11. November – UNPA-Kampage beim Visionsgipfel in Berlin

#1 von Richard Maxheim , 07.10.2016 18:15

Die Kampagne für eine parlamentarische Versammlung bei den Vereinten Nationen UNPA veranstaltet im Rahmen des diesjährigen VISION SUMMIT, der unter dem Motto „Future for all – The power of social inclusion – Für eine breite gesellschaftliche Teilhabe und Zukunft für alle“ steht, den Workshop

EIN WELTPARLAMENT BEI DER UNO ALS EINSTIEG
Die überfällige Demokratisierung aller transnationalen Einrichtungen


„Wir meinen, dass in Zeiten von Brexit, des Aufstiegs gefährlicher Demagogen und fremdenfeindlicher Stimmungen positive Visionen zur Zukunft der globalen Gemeinschaft nötiger denn je sind. Zusammen mit Teilnehmern des Vision-Summit wollen wir Impulse, Ideen und Initiativen für die nächsten Schritte unserer Kampagne entwickeln,“ so die beiden Moderatoren Dr. Rasmus Tenbergen und Andreas Bummel.

Nähere Informationen im Programm (PDF) auf Seite 6.


 
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RE: 11. November – UNPA-Kampage beim Visionsgipfel in Berlin

#2 von Albero , 09.10.2016 14:15

Ich habe mir das Programm dieser Veranstaltung mal durchgelesen, ich meine den ganzen Summit. Das ist ja unheimlich kompakt, was da an einem Tag durchgegipfelt werden soll. Es dürfte wohl mehr eine Show für elitäre Insider sein, für die schon das meiste fest steht. Man siehe auch den Eintrittspreis von 100 Geld. Aber egal, die Themen sind alle interessant und sicherlich wichtig. Bleibt zu hoffen, dass hier nicht die Berge kreißen und ein Mäuslein wird geboren.

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RE: 11. November – UNPA-Kampage beim Visionsgipfel in Berlin

#3 von Albero , 06.11.2016 18:24

Ich habe mal ein bisschen über die Hintergründe dieses ganzen Summits gegoogled. Treibende Kraft ist wohl eindeutig Peter Spiegel, ein wahrer Tausendsassa. Hier seine Homepage zur Person. Seine Biografie ist ja noch dichter als der Vision Summit. Wieso ist jemand mit so viel Energie nicht in der bestimmenden Politik? Der könnte doch schon längst Minister sein oder mehr.


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RE: 11. November – UNPA-Kampage beim Visionsgipfel in Berlin

#4 von Richard Maxheim , 06.11.2016 21:43

Ja, das ist ein guter Mann. Er hätte in der Politik sicherlich Karriere machen können. Allerdings muss man dafür in einer politischen Partei sein. Und da fängt es schon an eng zu werden. Solche Initiativen kann man da nicht mehr so einfach entfalten, denn es gibt dann genug „pragmatische“ Parteifreunde, die etwas dagegen einzuwenden haben. Kreative Leute bleiben besser unabhängig. Außerdem ist Peter Spiegel Bahá'í. In dieser Glaubensgemeinschaft sind parteipolitische Aktivitäten nicht statthaft. Vor einer Woche hat Peter Spiegel bei Change.org eine wichtige Petition gestartet. Es ist fraglich ob er das als Parteipolitiker hätte tun können.

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RE: 11. November – UNPA-Kampage beim Visionsgipfel in Berlin

#5 von Albero , 07.11.2016 13:44

In einer Partei muss man sich in der Argumentation etwas mehr anstrengen, wenn anderen Parteimitglieder eine Sache mittragen sollen. Das kann man als Filter betrachten, in dem das reine Wunschdenken hängen bleibt. So sollte es jedenfalls in einer ordentlichen demokratischen Partei laufen. Es klappt leider immer weniger. Das Parteiverbot der Baha'i ist allerdings eine Einschränkung der freien politischen Betätigung. Damit stehen sie außerhalb unserer Freiheitlich-demokratischen Grundordnung, welche ausdrücklich ein Mehrparteiensystem vorsieht. Anders wäre ja auch keine funktionierende demokratische Opposition möglich. Erdogan lässt grüßen.

Aber bei Religionen ist so etwas nicht ungewöhnlich, da sie irrationale Überzeugungssysteme sind. Das ist bei den Baha'i nicht anders, auch wenn sie sich aufgeklärt geben. Sie vertreten im Prinzip so eine Art Soft-Islam, um vieles moderner als z.B. die Katholische Kirche. Allerdings muss man auch sehen, dass das Ziel ihrer göttlichen Offenbarung die globale Theokratie ist, sozusagen ein Weltgottesstaat. Der ist natürlich unmöglich, da es diesen Gott nicht gibt. Also würde das, sofern für die Baha'i einmal die erwünschten großen Erfolge eintreten sollten, am Ende rein theoretisch zu einer von Menschen gemachten, religiösen Weltdiktatur führen.

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RE: 11. November – UNPA-Kampage beim Visionsgipfel in Berlin

#6 von Richard Maxheim , 07.11.2016 20:30

Das mit dem Weltgottesstaat ist wirklich reine Theorie und praktisch unmöglich. Erst einmal gibt es diesen Gott gar nicht und zweitens würde der größte Teil der Bahá'í da selbst nicht mitmachen. Ich war eine Zeit lang – etwa 6 Jahre – dabei und habe die Gemeinschaft von innen kennengelernt. Die meisten sind ganz normale Menschen, die ihren Glauben ebenso wenig tierisch ernst nehmen wie die meisten Durchschnittschristen. Fanatiker sind mir überhaupt keine aufgefallen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander, im positiven Sinne. Sie sind durch die Bank weltoffen, gebildet, tolerant und menschenfreundlich. Gute durchschnittliche bis vorbildliche Weltbürger. Paradoxerweise haben mich die Bahá'í-Lehren gelehrt Atheist zu werden. Man soll ja als Bahá'í ständig selber nach der Wahrheit suchen. Die Suche führte mich zum Ausgang. Ich hatte auch nach meinem Austritt freundschaftliche Beziehungen zu einer ganzen Reihe von „Freunden“, wie man sich dort gegenseitig nannte.

Ich schlage vor, diesen Thread zu schließen. Weiter geht es dann HIER.

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RE: 11. November – UNPA-Kampage beim Visionsgipfel in Berlin

#7 von Albero , 07.11.2016 23:59

Okay. Bei mir in der Nachbarschaft wohnt ein Ehepaar von Jehovas Zeugen. Unheimlich nett und freundlich, obwohl ich ihnen schon erklären musste, dass ich Atheist bin und warum. Ich weiß auch, dass ich deshalb nach ihrem Glauben eine Ausgeburt des Leibhaftigen sein muss. Ist ihre Freundlichkeit noch echt?
Du warst bei den Baha'i an der Basis. Da mag das alles zutreffend sein, was du geschrieben hast. Kennst du aber auch die Politik der Verantwortlichen bei deren Administration auf nationaler und internationaler Ebene genau? Ich bin bei solchen Leuten immer für Wachsamkeit. Alle die sich für die Baha'i-Religion interessieren oder mit Baha'i kooperieren möchte ich deshalb diese Lektüre empfehlen:
https://de.scribd.com/doc/311227984/DER-...icicchia-German

Es kann nie schaden.
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