisierender Interessen und Rechtsbrüchen zu zivilisieren.

Wer sich diesem Problem nicht stellen mag, dem kommt alles andere als "Bewusstseinserweiterung" heraus, wie sie der Autor sich und seinen Mitstreitern verheißt. Mir klingt es nach Sekte und bedauerlich für die Klientel, denn dem erhofften Glück folgt der Kater, wenn auf der Flucht vor der Realität. 

Nun las ich den Programmentwurf allerdings nicht sehr weit - und vielleicht schwingt er sich irgendwann zu lichteren Höhen, aber als es dann nach und trotz Atomwaffen hieß, "Die größte Bedrohung der Menschheit" sei "mangelnde Freiheit und Fähigkeit, sich als Kreator zu beträtigen, sich als bewusstseinsfähigen, denkenden und fühlenden Souverän der Geschichte zu begreifen und zu erkennen", konnte nur nur noch Kopfschütteln sein.
Dann also mein Tipp zur Recherche, was gemeinhin unter "homo sapiens" verstanden wird, worin sich viele Menschen eher über- als unterschätzen. Wenngleich mitunter in religiöser Demut, aber auch die löst keine Probleme. 
 
Die Bedrohungen der Menschheit seitens der Menschheit sind aus Fähigkeiten, für die es politisch-organisatorische Voraussetzungen braucht, damit weniger Unfug passiert, keine Atomwaffe explodiert usw. 

Wenn Eurer "Eine-Welt-Partei" hingegen "Die größte Bedrohung der Menschheit" scheint, dass der Mensch Glück und seine Talente verkenne, dann nennt Euch bitte um, z.B. "Glücks- und Talentschmiede Wiesbaden e.V.", aber versteht, dass Euer Vereinsname für jeden kosmopolitisch engagierten Menschen eine Zumutung ist und Beschädigung des Anliegens obendrein. 

Oder legt Eure Webseite brach und diskutiert zunächst mal ausgiebig/ergiebig mit Menschen, die in längerer Tradition weltrepublikanischer Überlegungen stehen, wenn Euch diese Thematik ernsthafter interessiert.

Mit lieben Grüßen, 
Markus S. Rabanus
Friedensforschung.de, Berlin, d. 09.03.2017  


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RE: Posting an Ulrichs EineWeltPartei

#17 von Markus Rabanus , 13.03.2017 09:22

Ulrich Mathias antwortete:

Zitat
Lieber Markus,

welchen Ulrich meinst Du - Ulrich Franz Nettig, der den Programmentwurf geschrieben hat, oder mich (ein Vorstandsmitglied der Eine-Welt-Partei)? Ich fühle mich jedenfalls von Deiner Kritik nicht wirklich getroffen, da mich die großen Weltföderalisten aus der Esperanto-Bewegung wie Edmond Privat oder Kep Enderby geprägt haben (die ganz ähnliche Schwerpunkte setzten wie Du) und ich selbst den neuerlichen Tendenzen in unserer Partei mit gemischten Gefühlen gegenüberstehe.

Bislang ist das neue Programm lediglich ein Entwurf unseres Kassenprüfers und Lüneburger Kommunalwahl-Kandidaten Ulrich Nettig. Die "Glücks- und Talentschmiede" müsste den Zusatz "Lüneburg" und nicht "Wiesbaden" tragen. Manchmal bekomme ich aber den Eindruck, dass einige Weltföderalisten recht herzlose Eigenbrötler sind - und dann freut es mich sehr, dass wir in unserer Partei derzeit vor allem wegen der schon 13 Lüneburger Mitglieder eine sehr nette Atmosphäre haben und weiter wachsen.

Nicht wenige Positionen in dem Programmentwurf erscheinen mir zu "links" oder zu "esoterisch". Doch ich mag unsere Partei und kann mir vorstellen, sie auch dann noch zu unterstützen, wenn sich diese Positionen - durch demokratische Entscheidung unserer Mitgliederversammlung - bei uns durchsetzen sollten.

Herzliche Grüße
Ulrich



Ulrich Franz Nettig antwortete:

Zitat
Der Lüneburger Ulrich Franz Nettig bin ich, Danke, daß so viel Interesse an unserem Diskussionsentwurf besteht. Schade, dass Menschen, die um den Frieden in sich selbst und den Frieden in der Welt aus tiefstem Herzen bemüht sind, sich nicht zusammen setzen wollen, um das "Wie"gemeinsam zu beraten. Etwas mehr Wahrheit entsteht in der hitzigen Diskussion, in der jeder seine Meinung zum Besten gibt. Lasst uns gemeinsam um den besten Weg ringen und die Diskussion weiter führen.



Ulrich Matthias antwortete:

Zitat
"Nicht von außen wird die Welt umgestaltet, sondern von innen", schrieb Tolstoi. Zu diesem weisen Zitat passen die Ausführungen von Ulrich (Nettig) sicher besser als diejenigen von Markus.



Und ich (Markus) dann schließlich:

Zitat
Lieber @Ulrich Matthias, zunächst mal freut es mich, dass solch' Entwurf tatsächlich nur Entwurf ist und hoffentlich abgelehnt wird, denn er stellt im Vergleich zum älteren Programm ein Abgleiten ins Gruppentherapeutische, wobei es den Anschein hatte, dass die Gruppe schwieg, die es anging, denn Stellungnahme fand ich nur von Externen.
Also legt mal los mit Eurer Programm-Debatte ;-)

Zu Tolstoi: Ein toller Literat. Und sein Zitat, wenn im Kontext nichts anderes gesagt, so stimmt allemal "Die Welt wird ... von innen umgestaltet" insofern, dass es seitens der Menschheit geschieht, wenn ihr kein Asteroid auf die Mütze knallt, was sich wiederum weniger durch Gefühlsduselei, sondern allenfalls mit technischen Anstrengungen vermeiden ließe.
Ob Tolstoi hingegen ausdrücken wollte, dass es auf "den Frieden in uns selbst" (Ulrich Franz Nettig) ankomme, entscheidet darüber, ob loyal zitiert oder instrumentalisierend gegen den Sinn des Zitierten.

Nun warte ich mal ab, wie es sich bei Euch entwickelt.

LG (auch an Ulrich Franz Nettig)


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Abrechnung mit der Eine-Welt-Partei

#18 von Richard Maxheim , 23.03.2017 00:18

Da war ich aber wieder mal zu optimistisch, als ich dachte, man könnte die Eine-Welt-Partei irgendwann aus der Blauen Tonnen angeln. Die neuste Verlautbarung von Ulrich Franz Nettig auf der Facebook-Seite Eine-Welt-Partei Niedersachsen: „Hier ist mal ernste, seriöse Berichterstattung …“ piep-piep, belehrte mich eines anderen. Das ist keine sachliche, ernstzunehmende Kritik über die Situation in der Welt, sondern primitive, antiwestliche Hetz-Propaganda. Gar nicht liebevoll. Das ist Wiederkäuen tieffliegender „Friedensgrüße aus Moskau“. Geteilt wird das von Ulrich Matthias und Fabian R. Elleder. Solche „Wahrheit“ können sich die Eineweltparteiler sonst wo unterbringen.



Ich habe Fabian Elleder, dem „Vizepräsident“, mal ein bisschen auf den Zahn gefühlt. Er schreibt größtenteils unverständliches und widersprüchliches Zeug, hat wenig Kenntnisse über die Materie und wirft das Wenige auch noch durcheinander, so wie in dem obigen Video-Interview bereits dokumentier. Ich wüsste auch nicht, wie man diese Missverständnisse ausräumen könnte. Ein Durchsicht seiner Homepage bestätigt das. Dort erkennt man auch seine gehobenes Geltungsbedürfnis, das ihn zum Möchtegern-Manager beflügelt.



Dann ist mir noch aufgefallen, dass der fabelhafte Fabian offensichtlich ein Verschwörungstheoretiker ist, der den Gehirneiter vom 11. September für bare Münze nimmt. In seiner Facebook-Gruppe „Freunde der Eine-Welt-Partei“ hat er ein Video mit Andreas von Bülow, interviewt von Ken Jebsen, geteilt.



Ich habe ihn extra gefragt, ober er den Unsinn glaubt. Ja, er tut es, er nimmt das ernst. Seine Worte: „Was ich nicht sicher weiß ist, ob die strategischen Gründe dahinter nicht etwa gerechtfertigt sind. Meinst Du der Bülow erzählt Unsinn? Oder bist Du doch noch ein MAD Ehrenlegionär des Kanzleramts?“ Piep-piep.

Höchste Eisenbahn, sich von gewissen Leuten zu trennen. Und dann den blauen Deckel zu.


 
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RE: Abrechnung mit der Eine-Welt-Partei

#19 von Renate Beck , 23.03.2017 06:10

Das sind tragische Gestalten.
Sind so von sich überzeugt und merken nicht wie lächerlich sie sich machen.
LG Renate

 
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Zum Umgang mit Unverständigen

#20 von Markus Rabanus , 03.05.2017 12:32

Es lohnt zu unterscheiden zwischen unverständigen und wissentlichen Bremsklötzen, der wer aufgrund persönlicher Zerrüttung mit sich und der Welt paradiesische Verhältnisse erträumt - "mit selbst beginnend" (und endend), der wird Überlegungen und Modelle kaum nachvollziehen können, die widerstreitende Interessen per staatlichem Gewaltmonopol plattwalzen.

Die Rechtsstaatlichkeit passt dann einfach nicht zum Psychokonzept, zumal vielleicht schon Sorgerechtsprozesse verloren usw. das Ego deftig geknickt haben können. Auch vormals gescheite Leute scheitern dann an einfachsten Logiksätzen und folgen dann nur noch ihrer eigenen "Psycho-Logik", also verletzt, krank usw., entsprechend milder Umgang geboten. Ausgenommen von Milde welche, die daraus Geschäfte machen und Kranke bloß ausbeuten.

Politische Despektierlichkeit verdient sich hingegen, wer die Prinzipien von Demokratie und Gewaltenteilung innenpolitisch als alternativlos einsieht/vertritt, wenn er andererseits auf internationaler Bühne an Prinzipien des Stärkerenrechts festhalten will.
Wobei auch dann eher politische Kritik statt Despektierlichkeit angebracht ist, denn allein schon die verschiedenen Entwicklungswege vieler Staaten bis hinunter zu "glücklichen" Stammesgesellschaften (die unglücklicheren Stammesmitglieder sind halt entsorgt und keine Gegen-Zeugen mehr) stellen sich immerhin auch den wohlwollendsten Weltrepublikanern als Probleme dar - allerdings je nach Konzept, wie weit die Zuständigkeiten reichen, föderale und subsidiäre Ansprüche (u.a. auf Unrecht) gewahrt bleiben sollen.

Und ich erwähnte es schon hier oder anderswo, dass eben auch das weltrepublikanische Anliegen von der Entwicklungsstufe der Globalisierung abhängt, was im Umkehrschluss bedeutet: Früher wäre es schwieriger gewesen, Informations- und Reaktionsschnelligkeit betreffend. Also könnten wir es künftig leichter haben. - Es sei denn, dass Abschottungen vertieft werden.

Deshalb, ob nu' irjendwo ein Verein sich ein Wolkenkuckucksheim bastelt und etwa auf die homöopathische Astrologie anstatt die Asteroideneinschläge auf Bildschirm der Erdgeschichte hat, kann uns halt nicht Diskurs-Gegenstand sein. Und dass meinem netten Schreiben nicht geantwortet wurde, zeigt halt, dass es weniger um Kosmopolitisches geht und ich nicht als "Heiler" in Betracht komme ;-) So soll es sein.


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RE: Zum Umgang mit Unverständigen

#21 von Albero , 01.10.2017 20:52

Neues aus dem Eine-Welt-Sandkasten

Chefmanager Fabian fabulieren von einem Wahlbündnis zur nächsten Europawahl mit DiEM25. Aber das war wohl wieder nur so eine Schnapsidee.
https://groups.google.com/forum/#!topic/...elt/ma_xcZj9J1Y

Der Liebesuli hat einen nettigen Flyer getextet. Sie wollen keine Atombomben. Da fällt einem doch ein Schwein vom Herzen.
http://www.eineweltpartei.de/mediapool/9...destagswahl.pdf

Nachdem der Gelduli das Parteikonto nicht auf die Reihe bekommt
https://groups.google.com/forum/#!topic/...elt/pNOrQ1f-4_k
beklagt er sich über den Linksruck in der Partei. Ein Rechtsruck wäre ihm lieber gewesen. Also lässt er schon mal seinen Rückzug aus der Verantwortung durchschimmern.
https://groups.google.com/forum/#!topic/...elt/3LrZLcr7Ufo

Er hat wohl keine Lust mehr und Zeit sowieso nicht, nicht einmal für diese läppische Website. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
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zuletzt bearbeitet 01.10.2017 | Top

RE: Zum Umgang mit Unverständigen

#22 von Richard Maxheim , 01.10.2017 22:28

Oh je, muss man sich denn wirklich mit dem Kasperlkram weiter befassen?
Mach' bitte wieder zu!

Richard


 
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