Weltbürger-Register

#1 von Richard Maxheim , 22.01.2017 18:33



Im Anschluss an die spektakulären Aktionen von Garry Davis und seinen Mitstreitern wurde im Jahr 1949 das Weltbürger-Register in Paris gegründet. Es war die Hochzeit der Weltbürger-Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Innerhalb von zwei Jahren ließen sich 750.000 Menschen aus mehr als 150 Ländern als Weltbürger registrieren. Eine Chronologie dazu wurde im RECIM-Info 2007 (PDF) veröffentlicht.

Das damalige Strohfeuer der Bewegung war zwar schnell ausgebrannt, Garry Davis und die Pariser Weltbürger hatten sich getrennt, aber das Registre des Citoyens du Monde, Abkürzung RECIM (die passt auch zu Esperanto, siehe Banner oben) existiert heute noch. Präsident ist derzeit Daniel Durand. Die umfangreiche Internetpräsenz von RECIM öffnet mit der Startseite www.recim.org. Hier sieht man gleich die vielen Sprachen, in denen die Informationen dargeboten werden. An oberster Stelle steht Esperanto, allerdings sind die allermeisten Seiten in französischer Sprache verfasst.

Die deutschen Seiten sind leider etwas dürftig. Von dort wird man auch schnelle wieder zu französischen oder englischen Infos geleitet. Das liegt wohl daran, dass niemand für die schwierige Aufgabe der Übersetzungen ins Deutsche zur Verfügung steht. So ist auch derzeit der deutsche Zweig von RECIM verwaist. Vor Jahren gab es noch eine Weltbürger- und Esperanto-Gruppe in Magdeburg, welche als Registrierungszentrum fungierte. Aber er Verein besteht vermutlich nicht mehr, da die aktiven Leute dort inzwischen verstorben sind.

Jeder kann sich bei RECIM als Weltbürger registrieren lassen. Gegen Zahlung von 15,00 € bekommt man einen Weltbürgerausweis – nicht zu verwechseln mit dem Weltbürgerpass von Garry Davis – ausgestellt. Ich besitze einen solchen noch aus dem Jahr 1997 aus Pappe. Die heutigen Ausweise sind in der üblichen Form als Plastikkarten gestaltet. Als registrierter Weltbürger kann man an den Wahlen für einen „Kongress der Völker“ teilnehmen. Für 2016 war wieder eine solche vorgesehen, hat aber offensichtlich aus irgendwelchen Gründen nicht stattgefunden.

Wie das mit dem Weltbürger-Register nun weiter geht scheint ungewiss zu sein. Ich kann jedenfalls aus den mitunter unübersichtlichen Internetseiten keine klare Linie herauslesen. Aber das liegt sicherlich auch an meinen unzugänglichen Sprachkenntnissen. Ich will trotzdem an der Sache dran bleiben und versuchen zu ergründen, ob diese Organisation für die Zukunft der Weltbürger-Bewegung noch relevant ist.

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RE: Weltbürger-Register

#2 von Albero , 23.01.2017 13:52

Die Registrierung von Weltbürgern dürfte sich in der heutigen Zeit überholt haben. Damals war das bestimmt eine gute Idee. Leider führte sie nicht zum Erfolg. Was sind auch 750.000 Menschen in 150 Ländern? Statistisch 5000 pro Land. Im Vergleich zu den Bevölkerungszahlen sind das absolute Minderheiten. In Westdeutschland sollen es 160.000 gewesen sein. Immer noch eine Minderheit. Aber damit waren die Weltbürger-Gruppierungen schon organisatorisch wie finanziell überfordert. Wie das einige Jahre später zu Ärgernissen führte, beschreibt dieser SPIEGEL-Artikel von 1953. Die heutige Weltbürger-Bewegung kann man nicht mehr registrieren. Dafür ist sie zu universell und vielschichtig. Warum soll man sich auch als Weltbürger registrieren lassen? Um einen „Völkerkonvent“ zu wählen, dessen Zusammensetzung, Aufgabe, Sinn und Zweck unklar sind? Um noch ein Plastikkärtchen in der Brieftasche zu haben? Ich denke, das ist nur noch ein bisschen Weltbürger-Nostalgie. Vielleicht lässt sich die eine oder andere Erfahrung für die zukünftige Arbeit verwenden, aber im Großen und Ganzen ist das Schnee von Gestern.

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RE: Weltbürger-Register

#3 von Richard Maxheim , 23.01.2017 20:54

Ich habe bei Daniel Durand nachgefragt, ob noch eine Vertretung des RECIM im deutschsprachigen Raum existiert bzw. wer das zuletzt gemacht hat. Er schreibt, dass es in den Fünfzigerjahren ein Registrierungszentrum in Westdeutschland gegeben hätte, welches aber aufgrund von Misswirtschaft geschlossen wurde. Das wird wohl die in dem alten Spiegel-Artikel erwähnte „Weltstaatliga“ gewesen sein. In der Folge sei es in Deutschland zur Zersplitterung der Weltbürger-Bewegung in viele kleine Gruppe gekommen, darunter auch die von Ernst Heinrichsohn in Oldenburg.

Danach hätte es parallel mehrere Korrespondenten gegeben, darunter Barthold Olbers aus Hamburg. Auch eine Gruppe aus Magdeburg, die organisatorischen an die AWC gebunden war, sei für RECIM aktiv gewesen. Dazu werden Inge Grzyb und Gerhard Hirschmann genannt, die aber inzwischen leider verstorben sind. Ich kann mich noch gut an Frau Grzyb erinnern, eine sehr nette ältere Dame, über die ich mich damals als Weltbürger registrieren ließ und mit der ich einmal telefonierte.

Herr Durand war auch schon mehrmals Ingrid Schittich von AWC Deutschland begegnet. Er hält den Verein für wenig aktiv und es kam zu keiner Zusammenarbeit. Aus der Schweiz hielt der inzwischen verstorbene Claudius Schauffler Verbindung zu deutschen Weltbürgern. 2009 wollte eine Gruppe in Dortmund aktiv werden, der dann auch Daniel Durand einen Besuch abstattet. Sie hatte große Ambitionen, kamen damit aber nicht über den Tag hinaus.

Aktuell soll es in Deutschland noch etwas mehr als 100 Weltbürger geben, die bei RECIM registriert sind und einen entsprechenden Weltbürger-Ausweis besitzen. Gemessen an dem Anspruch ist das natürlich äußerst wenig. Es scheint also tatsächlich so zu sein, dass sich die Sache überlebt hat, zumindest hier in Deutschland. In Frankreich ist wohl noch etwas mehr los. Es wäre m.E. deshalb nicht unnötig, die Verbindung zu den französischen Weltbürgern durch Einrichtung einer deutschen Registrierstelle aufrecht zu erhalten und zu intensivieren. Dies auch dann, wenn man mit Registrierungen in Deutschland kaum nennenswerte Erfolge erwarten kann. Es geht in erster Linie um die Intensivierung und Pflege einer kommunikativen Verbindung.

Richard


 
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RE: Weltbürger-Register

#4 von Albero , 23.01.2017 23:45

Okay, aus dem Blickwinkel wäre das vielleicht gut.
Mensch, das könntest du doch übernehmen. Dein Weltbürger-Informationsdienst ist dafür geradezu prädestiniert. Aber pass auf, dass das nicht so eine Pleite wird wie bei der Weltstaatliga!


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RE: Weltbürger-Register

#5 von Richard Maxheim , 24.01.2017 21:15

Ich könnte das machen, allerdings nur mit großen Einschränkungen. Leider bin ich außer Deutsch keiner weiteren Sprache mächtig. Man müsste hier schon gut Französisch können oder wenigsten Englisch. Ich kann mir für einfache Korrespondenzen zwar mit einem Online-Translator behelfen, aber für Inhalte exakt zu übersetzen reicht das nicht aus. Nun bin ich doch, entgegen meiner bisherigen Überzeugung, in Facebook eingestiegen und habe dort eine Info-Seite eröffnet. Vielleicht findet sich über diese Schiene ein Kandidat oder eine Gruppe für die Aufgabe.

Richard

Nachtrag 07.05.17
Die Seite bei Facebook hat sich als nicht praktikabel herausgestellt, weshalb sie gelöscht wurde.


 
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RE: Weltbürger-Register

#6 von Richard Maxheim , 17.02.2017 12:58

Wie könnte man heute daran anknüpfen?


 
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RE: Weltbürger-Register

#7 von Renate Beck , 20.02.2017 07:32

Sind ja lustig diese alten Wochenschauberichte.
Wie schlank die Leute da noch alle sind.
Heute steht niemand mehr Schlange um Weltbürger zu werden.
LG Renate

 
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RE: Weltbürger-Register

#8 von Richard Maxheim , 20.02.2017 14:38

Wir sollten ein Weltbürger-Diät erfinden.


 
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RE: Weltbürger-Register

#9 von Renate Beck , 02.03.2017 08:13

Wäre ein prima Geschäftsidee. Bei dem was den Leuten sonst so alles verkauft wird hätte das wenigstens einen Sinn.
LG Renate

 
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RE: Weltbürger-Register

#10 von Richard Maxheim , 03.03.2017 16:39

Da habe ich noch so eine Fragment aus der damaligen Weltbürger-Bewegung gefunden, eine ZEIT-Notiz vom 23.12.1948:

Zitat
Ein neues Büro für „Weltbürger“ ist in Wiesbaden eröffnet worden. Carry Davis, Weltbürger Nummer eins, hat den Schriftsteller Geo Bayer-Bayros, der seit seiner Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft seine Staatsbürgerschaft niedergelegt hatte, mit der Wahrnehmung seiner Interessen betraut und ihn zum Leiter des neugegründeten Büros ernannt. Damit ist Geo Bayer-Bayros ermächtigt, Beitrittserklärungen von „Weltbürger“-Interessenten entgegenzunehmen.


Quelle: http://www.zeit.de/1948/52/notizen

Jener Schriftsteller Geo Bayer-Bayros soll eine Buch verfasst haben:
Weltbürger-voran! Ein Manifest gegen Hass, Unmenschlichkeit und Krieg. Mit einem Geleitwort von Garry Davis, des Weltbürgers Nr. 1
Band 1 von Buchreihe des Weltbürgertums – erschienen 1949 im J.K.-Verlag, 48 Seiten
Quelle: Google-Books

Ich gehe davon aus, dass die Gründung in Wiesbaden nach der Trennung Garry Davis von RECIM erfolgte. Davis wollte wohl ein eigenes Vertriebsnetz für seine Weltbürgerpässe aufbauen. Heute sind im Internet weder von dem Schriftsteller, seinen Werken noch dem Verlag weitere Spuren zu finden. Die og. Schrift würde mich aber interessieren. Falls es dazu Hinweise geben sollte, wäre ich für deren Mitteilung dankbar.

Richard


 
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Woher die Schwäche der Weltbürgerlichkeit?

#11 von Markus Rabanus , 04.03.2017 17:24

Dass sich allen Erfordernissen zum Trotz für weltbürgerliches Bewusstsein rückläufige Organisationsbereitschaft zeigt, lohnt das Nachdenken über die Gründe, denn immerhin tun sich bspw. Umweltschutzorganisationen leichter in öffentlicher Akzeptanz, Mitgliedschaft und wohl auch in Anhörung seitens der Politik, die zumindest den Schein ökologischer "Nachhaltigkeit" usw. wahren muss, wenn sie ihren Zielgruppen nicht grad wie Trump das Heil aus Rücksichtslosigkeiten versprechen will.

Bevor ich mich vorübergehend in die überfällige Gartenarbeit verabschiede, seien zumindest ein paar Gründe für die anhaltende Erfolglosigkeit der Weltbürgerbewegung genannt:

1. Albert Einstein ist tot und es fehlt an "Großen Köpfen", die sich dieser Thematik annehmen, obgleich es gewiss viele gibt, die es könnten und eigentlich für wünschenswert halten. Aber mehr Anerkennung findet sich in den Mainstreams.

2. Es fehlt der Menschheit an Hoffnung auf "Große Entwürfe", denn die Erfahrungen mit welchen waren zu schlecht, entweder Irrwege oder Etikettenschwindel für größte Menschheitsverbrechen.

3. Die politischen Probleme mit Kriegen und Massenelend, die monströse Weltungerechtigkeit korrumpiert die wirtschaftlich stärksten Gesellschaften, korrumpiert komplette Gesellschaften über alle "Klassenschranken" hinaus, so dass sich wohl auch in unserem Land zu viele Menschen auf der Verliererstrecke sehen, wenn sie Flüchtlingen Ansprüche gewähren oder gar die Fluchtursachen angehen sollten.

4. Allem Nachhaltigkeitsgelabere zum Trotz der ungeheure Opportunismus zu rascher Gewinnmitnahme oben wie unten, als könne von Bestand sein, was die politischen und ökologischen Probleme eher vergrößert als verkleinert.

Naja, auf die "Großen Köpfe" müssen wir warten oder überlegen, wer ansprechbar wäre, wobei ich aus Gründen des Demokratieprinzips geneigter bin, vor allem die gewählten Volksvertreter anzusprechen und abzufragen, nicht bloß die politisch Genehmsten, sondern eigentlich jede Person in die Verantwortung zu mahnen, die sich auf Basis unserer Verfassungsordnung für die Volksvertretung bewerben oder in solchen Ämtern sind.
Da sich unsere Politiker stets im Stress sehen (volle Terminkalender mit Wahlkampfauftritten, Talkshows und Lobbyisten, Sommerloch, Gabriel grad Papa geworden), müsste sich die Abfrage ihres weltbürgerlichen Bewusstseins mit wenigen, knappen und dennoch sehr gescheiten Fragen begnügen.

Zu 2., also zu den schlimmen Erfahrungen mit "Großen Entwürfen" muss Erwiderung sein, dass und was sich daraus lernen lasse.

Zu 3. und 4. ließe sich darlegen, dass der militärische und sonstige Aufwand zur Aufrechterhaltung selbstjustizieller und ungerechter Weltordnung a) höher scheint als der erforderliche Aufwand zu Zwecken gerechterer Entwicklung und b) die Menschheit fortdauernd dem Selbstauslöschungsrisiko aussetzt.


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RE: Weltbürger-Register

#12 von Richard Maxheim , 05.05.2017 22:58

Von der Seite von RECIM: Noch ein Dokument von gestern, aus dem man noch was machen könnte.
Renate, lichen Dank für die überarbeitete Übersetzung.

Zitat
Aufruf der 13

13 Weltbürger von Weltruf richteten am 3. März 1966 nachstehenden Aufruf an die Weltbevölkerung:

In Ermangelung übernationalen Rechts sehen sich die Nationen gezwungen, sich auf die eigenen Kräfte zu verlassen, um ihre Interessen zu schützen. Die Folge davon ist der gewollte oder ungewollte Krieg, der seit der Spaltung des Atoms und der Entwicklung bakteriologischer Waffen zur absurden "Endlösung" und einem auf die ganze Menschheit ausgedehnten Völkermord werden kann.

In Ermangelung von Weltinstitutionen, die fähig wären die Befriedigung der allen gemeinsamen Grundbedürfnisse sicherzustellen, ist der einzelne Mensch machtlos. Während ungeheure Reichtümer vergeudet werden, leidet zwei Drittel der Menschheit Hunger.

Indessen ermöglichen die Fortschritte von Wissenschaft und Technik die Organisation einer Weltgemeinschaft, in der Frieden und Wohlstand herrschen und den Individuen, den Völkern und Nationen die Grundfreiheiten garantiert werden.

Warum geschieht das nicht? Weil die Regierungen, verblendet von ihrer Aufgabe, die nationalen Interessen ihrer Länder in den Vordergrund zu stellen, weit davon entfernt sind, die notwendigen Umgestaltungen zu akzeptieren und sich sogar den Aktionen der bestehenden internationalen Organisationen, den allgemeinen Frieden zu schützen und den Menschen zu dienen, entgegenstellen.

Die Rettung kann daher nur von den Menschen der Welt, von den Individuen, aus denen die Menschheit besteht, von jedem Einzelnen von uns kommen.

Der erste Schritt, den wir selber schon getan haben und zu dem wir alle auffordern, ist einfach und wirksam:
SICH ALS WELTBÜRGER EINZUSCHREIBEN.

Den zweiten Schritt werden wir gemeinsam tun, wenn sie zahlreich genug auf unseren Aufruf reagieren:
Wir werden auf transnationaler Basis Wahlen von Delegierten organisieren, deren Aufgabe sein wird, die Interessen der Menschheit zu verteidigen, ihrer Forderungen Ausdruck zu verleihen und schließlich die Gesetze für eine friedliche und zivilisierte Welt zu schaffen.

Unterzeichner

Lord BOYD ORR (Großbritannien) erster Direktor der F.A.O. 1945-1948, Friedensnobelpreis 1949.
JOSUE DE CASTRO (Brasilien) ehemaliger Vorsitzender des Rates der F.A.O., Gründer des Internationalen Zentrums für Entwicklung.
DANILO DOLCI (Italien) Pionier der sozial-wirtschaftlichen Entwicklung Siziliens, Lenin-Preis.
SHINZO HAMAI (Japan) ehemaliger Bürgermeister von Hiroshima.
Prof. J.-L.HROMADKA (Tschechoslowakei) Professor der Theologie, Präsident der Christian Peace Conference.
Prof. ALFRED KASTLER (Frankreich) Nobelpreis für Physik 1966, Mitglied des französischen Instituts Akademie der Wissenschaften.
Frau RAJAN NEHRU (Indien), Schriftstellerin.
Prof. LINUS PAULING (USA) Nobelpreis für Chemie 1954, Friedensnobelpreis 1962.
Abbé PIERRE (Frankreich) Gründer der Emmaus-Gemeinden.
JEAN ROSTAND (Frankreich) Biologe und Schriftsteller, Mitglied der Academie Française.
Lord BERTRAND RUSSEL (Großbritannien) Philosoph, Mathematiker, Nobelpreis für Literatur 1949.
Prof. IVAN SUPEK (Jugoslawien) Professor der Philosophie und der Wissenschaften, Mitglied der Akademie für Wissenschaften und der Literatur, Präsident der jugoslawischen Pugwash-Bewegung.
Prof. HANS THIRRING (Österreich) Professor der Physik an der Wiener Universität, Mitglied der Akademie der Wissenschaften.


 
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RE: Weltbürger-Register

#13 von Albero , 07.05.2017 13:29

Den Aufruf finde ich hier eigentlich nur interessant, weil er auch von dem ehemaligen Bürgermeister von Hiroshima unterzeichnet wurde. Die Geschichte ist nun schon ein halbes Jahrhundert alt. Was willst du denn damit noch anfangen? Die große Masse der Weltbürgerregistrierungen blieb aus. Meinst du man könne mit dem Aufruf heute noch jemanden hinter dem Ofen hervorlocken? Ich denke das ist eher eine Angelegenheit fürs Museum.


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RE: Weltbürger-Register

#14 von Markus Rabanus , 08.05.2017 03:19

Das WB-Bekenntnis ist jedenfalls nicht "gestrig" :-), auch wenn von den Unterzeichnern vermutlich kaum jemand noch lebt.

Vielleicht lässt sich noch knapper formulieren - und einbringen zum Unterschreiben.
Vielleicht auch "nicht so ewig verbindlich", sondern fristig, z.B. "Weltbürger-Bekenntnis 2018" usw.

Nur Bekenntnisse von Toten sind endgültig, während die Lebenden immerzu gucken müssten, was zeitgemäß nicht bloß Zeitgeist ist.


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RE: Weltbürger-Register

#15 von Richard Maxheim , 08.05.2017 17:32

Toll, dieses Internet-Museum der französischen Weltbürger hatte ich noch nicht gekannt. Der Tenor des Aufrufs stimmt nach wie vor, nur das mit der Registrierung ist heute fraglich. Ich habe dazu eine PDF-Datei gebastelt und sie im Artikel-Archiv auf der WCPA-Seite verlinkt. Ich habe auch bei Daniel Durand nachgefragt, was ich für das Weltbürger-Register in Deutschland tun kann. Leider hat sich bisher niemand gefunden, der die Sache hier wieder beleben könnte. Das Problem ist nach wie vor die Sprachbarriere. Aber die wäre mit Promt zu überwinden. Es sind noch einige Verfahrensweisen, die man klären müsste.

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