RE: Weltbürger-Register

#16 von Albero , 10.05.2017 21:57

Nun habe ich mich mal etwas intensiver durch die Internetseiten von RECIM gewühlt. Das ist eine Menge Stoff und vieles schon etwas länger her. Daniel Durand scheint der einzige zu sein, der da kontinuierlich was tut. Es erscheinen zwar noch viele Namen, von denen aber kaum Aktivitäten zu erkennen sind. Auffällig das fortgeschrittene Alter der meisten genannten Personen. Ich habe den Eindruck, dass die Sache mehr und mehr an Bedeutung verliert und nur noch auf Grund des französischen Traditionsbewusstseins vorhanden ist. Und wenn man sich mal zu einem „Kongress der Völker“ oder so etwas trifft, dann kann man das wohl eher als – um den Ausdruck von Markus zu gebrauchen – Weltgeselliges verstehen.


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RE: Weltbürger-Register

#17 von Richard Maxheim , 11.05.2017 20:34

Ohne Zweifel ist Daniel Durand derjenige, der sich bei RECIM am meisten für die Sache engagiert. Neben vielen Aktivitäten schmeißt er auch die Internetseiten des Weltbürger-Registers. Bei Facebook findet man ihn mit dem Nick „Daniel Mondcivitano“, aus dem man schließen kann, dass er ebenfalls der Esperanto-Bewegung angehört. Geschichte, Tradition und Nostalgie sind auch mit an Bord, wie man aus vielen seiner Textbeiträge ersehen kann. Aber es gibt noch andere, allerdings deutlich weniger Aktive. Daniel wohnt ziemlich weit im West Frankreichs, im Département Maine-et-Loire. Das Hauptquartier von RECIM befindet sich am Boulevard Vincent Auriol in Paris.



Da sind natürlich auch Leute, die den Laden schmeißen. Dann gab es in den Anfängen eine von den französischen Weltbürgern initiierte Bewegung, welche sie „Mundialisation“ nannten. Es ging darum, dass sich Dörfer, Städte und Kreise symbolisch zu Weltterritorien erklärten. Eine Liste findet man noch auf der Seite der „Weltregierung“ von Garry Davis als Mundialized Communities and Towns. Während man heute sicherlich in den meisten dieser Städte nichts mehr davon weiß, hat die Tradition in Cahors im Département Lot überlebt. Die Stadt hatte sich damals in Sachen Weltbürger-Bewegung besonders hervorgetan. Einen deutschen Artikel darüber kann man HIER nachlesen.

Diese „Mundialisation“ soll ja heute noch fortgeführt werden, ebenso wie das Weltbürgern-Register. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, wie man damit an die alten Zeit anknüpfen könnte. Da muss ich mal abwarten, was mir Daniel Durand dazu schreibt. Bezüglich Registrierung von Weltbürgern hat sich aktuell eine neue Idee aufgetan, die der neuen Zeit und den neuen technischen Möglichkeiten vielleicht eher gerecht wird: Für weltweite Abstimmungen über das Internet. Dafür würde die Registriererei auch Sinn machen.

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RE: Weltbürger-Register

#18 von Albero , 12.05.2017 16:20

Wegen der Unübersichtlichkeit der bunten RECIM-Seiten bleibt es mehr oder weniger dem Zufall überlassen was man da findet. So ging es mir mit dem „Museum“. Heute habe ich noch eine Seite gefunden, u.a. mit aktuellen Infos, nicht nur von RECIM, sondern aus der ganzen Weltbürger-Szene, Geschichte und Weltgeselliges inklusive. Die Seite soll zweimal die Woche aktualisiert werden.

http://www.citoyensdumonde.fr/


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RE: Weltbürger-Register

#19 von Richard Maxheim , 12.05.2017 23:28

Es gibt doch immer wieder neue Entdeckungen.
Die dort erwähnte Initiative La Marche des Citoyens du Monde scheint interessant zu sein. Ihr Marschrichtung ist die Weiterentwicklung der UNO zur Weltföderation, mein Ding. Die Adresse befindet sich im gleichen Weltbürger-Laden in Paris. Ich versuche zu ergründen, ob da mehr als drei Leute unterwegs sind und eröffne ggf. einen extra Thread.

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RE: Weltbürger-Register

#20 von Albero , 13.05.2017 14:27

Schön, der Marsch der Weltbürger ist inhaltlich in der Tat interessant. Auch der Zeithorizont erscheint realistisch und von Hokuspokus keine Spur. Da sollte man wirklich genauer dahinter steigen. Zu beachten wäre aber auch, das die drei Mitglieder des Organisationskomitees alle schon über 80 sind. Am 20. dieses Monats soll eine Versammlung stattfinden. Schlage den Leute doch einfach mal vor, dass sie die UNPA-Kampagne unterstützen sollten! Die würde doch da bestens hinein passen. Daran könnte man dann auch erkennen, ob die Aktion progressiv-beweglich ist.

Nicht so schön finde ich die Tatsache, dass Daniel Durand aktuell offensive Werbung für dieses wissenschaftsfeindliche Monsanto-Tribunal-Schmierentheater betreibt. Wir hatten das Thema hier abgeschlossen, aber es ereilt einen immer wieder. Ebenfalls am 20. des Monats soll ein Marsch gegen die organisierte und allumfassende Weltvergiftung stattfinden, dessen Teilnahme für Daniel Durand erste Weltbürgerpflicht zu sein scheint.

Zur Richtigstellung ein Beitrag aus dem GWUP-Blog sowie eine umfassende Abhandlung über Monsanto im Psiram-Blog. Aber mit so etwas befassen sich solche „Weltbürger“ erst gar nicht, denn das passt nicht in ihr vorgefertigtes Feindbild. Das ist irrational und passt auch nicht zur Neutralität, welche sich das Weltbürger-Register selbst auferlegt hat.

Meint Albero


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RE: Weltbürger-Register

#21 von Richard Maxheim , 16.05.2017 01:20

Das mit Monsanto, das sind die üblichen Verirrungen. Man kann dagegen nichts weiter tun als immer wieder dazu aufzurufen, sich mal richtig zu informieren. Natürlich erschwert so etwas eine rationale Kooperation. Das Komitee vom Marsch der Weltbürger habe ich angemailt und ihnen die UNPA-Kampagne wärmstens ans Herz gelegt. Gut dass es dazu auch eine französische Seite gibt. Da muss man mal abwarten, wie sie darauf reagieren. Ich eröffne dann ggf. ein neues Thema. Zum Weltbürger-Register wurde bei WCPA Deutschland eine neue Seite eingestellt. Ich habe mich bemüht das alles sehr kurz darzustellen. Man könnte ein Buch darüber schreiben. Einfach Banner unten anklicken und in der Navigation „Weltbürger-Register“ aufrufen.

Richard


 
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RE: Weltbürger-Register

#22 von Renate Beck , 17.05.2017 07:42

RECIM überzeugt mich nicht. Vielleicht ist es für die Weltbürgerforschung in ferner Zukunft nützlich.
Bei allem Respekt vor den Weltbürgern in Frankreich (auch wenn das mit dem blöden Tribunal nicht gerade für sie spricht) kann ich mir nicht vorstellen wozu die Registrierung heute noch gut sein soll. Das geht ja nicht so wie bei einem Einwohnermeldeamt wo die Daten aktualisiert werden. Die meisten in diesem Register sind bestimmt schon gestorben. Wohnsitzwechsel werden nicht berücksichtigt. Was ist mit dem Datenschutz? Wer garantiert dass mit meinen Daten kein Unfug getrieben wird wenn ich mich dort anmelde? Was soll ich mit so einem Ausweis? Damit kann man nicht einmal angeben.
Die Idee mit den weltweiten Abstimmungen per Internet ist was ganze anderes. Da hätte die Registrierung auch Sinn und Zweck. Nur ist das halt erstmal eine Idee.
LG Renate

 
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RE: Weltbürger-Register

#23 von Albero , 17.05.2017 23:39

Gut dass du den Datenschutz ansprichst, Renate. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Ich habe dazu bei RECIM nirgendwo etwas gelesen. Es wäre auch kein Problem, sich einen Weltbürger-Ausweis mit falscher Identität ausstellen zu lassen. Als Verantwortlicher würde ich wenigsten verlangen, dem Antrag ein Kopie des amtlichen Personalausweises beizufügen. Und dann geht es erst recht mit der Frage nach dem Datenschutz los. So ein Aufwand, und für was? Es gibt übrigens im Internet kostenlose Tools, mit denen man sich selbst Phantasieausweise basteln kann, so wie man sie gerne hätte.

Bei den Weltbürger-Neuigkeiten von Daniel Durand ist wieder eine Anti-Monsanto-Aktion am 20. Mai angesagt und eine Gruppe braucht Geld um einen Film „Citoyens du Monde“ drehen zu können. Die Handlung des Films ist dermaßen flippig naiv, so dass ich das Projekt eher als kontraproduktiv einstufen würde. Beim Registrierungszentrum in Paris scheint auch nicht der große Andrang zu herrschen. Es reicht aus, den Laden nur einmal die Woche dienstags nachmittags zu öffnen. Die Frage wäre natürlich interessant, ob sich RECIM einem geregelten und sicheren globalen Abstimmungssystem anschließen würde. Aber dazu muss es erste einmal kommen. Bis dahin würde ich RECIM aufs Abstellgleis verschieben.


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RE: Weltbürger-Register

#24 von Richard Maxheim , 18.05.2017 13:25

Aufs Abstellgleis würde ich RECIM noch nicht schieben. Auch wenn da Kappes dazwischen ist, findet man doch die eine oder andere Perle. Schon alleine wegen der Geschichte und den daraus resultierenden Erfahrungen ist RECIM relevant. Auch ist es wichtig, gute Beziehungen zu unserer Weltbürger-Nachbarschaft zu pflegen. Also lassen wir das jetzt mal lieber so wie es ist und warten ab, ob sich was in Richtung der weltweiten Abstimmungen bewegt!

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RE: Weltbürger-Register

#25 von Richard Maxheim , 11.07.2017 23:12

ich habe mich mit „La Marche des Citoyens du Monde“ etwas eingehender befasst. Eine spürbare Bewegung ist bei diesem „Marsch“ noch nicht festzustellen. Dennoch halte ich die Sache für wert, dass man sie im Auge behält. Die Idee ist m.E. nämlich grundsätzlich richtig und auch realistisch. Deshalb habe ich bei WCPA Deutschland eine Seite veröffentlicht: Ein kurzer Einstieg in den Inhalt der Initiative. Einfach unten aufs Banner klicken und dann zum „Weltbürger-Marsch“ marschieren. Ich will das alles aber noch genauer durchleuchten und dafür zur gegebenen Zeit einen Extra-Thread eröffnen. Dabei bremst natürlich die Sprachbarriere, weshalb das einige Zeit dauern kann.

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RE: Weltbürger-Register

#26 von Richard Maxheim , 02.08.2017 22:26

Inzwischen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass man dieser Initiative für einen „Weltbürger-Marsch“ leider keine Relevanz beimessen kann. Sie besteht aus kaum mehr als dieser, zugegebener Maßen sehr professionellen Internet-Präsenz. Nur bewegt sich da tatsächlich nichts. Die Texte treten auf der Stelle. Wenn man dort hinschreibt, bekommt man keine Antwort. Irgendwie erinnert das ein bisschen an die Weltbürgervereinigung von Ernst Heinrichsohn. Ich belasse die Sache aber weiter auf meiner Homepage – mit noch einigen zusätzlichen Anmerkungen – , da ich sie für grundsätzlich richtig halte.

Richard


 
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RE: Weltbürger-Register

#27 von Albero , 17.08.2017 12:50

Es existiert noch so eine Weltbürgerverein in Paris: http://www.citoyensdumonde.net/
Generalsekretär ist ein Didier Marchand, 15, rue Victor Duruy, 75015 Paris. Das ist eine alte Adresse von RECIM. Die Homepage des Vereins ist von der Aufmachung her aber ziemlich neu. Was sie da bringen scheint aber nicht mehr allzu aktuell zu sein. Da wird z.B. eine Charta der Ozeane von 1974 propagiert. Ich konnte dazu nirgends sonst etwas finden. Der Völkerkongress wird hier auch thematisiert. Sie bieten einen eigenen Weltbürgerausweis an. Die Sache korrespondieren mit RECIM, denn Daniel Durand bringt sie auf seinem Aktualitäten-Blog. Allerdings wird RECIM auf der Website nicht erwähnt. Da scheint wohl inzwischen jeder sein eigenes Süppchen kochen zu wollen. Oder alles nur Luftnummern im Internet?


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RE: Weltbürger-Register

#28 von Richard Maxheim , Gestern 12:31

Das liegt wohl daran, dass RECIM keine feste Organisationsstruktur besitzt. In dieser lockeren Bewegung fühlen sich dann immer wieder Einzelne oder kleine Gruppen dazu berufen, etwas neues anzufangen. So eine Internetseite ist schnell gestaltet. Siehe WCPA-Deutschland, das ich auch alleine. Diese hier mit dem Katamaran ist nicht neu. Sie wurde lediglich modernisiert, in einem neuen, nervigen Design. Die Inhalte sind schon kalter Kaffee und der Generalsekretär – vermutlich der Sohn von Guy Marchand, einem der Gründer von RECIM – dürfte inzwischen einsam sein in seinem Verein. Das Hauptquartier in der Rue Victor Duruy hat auch schon mal bessere Zeiten gesehen.



Also noch so ein Laden in Paris. Konkurrenz belebt das Geschäft.

Richard


 
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Design

#29 von Markus Rabanus , Gestern 15:30

Das hässliche Design könnte von mir sein.
Bei mir gehen ständig Design-Beschwerden ein.
Man habe "noch nie schlechteres Design gesehen".
Dann sage ich stereotyp: "Du hast ja auch noch nicht all' unsere Seiten gesehen." ;-)


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RE: Design

#30 von Renate Beck , Gestern 21:10

Ist das die Weltbürgerliche Marine ?
Ich finde die Seite keineswegs hässlich. Aber das ständige Verschieben des Hintergrundes nervt total.
LG Renate

 
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