Future for All – Zukunft für alle

#1 von Richard Maxheim , 24.11.2016 23:44

Bereits in der Ankündigung zum VISION SUMMIT (Visionsgipfel) 2016, der am 11. November in Berlin stattfand, wurde die Initiative „Future for All – The Power of Social Inclusion“ angesagt, bei der es um nicht weniger als eine neue gesellschaftliche Leitidee gehen soll. Der Start dieser Initiative war das erklärte Ziel des Vision Summit. Wie man lesen kann, soll der Start auch erfolgreich gewesen sein. Dazu wird viel Optimismus verbreitet, den man für so etwas ja auch ganz gut gebrauchen kann.

Veranstalter des Visionsgipfels war das GENISIS INSTITUTE, eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Berlin, dessen Leiter und Geschäftsführer Peter Spiegel ist. Dieses Institut soll ebenso die Koordination der Initiative „Future for All“ übernehmen. Aber so einfach geht das mit dem Start auch wieder nicht. Peter Spiegel hatte bereits am 16. Oktober in seinem Blog bei GOOD IMPACT (guter Einfluss) geschrieben:

Zitat
Crowdfinanzierung des Starts der Initiative
Wir haben viel vor, sehr viel und sehr weitreichendes. Um die Initiative "Future for All" zum Erfolg zu führen, brauchen wir bis Anfang Dezember 2016 eine Startfinanzierung von mindestens 150.000 Euro. Hierfür haben wir einen Förderfonds auf betterplace eingerichtet. Wir freuen uns auf aktive Mitträgerschaft auch auf dieser Ebene.


Bei betterplace.org kann man nachschauen, wie weit diese Art der Finanzierung seit Oktober gediegen ist.



Bis Anfang Dezember sind es noch eine Woche. Es ist wahrscheinlich, dass sich der Zeitplan für die Aktion etwas verschiebt. Nur keine Hektik. Den Visionen Peter Spiegels folgend muss dass ja auch so etwas wie ein Jahrhundertwerk werden.

Mit einem Monat Verspätung hat „Future for All“ nun eine extra Website. Hier haben wir eine brauchbare Ausgangsbasis für die kritische Begleitung und ggf. Teilnahme an dem einen oder anderen konkreten Projekt.

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RE: Future for All – Zukunft für alle

#2 von Renate Beck , 25.11.2016 22:46

Also ich bin platt ! Noch so eine Seite voll von englischen Begriffen. Ich muss ständig nachgoogeln was das heißen soll. Das nervt total. Warum machen die das so ? Ist das ein Spleen von denen oder soll das damit besonders wichtig klingen ? Und dann dieses merkwürdige Finanzierungsmodell. Soll das ein Witz sein ? Geht man vom aktuellen Stand aus ist das Projekt schon gescheitert. Aber der Start war ein voller Erfolg. Also wer da nicht hellhörig wird.
LG Renate

 
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#3 von Albero , 26.11.2016 08:30

Du sagst es, liebe Renate. Dem nüchternen Betrachter müssen da Zweifel kommen.

Die auffällige Verwendung von englischen Begriffen ist offensichtlich so eine Marotte in der Szene. Man will damit Sprüche, Worthülsen und Schlagworte aufmotzen und damit den Global Player herauskehren. Mit der Seite von Future for All haben wir jetzt noch so eine Fassade in diesem Kartenhaus-System. Schön bunt, mit großen Fotos und großartigen Ankündigungen. Bis jetzt sind das alles noch Wiederholungen von anderen Websites. Um die Geschichte im Detail beurteilen zu können muss man mal abwarten, ob und wie sich die „Zukunftsthemen“ entwickeln.

Wegen der Finanzierung braucht man sich keine Sorgen zu machen. Sechs Spender sind ja schon da. Kommt ein Siebter hinzu, können sie einen Förderverein gründen. Der Spendenaufruf wurde vom Genisis Chief Business Development Officer Markus Stegfellner erstellt. Da ist der volle Erfolg garantiert. Auch Peter Spiegel muss Ahnung von Finanzen haben. Laut Selbstdarstellung ist er seit 2012 Vorstandsmitglied bei PlaNet Finance Deutschland.

Screenshots eingefügt 23.03.17 / rm


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RE: Future for All – Zukunft für alle

#4 von Richard Maxheim , 28.11.2016 13:15

Ich meine, dass der Vergleich mit einem Kartenhaus nicht so richtig passt. Das würde ja bei der geringsten Erschütterung zusammenkrachen. Für mich sieht das eher aus wie ein vielfältiges Geflecht von Möglichkeiten an Spenden, Fördergelder und Zuschüsse zu kommen, alles gemeinnützig und steuerbegünstigt. Da kann man sich prima gegenseitig unterstützen, selbst beweihräuchern und mit Preisen auf die Schultern klopfen. Dass das bewusst konstruiert wurde, denke ich nicht. Es hat sich vermutlich aus der Praxis so ergeben. Und wenn mal eines der Elemente nicht mehr so richtig funktioniert oder in massive Kritik gerät, kann man in vollem Galopp vom einen Pferd auf das andere überspringen. Das System bringt seinen Protagonisten wahrscheinlich ein gutes Auskommen, ohne dass sie dafür jemals eine Schippe in die Hand zu nehmen brauchen. Die einzige Schwachstelle besteht darin, dass es auffällig ist. Aber wer will da was kritisieren, wo die Leute doch sooo viel Gutes tun?

Die einzelnen Zukunftsthemen zu analysieren ist sicherlich nicht verkehrt. Es sollte dabei auch um die Frage gehen, welche Interessen genau dahinter stecken. Reiner Altruismus ist das auf jeden Fall nicht, wird auch nicht behauptet und wird auch niemand fordern. Bedenklich sind irrationale Überzeugungssysteme. Da schimmert einiges durch.

Richard


 
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RE: Future for All – Zukunft für alle

#5 von Renate Beck , 28.11.2016 18:28

Tun sie denn wirklich so viel Gutes ? Es werden doch immer nur Erfolgsbeispiele genannt die auch ohne den Vision Summit zustande gekommen wären. Und stimmen die auch wirklich so wie da erzählt wird ? Für mich ist das eine große Schaumschlägerei. Man sollte den Herrn Spiegel mal genauestens abklopfen !
LG Renate

 
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RE: Future for All – Zukunft für alle

#6 von Albero , 29.11.2016 13:44

Da Peter Spiegel offensichtlich der Spiritus Rector und Motor der ganzen Show ist, wäre es durchaus angebracht seine bisherigen Aktivitäten kritisch zu hinterfragen. Da erscheinen noch mehr „hochkarätige“ Persönlichkeiten, bei denen man das tun sollte. Ich würde aber erst einmal abwarten, was „Future for All“ in nächster Zeit bringt und ob das überhaupt relevant ist. Die erste Kampagne für den globalen Mindestlohn haben wir ja bereits hier auf dem Schirm. Die ist ohne Zweifel relevant.

Die Metapher mit dem Geflecht ist sicherlich treffender. Man könnte das System vielleicht auch als Verschachtelung ansehen. Daraus erklärt sich möglicherweise der Umstand, dass Peter Spiegel die Affäre „Planet Life University“ zumindest in der Szene unbeschadet überstehen konnte. Als damaliger Generalsekretär des Club of Budapest dürfte er maßgeblich daran beteiligt gewesen sein.


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RE: Future for All – Zukunft für alle

#7 von Richard Maxheim , 29.11.2016 23:00

Future for All hat seit einer Woche einen eigenen Kanal bei YouTube, wo man die Vorträge vom diesjährigen Vision Summit sehen und hören kann. Die Beiträge wurden von der Firma VisionGate TV GmbH produziert (Hinweis jeweils am Ende der Filme). Wie man aus der Seite ÜBER UNS ersehen kann, gehört sie ganz klar zur Szene – man kennt sich, es sind alle Partner in dem Geflecht – und wurde sicherlich bewusst mit den Filmaufnahmen betraut. Man braucht nur in den ONLINE SHOP „Neue Welt Sicht“ von VisionGate zu klicken und schon befindet man sich im Schlamassel irrationaler Überzeugungssysteme. Besonders bedenklich das Stichwort „Krebs“. Zu jedem dort feilgebotenem Produkt gibt es eine aufklärende Seite im Psiram-Wiki. Man braucht nur die Namen oder Titel zusammen mit dem Wort Psiram zu googlen. Den Shop findet man auch bei MOMANDA, einem ganz besonderen Netzwerk.

Meine Fresse, das fängt ja schon gut an.

Richard


 
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RE: Future for All – Zukunft für alle

#8 von Renate Beck , 30.11.2016 07:27

Du liebe Zeit was verkaufen die da für ein Zeug !
Ist das Social Business ? Sehen so die Geschäftspartner des Social Entrepreneurship aus ? http://www.visiongate.tv/unsere-partner
Schaut Herr Spiel sich seine Partner nicht vorher an oder hat er in seinem Eifer keine Zeit dafür oder ist ihm das völlig egal ? Ich kann nur noch den Kopf schütteln.
LG Renate

 
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RE: Future for All – Zukunft für alle

#9 von Albero , 30.11.2016 20:45

In dieser Szene herrscht eine märchenhafte Toleranz, selbst gegenüber dem größten Humbug. Das gehört zum allgemeinen Selbstverständnis. Alle sollen an einer besseren Welt mitgestalten dürfen, auch wenn sie puren Unsinn vertreten. Man möchte bewusst nicht darauf verzichten, weil ja sonst die Kreativität behindert werden könnte. Und selbst braucht man es dann mit der Wirklichkeit auch nicht so genau zu nehmen. Da sind negativen Einflüssen Tür und Tor geöffnet.

Gesine Schwan Global Goals

Es ist interessant sich die Vorträge vom Vision Summit in aller Ruhe anzuhören. Hier mal als erster der von Frau Prof. Gesine Schwan. Sie zeigt zurecht auf, wie schwierig es ist mit neuen Lösungsansätzen verkrustete Strukturen aufzubrechen. Ja, das kostet Mühe. Kein neues Problem, wobei Macht sicherlich eine wesentliche Rolle spielt. Es gibt allerdings auch berechtigte Widerstände, aus Skepsis gegenüber unrealistischen Vorschlägen, esoterischer oder pseudowissenschaftlicher Naivität. Die führt Frau Schwan nicht an.

Ab Minute 11:30 offenbart sie dann ihr etwas eigenwilliges Wissenschaftsverständnis, so als müsse als Lösung des Problems die Wissenschaft sich mit dem „Wissen und der Erfahrung in der Gesellschaft“ arrangieren. Mein lieber ….. liebe Frau Schwan, Wissenschaft hat nichts mit Demokratie oder Diplomatie zu tun und kann absolut kein altes Wissen, keine Anekdoten und schon gar keine Urban Legends oder Volksmeinungen gebrauchen. Da geht es ausschließlich um reale, überprüfbare Fakten. Wer eine bessere Welt will, sollte sich daher für exakte Wissenschaft sowie rationale Politik stark machen.


Von Oktober 1999 bis September 2008 war Frau Schwan Präsidentin der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder. Unter ihrer Präsidentschaft wurde dort 2007 das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften gegründet, welches der Viadrina in Fachkreisen den Spitznamen „Hogwarts an der Oder“ einbrachte.

Noch Fragen?


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RE: Future for All – Zukunft für alle

#10 von Albero , 01.12.2016 18:34

Dr. Franz Alt Future for All

Wenn der "ökologische Jesus" real wäre, würde er bestimmt Franziskus Solaris den Fünfvorzwölften zu seinem Stellvertreter auf Erden ernennen. Franz Alt ist im deutschsprachigen Raum wohl einer der bekanntesten und zugleich umstrittensten Verfechter einer machbaren ökologischen Revolution. Seine Reden sind wahre Predigten, wortgewaltige Standpauken an die Welt. Dass seine Ausführungen naturwissenschaftlich nicht immer wasserdicht sind liegt wohl daran, dass er kein Naturwissenschaftler ist. Von daher gibt es sachliche Kritik, aber auch viel überzogene Polemik. Man muss nur mal „franz alt kritik“ googlen. Letztere wurde oft dadurch animiert, weil er mitunter in Kreisen referierte, die dem Rechten Rand zugeordnet werden. Hier ist sein Standardvortrag beim Vision Summit 2016. Eigentlich nichts Neues und zudem komprimiert vereinfacht, aber das ändert nichts daran, dass es im Prinzip richtig ist was er da sagt.


Franz Alt war bereits bei der Affäre „Planet Life University“ mit von der Partie. Nun gehört er zusammen mit der Allianz-Frau Regine Lorenz und Peter Spiegel zum führenden Dreigestirn von „Future for All“.

Wenn ein Veranstalter solch eine prominente Persönlichkeit zu einem Event einlädt, steht auch die Frage der Kosten im Raum. Erstaunlich welche Summen dabei manchmal über den Tisch wandern. Franz Alt ist im Vergleich zu anderen noch recht günstig. In dem Zusammenhang ergibt sich die Frage: Was bekommt er für seine Reden beim Vision Summit? Oder spricht er dort ausnahmsweise unentgeltlich? Das wäre dann Social Engagement. Aber hier geht es um Social Business. Da muss doch was bei rüber kommen, sonst ist das kein Win-win. Diese grundsätzliche Frage betrifft übrigens alle Redner des Vision Summit. Schließlich waren die Eintrittspreise nicht unerheblich.


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RE: Future for All – Zukunft für alle

#11 von Renate Beck , 02.12.2016 13:00

Ohne Moos nix los.
Regine Lorenz bekommt ihr Gehalt bestimmt von der Allianz-Versicherung und Peter Spiegel hat seine Firmen und Beteiligungen. Bei dem Spendenaufruf https://www.betterplace.org/de/projects/48788 sind so komische Teilbeträge angegeben: 9999 €. Was das wohl soll? Sieht auf jeden Fall merkwürdig aus. Überhaupt ist das alles sehr merkwürdig. Wer da Geld spendet muss doch total naiv sein.
LG Renate

 
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RE: Future for All – Zukunft für alle

#12 von Albero , 02.12.2016 21:52

Diese Art ist in der Tat eher dazu geeignet potentielle Spender abzuschrecken. Das scheint ja auch zu funktionieren. Der letzte Posten in der Reihe: „Entwicklung und Betreuung Finanzierungskonzept“, benötigt werden 9.999,00 €. Piep-piep.
Es könnte sein, dass die 9999 etwas damit zu tun haben, dass Peter Spiegel Anhänger der Baha'i-Religion ist. Das wurde bereits HIER angesprochen. Die Zahl 9 hat bei den Baha'i so eine Art mystische Bedeutung und wird gerne symbolhaft verwendet. Es könnte der Schlüssel dafür sein, dass das Geld doch noch zusammen kommt. Unter den Baha'i gibt es nicht wenige sehr wohlhabende Leute. Man kennt sich sicherlich auch dort, denn Peter Spiegel war von 1988 bis 2001 Mitglied des deutschen Nationalen Geistigen Rates der Baha'i. Aber egal von welcher Seite das Geld kommen mag, wäre damit auch die Frage nach einer möglichen Einflussnahme offen.

Bei seinem Eröffnungsvortrag zum Vision Summit kann man Peter Spiegel als einen kaum zu bremsenden Utopisten erleben, voll im Paradisemaker-Stress. In etwas mehr als 10 Minuten hechelt er all das durch, was an Weltverbesserung zu hundert Prozent erreicht werden könnte und bei diesem Kongress gestartet werden soll. Da hebt jemand deutlich vom Boden der Machbarkeit ab. Nach Minute 2:50 empfiehlt er die Ansichten von Gerald Hüther, dessen fachliche Kompetenz bereits anlässlich des „Vision Summit EduAction 2013“ von ZEIT-ONLINE kritisch hinterfragt wurde.


So kommt man an einen Punkt, an dem man auch die fachliche Kompetenz von Peter Spiegel beleuchten sollte. Er bezeichnet sich selbst als Soziologe, was auch immer wieder an verschiedenen Stellen im Internet zu lesen ist. Laut seiner Biografie hatte er von 1974 bis 80 Soziologie an der Uni Regensburg studiert. Von einem Abschluss steht da nichts. Da man davon ausgehen kann, dass er ein vorhandenes Diplom vermerkt hätte, dürfte die Annahme nicht unbegründet sein, dass er keinen Studienabschluss besitzt. Nun ist die Berufsbezeichnung Soziologe nicht rechtlich geschützt. Unter ordentlich examinierten Soziologen hat so etwas allerdings ein Geschmäckle.

Es stehen weitere Angaben in der Biografie, die einen aufgeblasenen Eindruck machen. Davon kommt hier vielleicht das eine oder andere noch zur Sprache, sofern es von Bedeutung sein könnte.


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RE: Future for All – Zukunft für alle

#13 von Richard Maxheim , 03.12.2016 13:00

Die Seite, auf der er sich selbst als Soziologe benennt, ist schon etwas älter. Das macht er auf der aktuellen Genisis-HP nicht mehr. Aber man findet das im Netz, wenn man „Soziologe Peter Spiegel“ googled, z.B. bei der Huffington Post. Dass er mal Generalsekretär der Club of Budapest gewesen war, hält er immer noch für erwähnenswert. An seiner Stelle würde ich das lieber nicht mehr an die Große Glocke hängen.

Die alten Genisis-Seiten finde ich deshalb interessant, weil sie den Stand der Dinge von vor zwei Jahren wiedergeben. Man bewegt sich im Kreis. Das kann auch kein neuer Slogan verschleiern. Dass wir hier in der Einschätzung der Szene ungefähr richtig liegen, bestätigen diese ausführlichen Impressionen vom Vision Summit 2012, die insgesamt positiv ausfallen, aber auch dokumentieren, wie die Bewegung 2016 gegenüber der von 2012 geschrumpft ist; nicht nur quantitativ, sondern auch in der Qualität.

Mir bereitet es Bauchgrimmen, dass die UNPA darin involviert sein soll.

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RE: Future for All – Zukunft für alle

#14 von Albero , 04.12.2016 12:14

Herr Spiegel wird auch in dem Artikel bei der Frankfurter Rundschau als Soziologe bezeichnet, und als Zukunftsforscher. Ist ja klar: Wenn man Future for All will, muss man auch Futurologe sein. Das ist ziemlich frisch, und die Redakteurin gab ja an, mit ihm gesprochen zu haben.

Aktive Teilhabe – Die neue Welt der Zukunft für alle

Ja natürlich muss Demokratie weiterentwickelt. Wir brauchen dafür keine philosophische Neuerfindung des Rades. Das geht aber nicht von alleine. Dafür müssen die Bürger schon selber den Hintern hoch kriegen. Es gibt heute – jedenfalls hier in Deutschland – so viele Möglichkeiten der politischen Partizipation, aber die meisten Leute sind zu bequem dazu und können nur meckern. Die Idee mit den Runden Tischen ist doch kalter Kaffee. Wenn die Leute wollen, können sie so viele Runde Tische gründen wie sie möchten. Verkehrt ist das nicht und auch nicht neu. Siehe die Zukunftswerstätten nach Robert Jungk. Letztendlich müssen aber die entscheiden, die für diesen Aufgabe demokratisch gewählt wurden, und nicht diejenigen, welche die größte Klappe und das dickste Sitzfleisch an Runden Tischen haben.

Change.org, Generator virtueller Meinungsblasen und Gewinner des Big Brother Awards 2016, hat mit Demokratie und tatsächlicher Partizipation nichts zu tun. Das Stimmvolk dort macht für die Demokratie keinen Finger krumm, außer den zum Klicken. Zu der Firma hatte ich ja hier schon was geschrieben. Jüngst hat sich die deutsche Filiale einen Föderverein zur Seite gegründet, der gemeinnützig sein soll und Spenden sammeln will. Von wem wurden die wohl beraten?

Da hängt dann auch die UNPA mit drin. Eine seriöse Kampagne für parlamentarische Demokratie auf Weltebene. Schwafelrunden und beliebigen Volksabstimmungen per Mausklick sind da fehl am Platz. Flippiges Zukunftsgedöns ist hier genau das Falsche. Die Aktionswoche für ein Weltparlament war mir diesbezüglich schon suspekt und hat auch nicht viel gebracht. Die UNPA-Kampagne läuft offensichtlich erfolgreich, wenn auch mit zäher Ausdauer und in kleinen Schritten. So sollte sie zielstrebig fortgesetzt werden. Allerdings ist Peter Spiel neben seinen vielfältigen Funktionen auch einer der stellvertretenden Vorsitzenden des KDUN, auch wenn er in seiner Biografie meint, dass das eine „Kommission“ sei. Und das KDUN ist verantwortlicher Träger der UNPA.


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RE: Future for All – Zukunft für alle

#15 von Renate Beck , 04.12.2016 14:35

Wer da nicht die Übersicht verliert muss ein Organisationsgenie sein. Es sieht für mich nicht danach aus als ob Herr Spiegel das wäre. Sieht eher aus als würde er sich selbst total überfordern. Vielleicht hat er aber doch einen Abschluss beim Studium und nur vergessen ihn in seinem Lebenslauf anzugeben weil er für ihn nicht so wichtig ist. Vielleicht sollte man ihn mal fragen und auch was er zu der Kritik hier zu sagen hat.

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