Es gibt nur eine Menschheit

RE: Der Mensch und die Menschheit

 von Andrea C. Feist-Nerowski , 08.02.2017 12:33

Zitat von Richard Maxheim im Beitrag #2
Können wir angesichts dessen die Weltbürger-Idee vergessen? Ich denke nicht. Wir sind durchaus in der Lage, den Steinzeitmenschen in uns zu bändigen und zu überwinden. Wir sind auch dazu gezwungen. Ein Bewusstseinswandel ist möglich. Bildung und rationales Denken sind hier die Zauberworte.

Hm.

Ich bin einen anderen Weg gegangen und geh ihn noch heute.
Dabei gehts um die Decodierung der Gut/richtig - Böse/schlecht/falsch - Prägung. Das mache ich seit fast 20 Jahren und meine Erfahrungen sind mehr als gut. Ich glaube weniger als je zuvor, dass der Mensch klüger ist als die Natur und denke, dass wir uns weniger 'beherrschen' als vielmehr mit unserer Natur umgehen lernen müssen. Weshalb ich eher sagen würde, dass wir am besten bedient wären, wenn wir die Natur des Steinzeitmenschen mit den Kenntnissen von heute verbinden.

Was wissen wir denn schon vom Wesen des Steinzeit-Menschen? Doch nur, dass er technisch und wissenschaftlich noch keine Erfahrungen hat - aber sonst? Herzlich wenig. Am nächsten kommen wir dieser Natur, wenn wir uns die uns nächsten Primaten anschauen und das sind die Schimpansen UND die Bonobos. Die werden nämlich meist vergessen, obwohl sie uns genauso nah sind wie der eigentliche Schimpanse.
Im Gegensatz zum Patriarchat des Schimpansen leben die Bonobos in einem Matriarchat, sind viel friedlicher und führen auch keine Kriege. Und beides lebt auch in uns. Überhaupt ist die Verhaltensforschung unglaublich vorangeschritten und ich glaube, dass wir dem Steinzeitmenschen möglicherweise unrecht tun, wenn wir wegen seiner mangelnden technischen und wissenschaftlichen Fähigkeiten auf ihn herabschauen.

Man kann sich aber auch an indigenen Völkern orientieren, wobei ich die Aborigine am faszinierendsten finde - aber nicht nur.
Sie verfügen über unglaubliche Fähigkeiten, die der Mensch der sogenannten zivilisierten Kulturen zugunsten des Denkens aufgegeben haben. Aber ich bin davon überzeugt, dass sie nicht weg sind, sondern noch immer in uns schlummern. Wenn wir es schaffen, die Kriege in uns selbst (denken gegen fühlen, Vorlieben gegen Abneigungen usw.) zu befrieden, kommen wir unserer Natur wieder einen großen Schritt näher - und die ist garnicht so schlecht. Möglicherweise jedenfalls :)

Andrea C. Feist-Nerowski

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