RE: Appell an die Mayors for Peace

#31 von Albero , 05.05.2017 01:09

Zum Beitritt von Alzey – das war 1985 – halte ich es durchaus für möglich, dass Walter Zuber als damaliger Bürgermeister das einfach so, ohne Ratsbeschluss gemacht hatte. Und so wie ich ihn gekannt habe, hatte er auch den Jahresbeitrag und die Fahne aus eigener Tasche bezahlt. Das war bei Schmalstieg in Hannover noch nicht so exakt geregelt. Die CDU-Ratsmitglieder hätten sich damals auch pflichtgemäß quer gestellt. Wenn Herr Burkhard das heute trotzdem positive sieht, soll er kein Zeug schwätzen, sondern besser einen ordentlichen Ratsbeschluss herbeiführen. So viel Ressourcen wird die Stadt Alzey doch wohl haben, um die 20 Euro Jahresbeitrag entrichten zu können. Big in Japan muss nicht sein.
Der guten Frau von der Allgemeinen Zeitung würde ich empfehlen mal zu recherchieren, wie viele Städte und Gemeinden im Verbreitungsgebiet ihres Blattes bereits Mitglied bei den Mayors for Peace sind und auch was tun für die Sache. Das gibt bestimmt einen großen und interessanten Artikel für die Pfingstausgabe.

Meint Albero


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
Albero
Beiträge: 275
Registriert am: 16.05.2016


RE: Appell an die Mayors for Peace

#32 von Renate Beck , 09.05.2017 12:50

Super !!!!!!
Bei der Mitgliederzahl ist Wikipedia aber nicht auf dem neusten Stand. Laut diesem Flyer aus Hannover waren es vor einem Jahre schon fast 7000 Städte und Gemeinden.
https://www.versoehnungsbund.de/sites/de...files/Flyer.pdf
Wenn die Aktion sich tatsächlich so positiv entwickelt, werde ich bei unserem Bürgermeister persönlich wegen einer Mitgliedschaft vorsprechen.
LG Renate

 
Renate Beck
Beiträge: 155
Registriert am: 31.05.2016


RE: Appell an die Mayors for Peace

#33 von Renate Beck , 12.07.2017 12:52

Gibt es was Neues
Es war ja inzwischen Flaggentag.

LG Renate

 
Renate Beck
Beiträge: 155
Registriert am: 31.05.2016


RE: Appell an die Mayors for Peace

#34 von Richard Maxheim , 13.07.2017 22:18

Der diesjährige Flaggentag stand natürlich ganz unter dem Eindruck des bei der UNO beschlossenen Atomwaffenverbots. Hier ein Bericht aus Braunschweig. Da wird wohl kaum Raum für so ein längerfristiges Thema wie die UNPA-Kampagne geblieben sein, sofern unser Appell – der selbstverständlich auch nach Braunschweig ging – überhaupt zur Kenntnis genommen wurde.

Wenn Mayors for Peace International tatsächlich von Hannover eine Kooperation mit der UNPA-Kampagne vorgeschlagen wurde, dann wird das vielleicht ein Punkt bei der kommenden Generalversammlung vom 4. bis 11. August in Nagasaki sein und dort ggf. zur Entscheidung anstehen.

Richard


 
Richard Maxheim
Beiträge: 347
Registriert am: 16.05.2016

zuletzt bearbeitet 13.07.2017 | Top

RE: Appell an die Mayors for Peace

#35 von Albero , 14.07.2017 21:21

Mischt da schon die Querfront mit?

Aus dem Bericht aus Braunschweig geht hervor:

Zitat
Rund 100 Gäste verfolgten den Vortrag von Roland Blach und die anschließende Diskussion. Unter den Gästen befanden sich auch Braunschweigs Bürgermeister Dr. Jürgen Blocher, Bürgermeisterin Annegret Ihbe und der Vizepräsident des Niedersächsischen Landtags, Klaus-Peter Bachmann.
Die Veranstaltung wurde gemeinsam von der IPPNW-Regionalgruppe Braunschweig, Friedenszentrum Braunschweig e.V., Bürgermeister für den Frieden (Mayors for Peace), Friedensbündnis Braunschweig und Pax Christi Braunschweig organisiert und durchgeführt.


Jener Roland Blach ist nicht nur Geschäftsführer der DFG-VK Baden-Württemberg, sondern zeichnet auch verantwortlich für die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei jetzt“, welche beim „Pax Terra Musica Festival“ auf der Ausstellerliste verzeichnet war. Dies übrigens auch die DFG-VK-Regionalgruppe Bonn-Rhein-Sieg, zu der der zweite Koordinator der Büchel-Kampagne gehören dürfte.

Jetzt kann man natürlich hinterfragen, ob die vielleicht ebenso hineingeschlittert wurden wie andere Organisationen, die von ihrer dortigen Teilnahme nichts wussten und sogar ausdrücklich dagegen waren. Recherchiert man allerdings weiter, dann erhärtet sich der Querfrontverdacht. Zwei Beispiele:
11. Juni 2016 bei „Stopp Ramstein“: https://www.youtube.com/watch?v=rv-tQ5cngTY
26. Sept. 2015 bei „Stopp Ramstein“: https://www.youtube.com/watch?v=i34tB4bRGAU
Nichts gegen das antimilitaristische Friedensengagement von Herrn Blach grundsätzlich, aber es kann doch wohl nicht sein, dass er mit seinen Erfahrungen aus der Friedensbewegung keine Ahnung hat, wie da der Hase läuft. Das ist doch alles nicht erst seit gestern bekannt. Da man den Mann nicht für so unbedarft halten kann, bleiben nur ein Schluss: Er ist damit einverstanden. Man muss Herr Blach zumindest eine unkritische Hähe zur Querfront vorwerfen.

Bleibt dann noch die Frage: Haben die gemeinsamen Veranstalter in Braunschweig noch nichts von der neuen Querfront gehört? Besitzen sie selbst keine kompetenten Redner für solche Anlässe?


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
Albero
Beiträge: 275
Registriert am: 16.05.2016

zuletzt bearbeitet 16.07.2017 | Top

RE: Appell an die Mayors for Peace

#36 von Richard Maxheim , 16.07.2017 05:46

In den Achtzigern war ich für einige Zeit Mitglied bei der DFG-VK. Mir war damals schon aufgestoßen, dass ihr Engagement doch sehr einseitig war. Immer drauf auf NATO, USA und Israel. Für den Militarismus und den Rüstungswahnsinn der Sowjets zeigte man ein gewisses Verständnis oder klammerte das Thema ganz aus. Ich bin deshalb dann auch ausgetreten. So war keine glaubwürdige Friedensarbeit zu leisten.

Ich kann mir denken, wie „atomwaffenfrei jetzt“ zum Pax Terra Musica Festival kam. IALANA vom Berliner Klüngel gehört zum Trägerkreis der Kampagne. Und schon war sie dabei. Eigentlich müssten doch die Mitgliedsorganisationen des Trägerkreises vorher gefragt werden, ob sie mit einer solchen Teilnahme einverstanden sind. Ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten davon nichts wussten und das sicherlich abgelehnt hätten. Aber die Verantwortlichen der Kampagne müssen von der Kritik gegenüber dem Festival gewusst haben, denn ich habe sie deswegen angeschrieben, so wie die anderen Gruppen auf der Ausstellerliste, bei denen man nicht schon direkt sehen konnte, dass sie bereits zur Querfront gehören. Es ging schließlich um ihre Glaubwürdigkeit.

Die Mayors for Peace gehören nicht zum Trägerkreis von „atomwaffenfrei jetzt“, haben die Kampagne aber als offiziellen Kooperationsparter anerkannt. Ich werde deshalb die Zentralstelle in Hannover davon unterrichten, wie auch verschiedene Organisationen aus dem Trägerkreis, von denen ich annehme, dass sie nichts mit dieser neuen Querfront zu tun haben möchten. Hier besteht Klärungsbedarf, damit nicht noch mehr Verschwörungswahn, Lügenpropaganda und braune U-Boote in die Friedensbewegung einsickern. Das scheint nämlich schon weiter fortgeschritten zu sein als man glaubt.

Richard


 
Richard Maxheim
Beiträge: 347
Registriert am: 16.05.2016

zuletzt bearbeitet 16.07.2017 | Top

RE: Appell an die Mayors for Peace

#37 von Renate Beck , 17.07.2017 06:52

Wenn ich mir das so anschaue: die Querflötenfront besteht doch hauptsächlich aus Demagogen, Heuchlern, Wirrköpfen und senilen Mitläufern.
Wäre ich Verschwörungstheoretikerin stünde für mich fest: die Querfront wurde von den Bilderbergern inszeniert um die Friedensbewegung lächerlich zu machen.
Aber im Ernst: das kann sehr stören. Gerade jetzt wo die Friedensbewegung besser den Rückenwind durch das UNO-Atomwaffenverbot nutzen sollte.
Ich glaube da muss man mal kräftig auf den Putz hauen.
LG Renate

 
Renate Beck
Beiträge: 155
Registriert am: 31.05.2016


RE: Appell an die Mayors for Peace

#38 von Richard Maxheim , 18.07.2017 00:59

Fürwahr Renate, so ist es. Wenn diese irrationalen Tendenzen nicht gestoppt werden, kann das die Friedensbewegung insgesamt kaputt machen. Man muss diese Szene ausgrenzen und ihre Veranstaltungen boykottieren, sonst geht jeder rationale, glaubwürdige Gegenpol gegen den Rüstungswahnsinn vor die Hunde. Wer das verhindern möchte, sollte jede naive Toleranz bleiben lassen. Ich habe getan, was ich tun kann: Die Mayors for Peace sowie die Mitglieder des Trägerkreises von „atomwaffenfrei“ (soweit erreichbar) angeschrieben und sie auf unsere Kritik aufmerksam gemacht. Jetzt liegt es an ihnen.

Richard


 
Richard Maxheim
Beiträge: 347
Registriert am: 16.05.2016


RE: Appell an die Mayors for Peace

#39 von Albero , 07.08.2017 22:00

Weder bei der DFG-VK noch bei „atomwaffenfrei“ ist noch Werbung für „Stopp Ramstein“ zu finden. Scheint so, dass die Kritik Beachtung fand. Es wurde aber schon beim letzten Ostermarsch in Kaiserslautern vor der Querfront gewarnt:

Zitat
Wenn wir heute über eine Stärkung der Friedensbewegung nachdenken, dann sollten wir uns daran erinnern. Eine Friedensbewegung, die rechtsextreme Aktivisten in ihre Reihen aufnimmt, wäre nicht glaubwürdig. Da, wo das ab 2014 ansatzweise geschah, hat das der Friedensbewegung massiv geschadet.


Quelle: Rede von Otmar Steinbicker


Glaubt ihr etwa alles was nicht in den Zeitungen steht?

 
Albero
Beiträge: 275
Registriert am: 16.05.2016


RE: Appell an die Mayors for Peace

#40 von Richard Maxheim , 13.09.2017 01:08

Roland Blach war in diesem Jahr nicht mehr bei Stopp Ramstein aktiv, auch nicht zu sehen. Das ist gut so.

Leider hat sich Hannover nicht mehr bei mir gemeldet. Dann ist wohl nichts aus der Unterstützung der UNPA durch die Mayors for Peace geworden. Ich frage auch deswegen nicht noch einmal nach. Vielleicht kommt ja doch noch irgendwann eine Nachricht. Bis dahin kann man die Aktion aufs Abstellgleis schieben.

Richard


 
Richard Maxheim
Beiträge: 347
Registriert am: 16.05.2016


RE: Appell an die Mayors for Peace

#41 von Markus Rabanus , 13.09.2017 10:08

ich bekomme mein kleines Problem mit dem "Abstellgleis" nicht weg ;-)

Für meinen Schwager ist Abstellgleis wat Dolles, denn er ist Modellbahner - und technisch betrachtet so wichtig wie Parkplätze, aber umgangssprachlich isset halt fast wie "Schrottplatz".

"Mayors for Peace" ist eine, für die wir weiterhin von all unseren Bürgermeistern den Beitritt verlangen. Also "Kontinuität in Bewegung" und keen Abstellgleis.

Mit unserem weltbürgerlichem / weltrepublikanischen Anspruch, dass sich "Mayors for Peace" der UNPA-Kampagne anschließt, braucht es nicht anders zu sein = "Die Forderung fährt mit."

Überdies braucht sich die UNPA-Kampagne ja auch nicht bloß an die "MfP" zu richten, sondern vielleicht etwas umformuliert allgemeiner an alle "Mayors for UNPA".


The World Is Always Under Construction.

 
Markus Rabanus
Beiträge: 130
Registriert am: 28.02.2017

zuletzt bearbeitet 13.09.2017 | Top

RE: Appell an die Mayors for Peace

#42 von Richard Maxheim , 13.09.2017 12:40

Die UNPA-Kampagne ist ja an jeden gerichtet, und ganz speziell an Parlamentsabgeordnete. Der Appell an die Mayors for Peace war meine Idee. Da scheint sich jetzt nichts mehr zu bewegen, weshalb man die Sache vorerst abstellen kann, auf das Abstellgleis (bin ja auch Modellbahner). Aber um deinen Gedanken aufzugreifen: Parkplatz klingt tatsächlich günstiger und ist eine klare Abgrenzung zum Schrottplatz. Das könnte die Administratur ändern.

Richard


 
Richard Maxheim
Beiträge: 347
Registriert am: 16.05.2016


   

AWC Deutschland e.V.

Xobor Einfach ein eigenes Xobor Forum erstellen