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Democracy Without Borders – Demokratie ohne Grenzen

 von Mondialist , 26.03.2017 18:26

Schaut man bei Google nach „ohne Grenzen“, dann stößt man auf eine erstaunliche Vielzahl von Aktionen und Organisationen, die in ihrem Namen „ohne Grenzen“ führen. Von den renommierten Ärzten und Reportern ohne Grenzen, über „Geographie ohne Grenzen“, bis hin zur grenzenlosen Dummheit der Homöopathen ohne Grenzen. Das „Spiel ohne Grenzen“ war im Fernsehen mal ein Renner, lang ist's her. Bei „without borders“ geht es dann erst richtig los. Von daher müsste dieser Namensbestandteil schon zu sehr abgedroschen sein, um wie ein Stern erneut am Horizont in Erscheinung zu treten.

https://www.democracywithoutborders.org/de/

Zitat
Democracy Without Borders tritt die Nachfolge des Komitees für eine demokratische UNO (KDUN) an.  Im Februar 2017 haben sich die Mitglieder des Komitees dazu entschlossen, ihre Arbeit mit einem neuen Namen, einem neuen Ansatz und einem erweiterten Mandat fortzusetzen. Die Demokratisierung auf der nationalen und der globalen Ebene ist stark miteinander verknüpft. Da die Demokratie derzeit weltweit unter Druck gerät, ist ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich, der diesem Zusammenhang gerecht wird.


Hier geht’s weiter.

Auch wenn es etwas großspurig klingt, hier passt „ohne Grenzen“ doch ganz gut, denn es geht ja hauptsächlich um die Globalisierung der Demokratie. Und so eine Globalisierung ist nun mal eine größere Angelegenheit. Man muss nur darauf achten, dass dabei in der Öffentlichkeit nicht der Eindruck von Schaumschlägerei entsteht. Nach Kenntnis der bisherigen Arbeit des KDUN und der von ihr geführten UNPA-Kampagne habe ich keine Bedenken, jedoch leichtes Bauchgrimmen, wenn ich die Adresse „Genisis-Institute“ unter Kontakt lese. Denn das ist auch die Adresse der Verantwortlichen von „Future for All“. „Democracy Without Borders“ wird hoffentlich keine weitere Fassade in diesem System.

Dann noch zu dem „ganzheitlichen Ansatz“. Das ist leider auch so eine abgedroschene Worthülse. Aber nehmen wir sie mal ernst! Wo besteht dieser ganzheitliche Ansatz bei dem Verein selbst? Ich meine, da müsste man doch von Anfang an mit leuchtendem Beispiel voran gehen, sonst macht man sich womöglich unglaubwürdig. Bei der KDUN konnte ich verstehen, dass man den Verein auf das Komitee selbst beschränkte. Aber für das deutlich erweiterte Mandat von Democracy Without Borders sollte man eigentlich eine demokratisch strukturierte Mitgliederorganisation gründen. Ich weiß, Demokratie kann sehr anstrengend sein und zuweilen hinderlich, aber man kommt nicht um sie herum, will man den Eindruck eines elitären Clubs mit undeutlichem Hintergrund vermeiden. So etwas ist nämlich genau das, was die politischen Gegner so gern haben.

Richard


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