Globale Gerechtigkeit durch Weltrecht

#1 von Albero , 19.05.2016 16:21

„So wie die Menschen der Erde sich biologisch gesehen kaum unterscheiden, besitzen sie auch annähernd gleiche Grundbedürfnisse, die lediglich im sozialen Bereich infolge kultureller Verschiedenheiten voneinander abweichen. Der Wunsch nach einem gesunden und erfüllten Leben, mit ausreichend Nahrung, angenehmer Unterkunft, einer Beschäftigung, die auch Freude macht, sowie guten zwischenmenschlichen Beziehungen steckt in jedem Menschen. Daraus folgt, dass alle Menschen eigentlich gleichwertige Interessen haben, was die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse angeht.“



Gerechtigkeit ist keine natürliche Sache, sondern eine kulturelle Errungenschaft des Menschen. Die Natur ist ungerecht. Da gilt das „Recht“ des Stärkeren. Wenn Menschen nicht einmal ihre Grundbedürfnisse befriedigen können, folgt der Kampf ums Überleben als ganz normale animalische Reaktion. Dazu gehört dann auch, jeden erdenklichen Vorteil für sich und seine Gruppe auszunutzen und zu behaupten. Das ist ein Teufelskreis, der zu weiteren Ungerechtigkeiten und Auseinandersetzungen führt. Die Geschichte und unsere Gegenwart ist voll davon. In einer globalisierten Welt kann eine wirkliche Gerechtigkeit deshalb nur global sein.

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RE: Globale Gerechtigkeit durch Weltrecht

#2 von Richard Maxheim , 10.12.2016 13:30

Heute - 10. Dez. - Tag der Menschenrechte

Jedes Jahr, am 10. Dezember, wird weltweit der Tag der Menschenrechte gefeiert. Leider nicht von allen Menschen, sonst hätten wir ja inzwischen schon fast so etwas wie ein Paradies auf Erden. Hier eine konkrete Aktion von Amnesty International, damit jeder wenigsten etwas für die Menschenrechte tun kann.

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RE: Globale Gerechtigkeit durch Weltrecht

#3 von Albero , 10.12.2016 22:33

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte von 1948 ist kein Weltgesetz, sondern lediglich eine Empfehlung ohne völkerrechtliche Verbindlichkeit. Sie wird zwar heute von den meisten Staaten anerkannt, aber die Zahl derer, in denen sie tatsächlich durchgesetzt werden, ist geringer. Rechtliche Verbindlichkeit erhalten die Menschenrechte erst durch separate Vereinbarungen, wie z.B. den UN-Menschenrechtsabkommen, sowie nationale Verfassungsartikel und Gesetze.

Die in der Erklärung aufgezählten Menschenrechte sind als globale Vision leider immer noch eine Utopie. Es existieren gegenwärtig zu viele Despoten, die sich einen Dreck darum scheren. Will man wirklich in der Zukunft allgemeine Menschenrechte weltweit durchsetzen, kommt man nicht darum, sich mit der Utopie einer globalen Weltrechtsordnung zu beschäftigen. Auch wenn das noch Zukunftsmusik ist: Ohne eine solche werden sie eine Utopie bleiben. Man muss sich also so oder so auf langfristige Ziele einlassen, wenn man wirklich etwas bewirken will.

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RE: Globale Gerechtigkeit durch Weltrecht

#4 von Richard Maxheim , 11.12.2016 20:30

Womit wir wieder beim Kern der Sache angekommen sind, so wie bereits in den Fragen der Nachhaltigkeit, der nuklearen Abrüstung und bei diesem Appell.
Die allgemeine Durchsetzung der Menschenrechte und ihr nachhaltige Sicherung wird letztendlich nur in einer globalen Rechtsordnung im Rahmen einer demokratischen Weltföderation möglich sein. Das ist zwar noch eine Utopie, aber zugleich auch das einzig realistischen Fernziel. Wer meint es besser zu wissen, möge bitte mal einen Alternativvorschlag machen!

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